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M - Eine Stadt sucht einen Mörder
 
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M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Peter Lorre , Gustaf Gründgens , Fritz Lang    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Peter Lorre, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke
  • Regisseur(e): Fritz Lang
  • Komponist: Adolf Jansen
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 28. Oktober 2002
  • Produktionsjahr: 1931
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00006JKUS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.446 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Berlin, eine Stadt in Angst und Schrecken: Ein Kindermörder geht um, der von der Polizei nicht zu fassen ist. Aufgeheizt durch die allgemeine Hysterie intensiviert die Polizei ihre Bemühungen, ihn zu schnappen. Dabei dringt sie immer weiter in das Terrain der Berliner Unterwelt vor und macht deren Geschäfte fast unmöglich. Da der Mörder die gesamte Unterwelt in Verruf bringt, beschließen die Gangster, um sich die Polizei vom Leib zu halten, sich ebenfalls auf die Jagd nach dem Täter zu machen. Dass der Mörder immer eine bestimmte Melodie pfeift (aus Evard Griegs Peer Gynt), wenn er auf ein Kind trifft, wird ihm am Ende zum Verhängnis. Ein Bettler malt ihm ein weißes "M" auf seinen Mantel und informiert die Unterwelt. Ein ihm zur Seite gestellter Anwalt versucht, in nicht allzu überzeugender Manier, die Unterwelt dazu zu veranlassen, den Mörder nicht dem Henker, sondern einem Arzt zu übergeben. Bevor das Todesurteil vollstreckt werden kann, erscheint allerdings die Polizei und nimmt den Täter mit. In der Kurzfassung (98 Minuten) endet der Film hier. Es existiert allerdings noch eine Langfassung (117 Minuten) in der Lang zeigt, wie der Mörder vor einem Gericht verurteilt wird.

Peter Lorre (Casablanca, Arsen und Spitzenhäubchen) spielt die Hauptrolle in der deutschen Produktion M - Eine Stadt sucht ihren Mörder aus dem Jahr 1931. Der in Ungarn geborene Schauspieler erlangte mit dieser beklemmenden und überzeugenden Darstellung eines psychopatischen Killers über Nacht Weltruhm. Regie führte Fritz Lang (Metropolis, die Dr. Mabuse-Filme), der zusammen mit seiner damaligen Frau Thea von Harbou auch das Drehbuch schrieb. Das Drehbuch, das für das Remake aus dem Jahr 1951 noch einmal verwendet wurde, setzte die Standards für alle zukünftigen Darstellungen und Interpretationen eines solchen Charakters. M - Eine Stadt sucht ihren Mörder, Langs erster Tonfilm, ist zugleich auch sein distanziertester und provokativster Film. Er erzählt den Film aus der Perspektive des Mörders und aus der Perspektive der Betroffenen und der Jäger. Mit Gustav Gründgens, Theo Lingen, Paul Kemp. Übrigens: Während Lorre tagsüber für Lang als Psychopath vor der Kamera stand, spielte er abends auf der Bühne eine komödiantische Rolle. --Ursula Steingass

Produktbeschreibungen

Der berühmteste Triebtäter der Filmgeschichte auf der Flucht vor Polizei und Unterwelt. Eine Großstadt wird monatelang von einem pathologischen Kindesmörder terrorisiert. Die ganze Stadt spricht von den bestialischen Untaten des Triebverbrechers. Immer größer wird die Nervosität der Polizei, und die Bevölkerung sieht in jedem Verdächtigen den Kindesmörder. Doch die Methoden des Verbrechers verletzen jede Ganovenehre, und so nimmt auch die Unterwelt den Kampf gegen die Bestie in Menschengestalt auf. Ein mörderischer Wettlauf beginnt..."M" war der letzte Film Fritz Langs, der vor 1933 in die Deutschen Kinos kam und gleichzeitig sein erster Tonfilm überhaupt. "M" ist Langs Reaktion auf den aufziehenden Nationalsozialismus am Ende der Weimarer Republik. Ein Kunstwerk von zeitloser Qualität und eine Kriminalgeschichte, die einem bis heute den Atem raubt.

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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloses, mahnendes Meisterwerk..., 2. September 2002
Von 
robotgeorgie "robotgeorgie" (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: M - Eine Stadt sucht einen Mörder (DVD)
Nach langem Warten - in Japan und USA etwa gibt es den Film schon seit zwei Jahren auf DVD - erscheint auch hierzulande Fritz Lang's Meisterwerk "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" auf DVD. Ein cineastisches Meisterwerk, welches bis heute Maßstäbe gesetzt hat in seiner Bildsprache, dem Gebrauch von Metaphern, der filmischen Umsetzung.

