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Eine Tat wie diese [Taschenbuch]

Amy Efaw , Anja Malich
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

April 2012
Die 15-jährige Devon ist Musterschülerin, verantwortungsbewusst und ein großes Fußballtalent. Doch jetzt sitzt ausgerechnet sie in Untersuchungshaft, angeklagt des Mordversuchs, der Misshandlung und Aussetzung. Denn das Baby, das in einer Mülltonne hinter dem Haus gefunden wurde, ist ihr Kind. Und niemand glaubt Devon, dass sie von der Geburt völlig überrascht wurde und im Affekt gehandelt hat. Eine mühevolle Suche nach der Wahrheit beginnt. Und dabei steht nicht weniger auf dem Spiel, als Devons Zukunft ...

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (April 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551310815
  • ISBN-13: 978-3551310811
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Originaltitel: After
  • Größe und/oder Gewicht: 19,6 x 13,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 354.204 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Claudias Bücherregal TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Devon Davenport sitzt in Untersuchungshaft. Der 15 Jährigen wird versuchter Mord an ihrem Neugeborenen vorgeworfen. Das Baby wurde ausgesetzt und weist außerdem Misshandlungsspuren auf. Die Suche nach der Wahrheit beginnt, denn die junge Mutter behauptet, dass sie nicht bemerkt habe, dass sie schwanger gewesen sei. Viel mehr sei sie von der Geburt überrascht worden und habe im Affekt gehandelt. Die ersten Indizien sprechen jedoch gegen ihre Version und niemand will ihr Glauben schenken.

Devons Mutter hatte bei der Geburt ihres Kindes gleich ein Lebensmotto für ihre Tochter auserkoren: "The sky's the limit" und daher ihr Kind Devon Sky Davenport genannt. 15 Jahre lang schien sich die Prophezeiung durch ihren Namen zu bewahrheiten. Devon war eine sehr gute Schülerin, ein überragendes Fußballtalent und hatte stets eine viel versprechende Zukunftsaussicht. Bis zu dem Tag, an dem die Polizei ein Neugeborenes zwischen den Mülltonnen fand und kurz darauf auf Devon aufmerksam wurde, deren blutdurchtränkte Hose eine Verbindung zum Baby offenbarte.

Genau dort beginnt der Roman, der auf 416 Seiten einen realistischen Einblick in die Gefühlswelt einer verzweifelten Teenagerin schildert, die ungewollt schwanger wurde und scheinbar nur einen einzigen Ausweg sah. Der Leser begleitet Devon von nun an die nächsten Tage durch alle Stationen hinweg, beginnend mit einem Krankenhausaufenthalt, dem Alltag im Jugendknast, ihren Gesprächen mit der Psychologin und der Anwältin, bis zu ersten Gerichtsverhandlung. Schritt für Schritt werden ganz behutsam Devons Motive und die Hintergründe zur Tat aufgedeckt.

>>Ich habe nichts davon gewusst, das schwöre ich. Ich wusste wirklich nicht, dass ich schwanger bin.<<
>>Wann, Devon? Wann wusstest du nicht, dass du schwanger bist?<<
>>Zu keiner Zeit! Nie!<<
(Klappentext)

Die sensible Thematik des Romans ist heutzutage immer noch aktuell und vor allem sehr brisant. Es gibt viele ungewollte Schwangerschaften von Mädchen im Teenageralter und auch das "Entsorgen" des neugeborenen Babys im Müll scheint weiter verbreitet zu sein, als man annehmen und vor allem hoffen möchte. So beruft sich die Autorin in ihrem Nachwort auf eine Studie die zwischen 1989 und 1998 in den USA durchgeführt wurde, deren schockierendes Ergebnis lautet: Die Gefahr am ersten Lebenstag ermordet zu werden, ist zehn mal größer, als zu irgendeiner anderen Zeit des Lebens (vgl. hierzu Seite 407 des Romans in der u.a. Auflage).

