Kurzbeschreibung
Menschen mit Behinderungen stehen vor vielfältigen Hürden, um am gesellschaftlichen Leben, gerade in der Arbeitswelt, teilnehmen zu können. Allerdings macht man die Integrationsschwierigkeiten einseitig an Personen und der Bewertung ihrer Handlungen fest: der profitorientierte Unternehmensvorstand, die auf Verfahrensumsetzung orientierte Verwaltungsleiterin oder der auf Leistungsfähigkeit seiner Schüler konzentrierte Schulleiter. Dabei wurde bislang übersehen, dass hinter diesen Personen immer Organisationen stehen, die eine eigenständige Rolle bei der Realisierung von Teilhabeansprüchen behinderter Menschen spielen. Das Buch beleuchtet die Bedeutung der Organisation für das Integrationsanliegen mittels der soziologischen Systemtheorie. Dabei entsteht neben einem neuartigen Behinderungsbegriff ein anders ausgerichteter Blick auf die Probleme und Paradoxien der aktuellen Integrationsbestrebungen.
Über den Autor
Ralf Wetzel, Prof. Dr., studierte BWL in Chemnitz und Kingston upon Hull (UK). Anschließend war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Innovationsmanagement und Personalentwicklung (ifip) der TU Chemnitz und arbeitete dort an Forschungsprojekten zu den Themen Personal-, Organisations- und Regionalentwicklung. Er promovierte im Kolleg der Hans-Böckler-Stiftung "Nachhaltige Regionalentwicklung" und war im Anschluss wissenschaftlicher Koordinator eines Industrieverbundprojektes an der TU Chemnitz. Seit Dezember 2007 ist Ralf Wetzel Leiter des Kompetenzzentrums für Unternehmensführung an der Berner Fachhochschule (CH).