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Eine junge Deutsch-Türkin ist nicht bereit, ihr Fußball-Hobby aufzugeben, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird.
Blickpunkt: Film
Für ein junges Mädchen macht die Krebskrankheit einen Strich durch ihren Traum vom Frauenfußball. Mit dem Mut der Verzweiflung bekommt sie Leben und Liebe wieder in den Griff.
Nach 'Die wilden Kerle' oder 'Kick it like Beckham', ein neuer Fußballfilm, aber ohne die bisherige lockere Fröhlichkeit. Wenn die 20jährige Hayat auf dem Platz bolzt, können ihre Mitspielerinnen kaum mithalten. Nach einem Fußtritt gegen ihre Brust krümmt sie sich vor Schmerz, der Arzt diagnostiziert jedoch keinen Rippenbruch sondern Brustkrebs und entfernt einen Busen. Erst einmal steht sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus unter Schock, will sich mit Aktionismus betäuben. Als sie bei ihrer Mannschaft auftaucht, muss sie erfahren, dass der Vater sie abgemeldet hat, ihr Team-Platz von einer anderen besetzt ist. Frustriert schließt sie sich den Freizeit-Kickerinnen vom FC Schanze an, einem buntgewürfeltem Haufen von Mädels, die unkoordiniert vor dem Tor herumlaufen, und spielt plötzlich in 'einer anderen Liga'. Den Trainer lehnt sie als verlotterten Typen ab, fühlt sich aber dennoch zu ihm hingezogen.
Buket Alakus' zweiter Spielfilm (nach 'Anam') macht Mut, sich gegen das Schicksal aufzulehnen. Sensibel zeigt sie die Ängste des Mädchens, ihren 'körperlichen Makel' zu offenbaren, die Unsicherheit den eigenen Gefühlen gegenüber, aber auch die Kraft, den ganz persönlichen Weg zurück ins Leben zu finden. Geschickt positioniert sie die Figur des tragikomischen Vaters, der den Tod seiner Frau seit Jahren nicht verwinden kann, gegen seine starke 'Prinzessin', die entgegen seinem Rat, nicht ihr altes Leben 'loslassen' will. Gut gelungen die Chemie-Kombination zwischen Fußball-Aficionado Ken Duken und Ballkünstlerin Karoline Herfurth. Manche Szenen und Nebenfiguren wirken konstruiert und nicht immer schafft Alakus die Balance von Schwere und Unbeschwertheit, dafür trifft sie bei der Emotionalität genau den wunden Punkt. Die Stärke der Geschichte über eine verletzbare Kämpferin liegt im hautnah geschilderten Konflikt der Ablehnung und Annäherung, der Furcht vor der Krankheit und Überwindung derselben. mk.
Nach 'Die wilden Kerle' oder 'Kick it like Beckham', ein neuer Fußballfilm, aber ohne die bisherige lockere Fröhlichkeit. Wenn die 20jährige Hayat auf dem Platz bolzt, können ihre Mitspielerinnen kaum mithalten. Nach einem Fußtritt gegen ihre Brust krümmt sie sich vor Schmerz, der Arzt diagnostiziert jedoch keinen Rippenbruch sondern Brustkrebs und entfernt einen Busen. Erst einmal steht sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus unter Schock, will sich mit Aktionismus betäuben. Als sie bei ihrer Mannschaft auftaucht, muss sie erfahren, dass der Vater sie abgemeldet hat, ihr Team-Platz von einer anderen besetzt ist. Frustriert schließt sie sich den Freizeit-Kickerinnen vom FC Schanze an, einem buntgewürfeltem Haufen von Mädels, die unkoordiniert vor dem Tor herumlaufen, und spielt plötzlich in 'einer anderen Liga'. Den Trainer lehnt sie als verlotterten Typen ab, fühlt sich aber dennoch zu ihm hingezogen.
Buket Alakus' zweiter Spielfilm (nach 'Anam') macht Mut, sich gegen das Schicksal aufzulehnen. Sensibel zeigt sie die Ängste des Mädchens, ihren 'körperlichen Makel' zu offenbaren, die Unsicherheit den eigenen Gefühlen gegenüber, aber auch die Kraft, den ganz persönlichen Weg zurück ins Leben zu finden. Geschickt positioniert sie die Figur des tragikomischen Vaters, der den Tod seiner Frau seit Jahren nicht verwinden kann, gegen seine starke 'Prinzessin', die entgegen seinem Rat, nicht ihr altes Leben 'loslassen' will. Gut gelungen die Chemie-Kombination zwischen Fußball-Aficionado Ken Duken und Ballkünstlerin Karoline Herfurth. Manche Szenen und Nebenfiguren wirken konstruiert und nicht immer schafft Alakus die Balance von Schwere und Unbeschwertheit, dafür trifft sie bei der Emotionalität genau den wunden Punkt. Die Stärke der Geschichte über eine verletzbare Kämpferin liegt im hautnah geschilderten Konflikt der Ablehnung und Annäherung, der Furcht vor der Krankheit und Überwindung derselben. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Eine junge Deutsch-Türkin ist nicht bereit, ihr Fußball-Hobby aufzugeben, als bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird.
Kurzbeschreibung
Die fußballverrückte Hamburgerin Hayat hat Brustkrebs. Nach der Operation fühlt sich die 20-Jährige entstellt, und kicken darf sie wegen ihrer Medikamente auch nicht mehr. Aber ein Leben ohne Fußball? Unvorstellbar! Für Hayat heißt es nun: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Die bunt zusammengewürfelten Mädels des FC Schanze, die weder ein Trikot besitzen noch dribbeln können, nehmen Hayat auf. Ihr lausiger Trainer Toni, der seine Hauptaufgabe darin sieht, seinen Mädels Talentfreiheit zu bescheinigen, findet ebenso Gefallen an ihr. Wie das Raubein erst aus Eitelkeit, dann aus echter Zuneigung um sie wirbt und dabei seine Sensibilität entdeckt, zählt zu den großen Momenten des Films.
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