Der Jugendroman hat mir sehr gut gefallen und mich bewegt. Neben dem flüssigen Schreibstil liegt es u.a. an der oben bereits erwähnten Erzähltechnik. Die eigentliche Tat ist bereits begangen worden. Nun geht es um die schrittweise Aufklärung, für die Amy Efaw verschiedene Perspektiven heranführt und zusätzlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her springt, ohne den Leser dabei zu verlieren.

Der zweite Grund, warum mich "Eine Tat wie diese" überzeugt hat, ist die Art und Weise, wie die Autorin die Thematik aufgreift und mit ihr umgeht. Sie versucht nicht, den Leser zu manipulieren und auf eine bestimmte Seite zu ziehen (pro Staatsanwaltschaft oder pro Devon), sie äußert sich nie verurteilend über das Verhalten der jungen Mutter. Amy Efaw klagt niemanden an, verharmlost aber auch nichts. Sie hat es geschafft einen emotionalen, berührenden Roman zu schreiben, der nie reißerisch wirkt, sondern neutral die Problematik einer Jugendlichen aufzeigt, die ungewollt schwanger wurde und sich nicht anders zu helfen wusste. Die Einblicke in Devons Leben und ihre Psyche waren durchweg interessant, so dass ich das Buch absolut weiterempfehlen kann.