"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist in vieler Hinsicht ein Lehrstück: Die typischen visuelle Mittel des Film Noir - Licht/Schatten, Hell/Dunkel - kommen hier perfekt zum Einsatz, und wer den Film einmal gesehen hat, wird seiner Faszination nicht erliegen können - geschweige denn gut schlafen können. Bezieht der Film sein wohldosiertes Grauen nicht aus plumpen Schockeffekten und Blut- und Schleimorgien - neuzeitliche Popcorn-Movies die ständig vorgeben, wie 'cool' sie doch sind haben unsere Augen in den letzten jahren genügend beleidigt - sondern läßt Geschichte, Gedanken und Bilder im Kopf entstehen, die fesselnder und umbarnherziger sind als jede 'gefilmte' Wahrheit.

Der typisch expressionistische Stil - filmisch eingesetzt zum Einfangen der 'Bedrohung', die Anfang der dreißiger Jahre in der Erscheinungsform des Nationalsozialismus herankeimte, ist gleichzeitig auch eine Warnung, die auch heute noch Gültigkeit hat. Fritz Lang hat einen epochalen, zeitlosen Kriminalfilm geschaffen, der über das Genre des eigentlichen Kriminalsfilm weit hinausreicht. Der Film ist ein historischer Spiegel dessen, was in der 30ern im Heranwachsen war und wenige Jahre explodioerte. Kontrolle, Macht, Haß, Verbrechen - all das liegt zueinander näher, als es scheint. Im Expressionismus liegen Ordnung und Chaos eng zusammen, in Langs 30er Filmen werden sie in eins gesetzt, Ordnung und Chaos sind dasselbe und darin liegt die Bedrohung.
Wer "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" gesehen hat, wird diesen Film als Referenz für viele andere Produktionen sehen müssen.
In einer Glanzrolle: Peter Lorre - er spielt einfach teuflisch gut, schon nahezu beängstigend 'gut'.

Noch ein paar Anmerkungen zur DVD selbst: Der Film wird hier in seiner ursprünglichen Fassung - er wurde später, u.a. von den Nazis, zensuriert und gekürzt - präsentiert, es sind somit all jene Teile enthalten, die man nie zuvor auf Kassette oder TV-Ausstrahlung gesehen hat. Darüberhinaus wurde der Film komplett neu abgetastet, von Staub und Kratzern befreit und präsentiert sich somit wie am Tag seiner Entstehung.
Wer diesen Film nicht hat, darf sich nicht 'Cineast' nennen.

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unsterblich, Unnachahmbar..., 24. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: M - Eine Stadt sucht einen Mörder (DVD)
Fritz Lang's "M" stellt einen schweren Stand für alle seit seinem Erscheinen hergestellten Kriminalfilme dar...

Die Unterwelt einer deutschen Stadt sieht sich zunehmend durch die Polizei unter Druck gesetzt: ein Kindermörder bleibt unfassbar und stellt sein Treiben nicht ein. Durch die Tätigkeiten der Polizei wird das Leben der "normalen" Kriminellen immer schwerer. Schließlich rottet sich das Verbrechertum zusammen und beschließt selbst den Mörder zu suchen.

Dieser Film kann und wird nicht übertroffen werden. Das gleiche Thema(Kindermord) kommt auch im Film "Es geschah am hellichten Tag" mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe zur Sprache: kongenial.

Peter Lorre als Kindermörder "M" zeigt und spielt die beste Rolle seines Lebens. Er hätte einer der größten Filmstars in Deutschland werden können, hatte aber als Jude nach der Machtergreifung Hitlers den richtigen und lebensrettenden Weg der Emigration (in die USA) ergriffen. Vielleicht werden Sie auch zu einem Peter Lorre-Fan durch dieses Werk.

Im Vergleich zu den meisten heutigen deutschen Filmen, sieht man die qualitativen filmhandwerklichen Unterschiede, mit denen Fritz Lang ein Werk schuf, dass atemberaubend, spannend und ohne die Ansicht einer einzigen Leiche auskommt. Auch hier der Rat, wenn Sie den Film noch nicht kennen und auch wenn Sie ihn kennen): Alles verdunkeln und lassen Sie sich den Atem rauben.....

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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Kindermörder kann nicht gefangen werden: Berlin 1931, 18. November 2002
Von 
silbertanne4 "silbertanne" (Offenbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: M - Eine Stadt sucht einen Mörder (DVD)
Die technische Qualität ist ausgezeichnet, ich kann mich an keinen Kratzer oder Flimmern erinnern. Neu:

- Peter Lorre versteckt sich auf dem Dachboden, länger als das Video.
- Einige Set-Szenen mit Fritz Langs Kamerateam, als der Mörder die ersten Male erscheint werden gezeigt, sowie Biographien, Trailer, Poster, etc. als Fotografien mit Text.
- Eine englische Version gibt es nicht.
- Der Kindermörder sieht in den Spiegel: länger als ursprünglich.
- Damals endete der Film (gut gemacht) als der Kindermörder aus den Händen der Ganoven befreit wird (Hand auf Lorres Schulter: "Im Namen des Gesetzes"- Ende). Jetzt ist eine kurze Gerichts-Sequenz mit ein paar weinenden Frauen am Ende (wirkt nicht gelungen).

