Aus der Amazon.de-Redaktion
In Eine andere Welt verliert der berühmte Sänger und Showmaster Jason Taverner plötzlich seine Identität. Ohne die im Polizeistaat dieses zukünftigen Nordamerika notwendigen Papiere erwacht er in einem heruntergekommenen Hotelzimmer. Niemand erinnert sich an ihn -- weder sein Manager noch seine Geliebte. Und in den Programmzeitschriften ist seine Fernsehsendung nicht verzeichnet. Da er sich ohne Ausweise nicht frei auf der Straße bewegen darf, nimmt er sein letztes Geld, um sich illegale Papiere zu beschaffen. Mit diesen begibt er sich nun auf die Suche nach Spuren seiner Identität, doch weder einer seiner Millionen Fans noch eine Geburtsurkunde lässt sich auftreiben. Dafür beginnt die Polizei sich für ihn zu interessieren und verdächtigt ihn schließlich eines Mordes, den er nicht begangen hat.
Eine andere Welt zeigt glaubwürdige und verschrobene Figuren, die in einem Polizeistaat (über-)leben, diesen stützen, ignorieren oder verändern wollen. Menschen, die belogen werden und sich selbst belügen, die leben und atmen und mit wenigen Worten treffend charakterisiert werden. Dick bannt das Gefühlt des Ausgeliefertseins hier perfekt auf knapp 300 Buchseiten, in eine packende Handlung, die bis zum Schluss mit überraschenden Wendungen aufwartet. Und inmitten all dieser Düsternis blitzt immer wieder menschliche Nähe und ein Augenblick voll Liebe und Glück auf, der nicht aufgesetzt und süßlich wirkt, sondern wahrhaftig. Dick ist hier einmal mehr ein ausgezeichneter Roman gelungen, der sich nahtlos in die Reihe seiner Meisterwerke wie Ubik oder Blade Runner einreiht. Kurz: Eine andere Welt ist brillant. --Ewald Richter
Pressestimmen
»Es ist noch nicht zu spät für Philip K. Dick. Schlimmstenfalls ist es immer noch zu früh.« (DIE WOCHE )
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Klappentext
Art Spiegelman
»Es ist noch nicht zu spät für Philip K. Dick. Schlimmstenfalls ist es immer noch zu früh.«
DIE WOCHE