Fazit: Ein Roman, der die Thematik gekonnt aufgreift, dabei bewegt und wachrüttelt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf welcher Seite stehst du? 4. April 2012
Format:Taschenbuch
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"Ich habe nichts davon gewusst, das schwöre ich. Ich wusste wirklich nicht, das ich schwanger bin." "Wann, Devon? Wann wusstest du nicht, das du schwanger bist?" "Zu keiner Zeit! Nie!"
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In dem Buch "Eine Tat wie diese" geht es um das junge Mädchen Devon, das ihr neu geborenes Baby in den Müll wirft und dafür zur Rechenschaft gezogen wird. Wir erleben wie sie in U-Haft sitzt und sich auf ihren Gerichtstermin vorbereitet. Zumindest nur den, in dem geklärt wird ob der Fall vor dem Jugendgericht weitergeführt wird oder nicht (warum müsst ihr selber lesen ;)).
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Ich muss sagen, Devon hat mir am Anfang gar nicht gefallen. Nicht weil sie ihr Kind auf den Müll geworfen hat, sondern einfach ihr kindisches Verhalten. Es wird die ganze Zeit beschrieben und geschildert wie erwachsen sie doch für ihr Alter sei und das man sich auf die verlassen kann. Aber davon bekommt man Anfang nicht viel mit. Man kann das alles damit erklären das sie einfach geschockt ist. Sie hat ein Kind bekommen, obwohl sie die ganzen neun Monate über glaubte, nicht schwanger zu sein. Da ist es verständlich das sie sich nicht sehr kooperativ zeigt.
Mit der Zeit aber habe ich Devon sehr lieb gewonnen. Man nach vollzieht wie sie sich fühlt und man erfährt ihr "Warum", warum sie so gehandelt hat wie sie es getan hat.
Auch bewundere ich ihre Rechtsanwältin, Dom. Sie setzt sich so für ein fremdes Mädchen ein, das eigentlich am Anfang ihre Hilfe gar nicht wollte. Verliert man da als Pflichtverteidigerin nicht den Mut? Solche Fälle gibt es doch Zuhauf. Trotzdem hat sich Dom für Devons Fall entschieden und sie will mit Devon, als Team und als Sieger aus dem Prozess rausgehen.
Was ich an der Geschichte nicht verstehe, ist der Teil in der U-Haft. Ich versteh einfach nicht was die Autorin mir damit sagen wollte. Ich habe so Vermutungen... .
Edit: Hier, das mit der U Haft ist doch sehr schlüssig. Die Autorin baut da auf was sehr geniales hin. Ich finde diesen Vergleich den sie zieht sehr super. Ich würde es euch so gerne verraten, aber ich kann nicht :) Ihr müsst es in diesem Fall selber lesen. Ehrlich, sehr genial!
~~~
"Eine Tat wie diese" ist in der Ich - Perspektive geschrieben und lässt so den Leser sich mit der Zeit viel besser in Devon hineinversetzen. Der Schreibstil der Autorin liest sich auch sehr flüssig und die Schrift ist angenehm "normal" gehalten.
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Das Buch gibt einen sehr viel zu denken, besonders am Ende beim Verfahren. Die Zeugenaussagen ließen einen selber grübeln und man hatte das Gefühl, teil der nicht vorhandenen Jury zu sein. Ich muss aber auch zugeben das ich bis zum Ende nicht wüsste, welches Urteil ich abgegeben hätte. Ich finde beide Seiten sehr plausibel. Das Ende wird aber jeden Überraschen, nicht so wie man es vielleicht denkt aber es hat mich doch schon etwas verwundert und finde es nicht wirklich nachvollziehbar.
Ich muss aber sagen, das ich es schade finde, das wir nicht den ganzen Prozess um Devon mitkriegen. Gerade durch dieses überraschende Ende würde ich gerne wissen wie sich das Gericht entscheidet.
Das Nachwort der Autorin empfehle ich euch auch zu lesen. Ist sehr interessant wenn ihr mehr über verzweifelte Mütter wissen wollt, die so etwas tun.
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Fazit:
Der Anfang vom Buch hat mir nicht sehr gut gefallen. Zu viele Gedanken von Devon und die Sache mit der U-Haft. Aber mit der Zeit hat mich das Buch immer mehr in den Bann gezogen und ich habe es relativ schnell zu Ende gelesen. Der Prozess am Ende war auch sehr spannend gehalten. Generell war man sehr auf das Ende gespannt, naja bei so einem heiklen Thema kein Wunder.
Ich geben dem Buch 4 von 5 Sternen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fabella TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Meine Meinung:
Ein heikles, aber dennoch sehr interessantes Thema wie ich finde. Sicherlich konnte ich mir nie vorstellen, dass ein Mensch einfach ein Kind in den Müll wirft, obwohl ich wusste, dass genau so etwas gar nicht selten passierte. Mir war aber auch schon immer klar, dass es Hintergründe geben muss. Eine Antwort auf die Frage 'Warum?'. Und genau so war es hier auch.

Das Buch berichtet uns sehr einfühlsam, wie es zu Devons Situation kommen konnte. Es beginnt mit dem Tag der Geburt und endet 11 Tage später. Doch dazwischen erfährt man sehr viel über Devon, ihr Leben, ihre Gefühle. Diesen Aufbau des Buches fand ich sehr gelungen, denn es machte das Buch zu einem wahren Pageturner. Hier ging es nicht darum, einen Menschen zu verurteilen, sondern nahezubringen, wie so etwas passieren kann.

Ich hätte Devons Mutter, aber auch ein paar der anderen Charaktäre so oft schütteln können. Dass ihnen nicht klar war, dass Devon selbst gar nichts realisierte. Dass manche sie als kaltblütige Mörderin hinstellten ' gut, meist konnte man bei diesen Charaktären auch mindere Intelligenz vermuten, auch wenn das nicht offen dargestellt wurde. Nichts desto trotz habe ich mich glaube ich bereits auf der zweiten Seite auf Devons Seite gestellt.

In dem Buch geht es eigentlich nicht darum, dass Devon verurteilt wird. Vielmehr geht es darum, dass sie zu sich selbst zurückfindet. Dass ihre Anwältin Dom das Gericht davon überzeugen kann, dass Devon noch nicht nach dem Erwachsenen-Strafrecht verhandelt werden kann oder soll.

Der Schreibstil der Autorin ist dem Thema angepasst relativ nüchtern. Es drückt nicht unnötig auf Tränendrüsen oder schürt Wut auf die ein oder andere Seite. Jedoch ist er so intensiv, dass einem die Geschichte unter die Haut geht und man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich fand es ausnahmsweise auch sehr gut, dass dieses Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Das half einem, das ganze immer noch einigermaßen sachlich zu betrachten.

Fazit:

Ein Buch, das nachdenklich macht. Das einem zeigen kann, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint. Das man doch hinterfragen sollte, bevor man verurteilt.
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Inhalt

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*
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