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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Calum's Road Schottland, 20. Mai 2009
Hutchinson hat in dem vorglegten Buch der Straße und dem Erbauer der Straße, Calum MacLeod, auf der Insel Raasay ein literarisches Denkmal gesetzt. Damit der kleine Weiler zugänglich bleibt und die Bewohner nicht weiter abwandern, hat er in 20jähriger Arbeit eine Straße mit den eigenen Händen, ohne jede Hilfe und ohne die Unterstützung staatlicher Stellen gebaut. Eine ungeheure Ingenieurleistung und eine Leistung für das Gemeinwohl, ohne je eine Gegenleistung dafür zu erwarten. MacLoed war weder auf Ruhm noch auf Geld aus. Ein sehr berührendes Buch und man wünschte sich, es gäbe in unserer Gesellschaft mehr solcher Menschen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Spannung ist was anderes !!, 23. Juli 2009
Also ich weiss nicht, ob wir alle dasselbe Buch gelesen haben. Ich war schon sehr enttäuscht. Der Autor scheint eher ein Sachbuchschreiber zu sein. Er braucht geschlagene 126 Seiten auf denen er mit Jahres und Einwohnerzahlen der kleinen schottischen Inseln nur so um sich wirft. Ständig springt er durch verschiedene Zeiten und beim Lesen dieser Infos musste ich sehr an mich halten nicht einzuschlafen. Erst dann geht es sozusagen um die eigentliche Geschichte, den eigentlichen "Helden". Nicht mal Proust`s "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" hat mich soviel Geduld gekostet. Was hätte man aus diesem Thema für ein knorriges und humoriges Buch machen könen ! Schottisch eben. Ein Buch für Schottlandliebhaber ?? Aber das Ganze ist maximal so "rührend" und interessant wie ein trockener englischer Toast. Einfach: Schade ! Zwei Punkte gibt es für die bestimmt korrekt recherchierten Zahlen und Fakten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr als "nur" eine Straße..., 8. Juli 2009
Raasay ist eine Insel der Inneren Hebriden im Norden Schottlands. Das würde - abgesehen von den wenigen Einwohnern und den sicher nicht sehr zahlreichen Besuchern - kaum jemand interessieren, wäre nicht Roger Hutchinson, der Autor dieses Buches, 1977 auf die Nachbarinsel Skye gezogen. Hier leben rund 10 000 Menschen; die Einwohnerzahl von Raasay kennt nicht einmal Wikipedia. Hutchinson begann sich für Raasay und seinen bekanntesten Bewohner zu interessieren; Ergebnis ist dieses Buch.
Held des Buches ist Calum MacLeod, ein gälischer Bauer, Fischer, Postbote und Leuchtturmwärter (1911 - 1988). Er wurde dadurch bekannt, dass er, da es keine Straße im Norden der Insel gab und die diversen Behörden auch keine bauen wollten, selbst Hand anlegte. In rund 20 Jahren baute er eine Straße (bis zu seinem Hof) mit 1 3/4 Meilen, die dann - im Wesentlichen - mur mehr asphaltiert werden musste.
Soweit die "nackte" Geschichte. Aber rund um diese Geschichte entwirft der Autor ein unheimlich interessantes Bild von Menschen, die "am Rande der Welt" lebten (und leben) und meist auf sich selbst angewiesen waren und sind. Wir erfahren, dass etwa im 19. Jahrhundert die Kleinpächter und Landarbeiter vertrieben wurden, um das Land für die Schafzucht und für die Jagd zu nutzen; dass die diversen Behörden durch die Jahrhunderte immer auf der Seite der Reichen standen; dass etwa die Kinder der Insel Fladda (heute O Bewohner) zwischen 1928 und 1937 nur bei Ebbe zur Schule bzw. von dieser wieder nach Hause gehen konnten (dann baute man eine Schule); dass ein Lehrer in einer solchen "Ein-Lehrer-Schule" sämtliche Fächer für die Altersgruppen von 5 bis 14 abdecken musste: Bibelunterricht, Buchstabieren, Reinschreiben, Diktate, Aufsätze, Vortragen, Geschichte, Erdkunde, Grammatik, englische Literatur und Sprache, Naturstudien drinnen und draußen usw., usw; dass in den 60er Jahren die Abwanderung besonders groß war usw., usw.
Gegen all das kämpfte dieser "gälische Sturschädel" an - und letztlich gewinnt er den Kampf. Der Autor des Buches selbst lebt heute auf Raasay; die Insel wird im Internet als "ideal für Vogelliebhaber, Botaniker, Geologen und Archäologen" beschrieben. Man kann aktuell auf Raasay etwa in der ehemalgen Schule nächtigen (hier unterrichtete einmal die Frau unseres Helden!) Diese Schule wurde zu einer herrschaftlichen Villa im viktorianischen Stil umgebaut.
Schottland-Liebhaber - das wär' doch was!
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