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Eine andere Erinnerung - Frauen erzählen von ihrem Leben im Dritten Reich
 
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Eine andere Erinnerung - Frauen erzählen von ihrem Leben im Dritten Reich [Taschenbuch]

Alison Owings
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Ullstein Tb (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548332498
  • ISBN-13: 978-3548332499
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 909.876 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die amerikanische Journalistin Alison Owings hat zwanzig deutsche Frauen zum Dritten Reich befragt. Das Besondere an diesem Zeitzeugnis ist zum einen die Auswahl der befragten Personen und zum anderen die Intimität, mit der die deutsche Vergangenheit nachgezeichnet wird. Eine Arbeiterin, Widerstandskämpferin, Jüdin, KZ-Häftling, aber auch eine Mitläuferin und eine KZ-Aufseherin kommen zu Wort.

Die Autorin verzichtet auf die klassische Interviewform und gibt die einzelnen Geschichten als Nacherzählungen wider. Alison Owings wertet nicht, ergänzt aber einzelne Erlebnisse mit ihren eigenen Beobachtungen und Wissen. Diese Hintergrundinformationen zeigen, daß sich die Autorin mit der Geschichte des Dritten Reiches auskennt.

So vermag sie Gedächtnislücken oder Zerrbilder einiger Frauen geradezurücken. Diese Kurskorrektur nimmt Owings insbesondere bei Helga Frisch, einer Hitler-Anhängerin, vor. Diese eine Geschichte verrät mehr über das Mitläufertum vieler Deutscher als irgendeine trockene Dokumentation. Sie zeigt die Zerrissenheit und die Manipulation einer Frau, für die noch heute das Unrechtsregime nicht als ein solches vorkommt. Ihre Haltung ist geprägt von naiven Vorurteilen und der Leugnung der tatsächlichen Greuel am jüdischen Volk.

Dem gegenüber stehen die Erinnerungen von Verena Groth, einer Halbjüdin, die ihrerseits die Spuren des Nazi-Regimes in ihrer Seele trägt. Ohne Bitterkeit schildert sie ihre Kindheit, die teilweise von Diskriminierung und Angst geprägt wurde. Eine der schönsten authentischen Berichte in dem Band ist der von Marianne Karlsruhen, die sich ihre Liebe zu dem Halbjuden Peter Karlsruhen erkämpfte und so ihren Beitrag zum Widerstand leistete.

Dieses Buch ist bestens dazu geeignet, gegen das Vergessen zu wirken und ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte bildhaft und unmittelbar nahezubringen. --Corinna S. Heyn

Kurzbeschreibung

KZ-Aufseherinnen und KZ-Häftlinge, Christinnen und Jüdinnen, Mitläuferinnen und Widerstandskämpferinnen, Arbeiterinnen und Aristokratinnen: 20 Frauen haben der amerikanischen Journalisten Alison Owings ihre Erinnerungen an die Zeit der NS-Diktatur erzählt. Ein Kaleidoskop von Frauengeschichten ist dabei entstanden, durchzogen von einem Leitmotiv: dem Holocaust. 'Eine andere Erinnerung' zeigt, daß individuelle Erfahrungen selten in vorgefertigte Schablonen passen und daß es auf die Frage nach dem 'Warum' keine einfachen Antworten gibt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Patrick
Ein solches Buch wie dieseuber das Leben in Deutschland zu der Zeit von Hitler ist kaum zu finden, wenn man wirklich von den Deutschen horen will. Auf Englisch gibt es zwar viele Bucher uber WWII, aber meistens hort man nur von den ehemaligen Soldaten, oder von ehemaligen Deutschen, die Juden, die meistens jetzt im Ausland leben. Da so viele sind endlich in Amerika gelandet, gibt es immer eine judische Weltanschauung, als ob alles uber Deutschland, damals und immer noch jetzt, ist von totalitarischer Mentalitat beherrscht. Ich hatte die entgegengesetzte Erfahrung, als ich in Deutschland in 1980iger Jahren gelebt hatte.

Ich selber bin genau wie Alison Owings. Ich bin in der San Francisco Bay Area grossgewachsen, habe vieles uber WWII gelesen, und habe Deutsch gelernt wenn ich einmal das Land gesehen habe. Warum? Weil ich so gut beieindruckt war, von Land, Leute und Lebensweisen. Das Volk ist gut informiert, sehr hilfsbereit, freunchlich, grosszugig, immer neugierig uber neue Sachen. Die Deutschen engagieren sich mit Intelligenz und Ehrgeiz, was mich wrklich erstaunte, weil hier in Kalifornien, gibt es oft eine Gleichgultigkeit, vor allem wegen Mangel an Information. Ich hatte,am Anfang nur vor, einen Sommerjob zu machen. Dann bin ich zwei Jahren geblieben, und habe Tausende von Familien und Leute fantastichen gut Eindrucken. Vier mal wieder bin ich zuruck nach Deutschland gekommen, um Urlaub zu machen, und alte Bekannter wieder zu sehen. Nie war ich enttauscht. Was Alison Owings gemacht hatte, habe ich auch gemacht: von Hunderten, Manner und Frauen beide, habe ich die Geschichten von den schlechten Kriegszeit Jahren gehort. Schade , dass ich nicht solche Gesprach augeschrieben hatte! Da ich auch eine junge Frau war, nicht Deutsch und nicht Judin, haben viele erzahlt, genau was sie erlebt and gedacht haben. Meistens habe ich nichts besonderes Gutes uber Juden gehort, aber von Hitler und seine Ideologie habe ich auch selten was Positives gehort. Die Deutschen sind keine Idioten, und wusten zu der Zeit sehr vieles uber ihre Problemen. Losungen waren nicht so einfach zu finden, genau wie in USA in den Wirtschaftskrisenjahren. Daruber sprechen die Frauen in diesem Buch - ihre Personliche Kampfe um Arbeit, Brot, Familienproblemen. So wie alle andere Leute auf dieser Erde, es kam das Problem von Uberleben erstens. Ich habe auch von Viktor Klemperers Buch "I Will Bear Witness" dasselbe verstanden: er dachte nur von seine eigene Geld- und Gesundheitskrisen, uber seine Frau und sein Sommerhaus, uber sein Auto und seine Schreiberei. Grosse Sorgen uber Deutschlands "kleine Leute?" Bitte schon! Trotzdem es scheint so, dass Alison Owings erstaunt war, wenn sie nur von ihrem eigenen Aussichtspunkt aufgeregt waren. Z.B., eine Frau sagte, sie kennte kaum Juden, ausser einem, der ein kleines Geschaft hatte, wo sie ihre Gemuse gekauft hatte. Sonst hatte sie keine grosse Sorgen gemacht uber Juden. Das finde ich eine ganz ehrliche Antwort, genauso hier in USA, wenn so was gegen Chinesen passieren wurde. Zum Schluss, bin ich uberzeugt, dieses Buch ist mindestens ehrlich geschieben, wie alle Geschichtsbucher sein sollten. (Bitte entschuldigen Sie mich, dass ich auf Deutsch noch nicht perfekt bin!)

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