Eine Woche voller Samstage
Samstage kennt doch jeder sollte man meinen und das mag auch für die gewöhnlichen zutreffen. Was aber , wenn es sich um Sams-Tage handelt, also um Tage, die ganz entscheidend von einem Sams gestaltet werden? Ein solches Sams erinnert sehr stark ein einen rotzfrechen Lümmel, etwa im Alter von 5 Jahren, mit roten Haaren, einem Bäuchlein, einer Rüsselnase und blauen Punkten. Diese blauen Punkte erinnern an Sommersprossen , sind aber tatsächlich WUNSCHPUNKTE, und derjenige, zu dem das Sams kommt, kann sich die herrlichsten Sachen wünschen.
Damit aber das Sams überhaupt kommen kann, muß eine klare Abfolge von Ereignissen eintreten (was das ist, wird nicht verraten) und scheinbar nur ein Mensch, nämlich Herr Bruno Taschenbier, merkt, dass sich etwas ungewöhnliches anbahnt und so wundert es nicht, dass unser Sams eben zu jenem Herrn Taschenbier kommt. Herr Taschenbier gehört als sehr angenehmer Zeitgenosse aber eher in die Kategorie Loser" , hat einen stupiden Job, wird von seiner Wirtin, Frau Rotkohl, richtig unterdrückt und hat obendrein weder Mut noch Geschick beim anderen Geschlecht. Einzig positiv ist sein Freund und Tierliebhaber Mon. Und so bahnt sich eine wunderbare märchenhafte Geschichte an, mit vielen Verwechslungen und einer grandiosen Situationskomik. Der geneigte Leser erfährt viel über Samse und wie diese leben, ebenso wie man überhaupt zielgenau wünscht bzw. was passieren kann, wenn man es nicht tut. Eines der vielen Highlights ist die Konstruktion der KBA, der Knackwurst-Bring-Anlage. Am Ende muß das Sams, so ist es nun einmal mit Samsen, gehen, hinterläßt jedoch Herrn Taschenbier eine Wunschmaschine, aber...............(mehr wird nicht verraten!).
Fazit : Ein wunderbares Kinderbuch, nicht nur für Kinder sondern auch jung-gebliebene Erwachsene. Geeignet ab etwa 5 Jahren und ein herrliches Gemeinschafts-Erlebnis zum Vorlesen. Es sprüht vor Witz und Kreativität. Klare 5 Punkte und klare Kaufempfehlung