- (Luftballon oder die Treppe von Else Beckmanns Altberliner Wohnhaus am Beginn ist länger zu sehen, ...)

- Gute Szenen:
-- das Mädchen Else kommt nicht nach Hause, deren gewaltsames Ableben wird symbolisch und stumm dargestellt: Leerer Teller, freilfliegender Luftballon ohne Besitzer, Telegraphendrähte, Ball rollt weg, Stille auf die Rufe der Mutter. Der Ton ist wohltuened sparsam eingesetzt (wäre für heutige Filme angebracht, als Erholung zur täglichen akustischen Informationsflut), manchmal mehr als eine Minute Stille: "nur" Bilder, was diese intensiver wirken läßt.
Gute Szenen:

-- Als die Ganoven beraten, was gegen den Kindermörder unternommen werden kann: Langes Schweigen, da sagt Gustav Gründgens "W i r müssen ihn fangen". Betroffenheit.

-- Als Peter Lorre das erste Mal als Schatten an der Litfaßsäule auftaucht: "Du hast einen schönen Ball, mein Kind."
-- Die Berliner Ganoven bei der Paß-Razzia scheinen typisch, daß man fast echte vermutet? BR>-- Die lange Suchaktion als Peter Lorre keinen Fluchtweg auf der Straße mehr weiß, ein großer Mann (von G. Gründgens Organisation) steht an einer dunklen Ecke, betrachtet ihn schweigend und drohend, läßt ihn aber weiterlaufen. Man bekommt hier fast Mitgefühl mit dem Mörder, daß er nicht entdeckt werden soll.
-- Ein Höhepunkt ist die surreale Gerichtsverhandlung in der unheimlichen Berliner Fabrikruine (eine Schnapsfabrik, die in der Inflation den Konkurs starb). Man bekommt z.T. Verständnis für den Ankläger und Verbrecherboß Berlins Schränker (der ihn unschädlich machen will. Es herrscht keine primitve Lynchatmosphäre, Lorre bekommt die Gelegenheit, sich zu verteidigen, er stellt sich immer reumütig (machen das heutige Mörder oft vor Gericht?) als Opfer seiner Triebe dar, was im "Gericht" kurze Verständnis-Tränen für ihn auslöst.
-
- Vieles in "M" ist angedeutet und symbolisch. Der Zustand der Mädchenleichen wird nicht entschleiert. ("Meine Herren, Sie können sich sicher an die Berichte erinnern"), dennoch ist der Film thematisch (Sexualmorde, Bezug zur Weimarer Zeit) unter 16 J. nicht geeignet.

- Lang las viel über den Fall Peter Kürtens aus Düsseldorf (wurde hingerichtet).

Es ist ein wenig schwer, die heutigen Theorien um M und den Nationalsozialismus nachzuvollziehen, obwohl Lang (selbst jüdischer Abstammung) Thea von Harbou als Drehbuchautorin und Frau hatte, die bereits bei den Nationalsozialisten war.
Der Film zeigt für alle Gruppen Verständnis, am meisten natürlich für die Familien und Kinder, deren Sicherheit. Die Staatsmacht wird mit der Polizei nicht unsympathisch dargestllt, etwas tollpatschig aber autoritär.
Die Berliner Unterwelt (z.B. Theo Lingen und der alleingelassene Wache-Schieber) werden recht volkstümlich dargestellt,; Kinderliebe ist aber nicht ihr Haupt-Motiv, sie wollen in Ruhe wieder ihren dunklen Geschäften nachgehen können, ohne permanente Polizeirazzien.
- Der seltsame sanft-weichliche Kindermörder soll unschädlich gemacht werden, als Schutz vor der Bevölkerung und vor sich selbst. Er wird als Kranker angesehen, der sich auch vor Gericht verteidigen darf, was Lorre in einem Anfall von Selbsteinsicht/Selbstmitleid und Distanz zu seinen dunklen Trieben auch versucht. Er rollt mit den Augen und gestikuliert in einer der packendsten Filmszenen der deutschen Filmgeschichte. Das Abwägen der Krankheit / Taten (mit dem logischen Todesurteil) hat meiner Meinung wenig mit der medizinischen "Philosophie" der Machthaber nach 33 gemein.

Eine Sternstunde Deutscher Kinokunst des 20. Jh, die bis heute erfolgreich auch das Ausland (inkl. Amerika) berührte; Portrait von Berlin 1931. Im Ausland gibt es unter Cineasten einen regelrechten Kult um das deutsche expressionistische Kino der Frühzeit. Warum nicht hier (untreue Kameraden). Wer Berlin mag, sollte sich auch "Emil und die Detektive" von 1931 anschaffen, auch hier wird ein Verbrecher gejagt, und es gelingt wiederum nicht der Polizei ihn zu fangen.

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