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5.0 von 5 Sternen
Die Autoren haben recht!, 5. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Eine bessere Welt ist möglich: Ein Marshallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit (Gebundene Ausgabe)
Warum haben wir das Gefühl, die Entwicklung auf der Welt laufe in die falsche Richtung? Wieso beschleicht uns in den wohlgenährten Ländern Europas ein komisches Gefühl, wenn die Politik der Industriestaaten immer mehr dahin zielt, sich vom armen Rest der Welt, von den Hungerleidern abzugrenzen? Weshalb stehen wir ratlos vor dieser gesellschaftlichen und politischen Entwicklung, zwar mit einem mulmigen Empfinden, aber ohne eine Idee, wie es anders laufen könnte? Weil wir immer dort aufgehört haben, weiterzudenken, wo wir an der Schwelle zur Wahrheit standen! Die drei Autoren dieses Buches haben zu Ende gedacht. Und angefangen danach zu leben. Gelegentlich gegen die Regeln der westlichen Gesellschaft. Manchmal gegen die Regeln der Medienwelt. Aber immer mit den einzelnen Menschen und für die Menschen in der gesamten Welt, ob reich oder arm. Denn die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen haben die Autoren zu ihrem Auftrag gemacht. Keine Träumereien. Keine Utopien. Keine politcal correctness. Sondern Dörfer in Indien, Kliniken in Bangladesch, Tischlereien und Schulen in Afghanistan. Die Autoren haben mit den Ärmsten der Welt zusammen eine Zukunft aufgebaut. Unsere Zukunft! Denn nur eine partnerschaftliche und ökologische Entwicklungshilfe kann den Frieden zwischen Nord und Süd und damit unseren Lebensstandard auf Dauer wahren. Doch Vorsicht: Wer sich auf dieses Buch einlässt, könnte sich danach mit geänderten Ansichten wiederfinden. Ging mir genau so. Wenn Sie also weiterhin dabei bleiben wollen, guten Gewissens auf die Politik, die "Wirtschaftsflüchtlinge" und die Billigarbeiter zu schimpfen, lassen Sie die Finger von diesem Werk. Es könnte sie unglücklich machen, auch wenn Sie vorher gar nicht wussten, dass Sie eigentlich glücklich sind...
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13 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Narzismus lässt grüßen, 7. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Eine bessere Welt ist möglich: Ein Marshallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit (Gebundene Ausgabe)
Leider bietet das Buch außer der Verbreitung von Allgemeinplätzen nicht viel. Dazu kommt - und das wiegt fast genau so schwer -, dass alle drei Autoren selbstverliebte Personen sind, die ihr Engagement gerne hervorheben und nur in Erwartung der geballten Medienpräsenz aktiv werden. Immerhin besitzt Neudeck zumindest Fachkenntnisse. F. Alt und R. Gollmann dagegen haben keine Ahnung, wie man unschwer erkennt, wenn man Filme ansieht, in denen z.B. Gollmann Inder umarmt, die dies als schlimmste Folter ansehen. Wer der Welt helfen will, der sollte im Kleinen anfangen, nämlich bei sich selbst. Jeder kann seine Welt ein bisschen zum Positiven hin verändern; das ist schmerzlich, weil es oft Einbußen in der Lebensqualität bedeutet. Aber es ist machbar. Man kann auch wissenschaftliche Studien bemühen, um einen Handlungsimpuls zu erhalten. Diese sind um einiges fundierter - wenn auch i.d.R. nicht so leicht lesbar - wie das letztlich oberflächlich bleibende Werk dreier Akteure, die vor allem sich selbst lieben.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Eine wirklich bessere Welt..., 18. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Eine bessere Welt ist möglich: Ein Marshallplan für Arbeit, Entwicklung und Freiheit (Gebundene Ausgabe)
Bücher wie dieses vermitteln einen Eindruck über die dramatische Entwicklung der Menschheit und deren Errungenschaften und den daraus resultierenden - und auch inzwischen greifbar spürenden - Folgen, wie den Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt. Sie machen uns auf unsere Fehler aufmerksam, die wir in den vergangenen Jahrzehnten zweifelsohne gemacht haben, die wir aber ganz offensichtlich zu wenig registrieren und nur wenig wahr haben wollen. Neben mehreren Vorschlägen zum wirtschaftlichen Umdenken und zum gerechteren Verteilen von den Reichen zu den Armen, gehen auch hier die Autoren der wirklichen Ursache nicht bzw. nur wenig auf den Grund. Es ist die rasant gestiegene Weltbevölkerung in den vergangenen hundert Jahren. Gesellschafts- und Globalisierungskritiker wie Al Gore, Michael Moore, Jean Ziegler (Das Imperium der Schande) und Jeffrey D. Sachs (Das Ende der Armut), gehen davon aus, dass mit entsprechender Umverteilung des Wohlstandes, die Schwierigkeiten, in die sich die Menschheit gebracht hat, überwunden werden können. Dabei sind alle Versuche den Armen dieser Welt zu helfen zum Scheitern verurteilt, wenn die Bevölkerung weiter zunimmt. Der Anteil der Hungernden an der Weltbevölkerung ging z.B. von 35 Prozent (1960) auf 18 Prozent (2000) zurück, jedoch durch die Verdoppelung der Anzahl der Menschen in diesem Zeitraum, hielt sich die Zahl der Hungernden bei etwa einer Milliarde - laut der FAO sind es 842 Millionen. Will man monatlich 30 US-Dollar jeden an Hunger leidenen Menschen zur Verfügung stellen, müssten dafür pro Jahr über 303 Milliarden Dollar aufgebracht werden. Das entspricht etwa dem Militärbudget der USA im Jahr 2001 mit über 322 Milliarden Dollar. Um die Probleme der Menschheit in den Griff zu bekommen und die Zerstörung unseres Lebensraums zu verhindern, müsste - neben allen anderen Maßnahmen zur Reduzierung unseres umweltfeindlichen Verhaltens - auch eine Reduzierung der Anzahl unserer Art angestrebt werden. Eine wirklich "bessere Welt" kann es nur geben, wenn etwas gegen das Bevölkerungswachstum unternommen wird. W. Hain, Wien, 18.2.07 http://web.utanet.at/mahain/ReducingMankind.htm
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