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Produktinformation
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Peter Lorre (Casablanca, Arsen und Spitzenhäubchen) spielt die Hauptrolle in der deutschen Produktion M - Eine Stadt sucht ihren Mörder aus dem Jahr 1931. Der in Ungarn geborene Schauspieler erlangte mit dieser beklemmenden und überzeugenden Darstellung eines psychopatischen Killers über Nacht Weltruhm. Regie führte Fritz Lang (Metropolis, die Dr. Mabuse-Filme), der zusammen mit seiner damaligen Frau Thea von Harbou auch das Drehbuch schrieb. Das Drehbuch, das für das Remake aus dem Jahr 1951 noch einmal verwendet wurde, setzte die Standards für alle zukünftigen Darstellungen und Interpretationen eines solchen Charakters. M - Eine Stadt sucht ihren Mörder, Langs erster Tonfilm, ist zugleich auch sein distanziertester und provokativster Film. Er erzählt den Film aus der Perspektive des Mörders und aus der Perspektive der Betroffenen und der Jäger. Mit Gustav Gründgens, Theo Lingen, Paul Kemp. Übrigens: Während Lorre tagsüber für Lang als Psychopath vor der Kamera stand, spielte er abends auf der Bühne eine komödiantische Rolle. --Ursula Steingass
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" ist in vieler Hinsicht ein Lehrstück: Die typischen visuelle Mittel des Film Noir - Licht/Schatten, Hell/Dunkel - kommen hier perfekt zum Einsatz, und wer den Film einmal gesehen hat, wird seiner Faszination nicht erliegen können - geschweige denn gut schlafen können. Bezieht der Film sein wohldosiertes Grauen nicht aus plumpen Schockeffekten und Blut- und Schleimorgien - neuzeitliche Popcorn-Movies die ständig vorgeben, wie 'cool' sie doch sind haben unsere Augen in den letzten jahren genügend beleidigt - sondern läßt Geschichte, Gedanken und Bilder im Kopf entstehen, die fesselnder und umbarnherziger sind als jede 'gefilmte' Wahrheit.
Der typisch expressionistische Stil - filmisch eingesetzt zum Einfangen der 'Bedrohung', die Anfang der dreißiger Jahre in der Erscheinungsform des Nationalsozialismus herankeimte, ist gleichzeitig auch eine Warnung, die auch heute noch Gültigkeit hat. Fritz Lang hat einen epochalen, zeitlosen Kriminalfilm geschaffen, der über das Genre des eigentlichen Kriminalsfilm weit hinausreicht. Der Film ist ein historischer Spiegel dessen, was in der 30ern im Heranwachsen war und wenige Jahre explodioerte. Kontrolle, Macht, Haß, Verbrechen - all das liegt zueinander näher, als es scheint. Im Expressionismus liegen Ordnung und Chaos eng zusammen, in Langs 30er Filmen werden sie in eins gesetzt, Ordnung und Chaos sind dasselbe und darin liegt die Bedrohung.
Wer "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" gesehen hat, wird diesen Film als Referenz für viele andere Produktionen sehen müssen.
In einer Glanzrolle: Peter Lorre - er spielt einfach teuflisch gut, schon nahezu beängstigend 'gut'.
Noch ein paar Anmerkungen zur DVD selbst: Der Film wird hier in seiner ursprünglichen Fassung - er wurde später, u.a. von den Nazis, zensuriert und gekürzt - präsentiert, es sind somit all jene Teile enthalten, die man nie zuvor auf Kassette oder TV-Ausstrahlung gesehen hat. Darüberhinaus wurde der Film komplett neu abgetastet, von Staub und Kratzern befreit und präsentiert sich somit wie am Tag seiner Entstehung.
Wer diesen Film nicht hat, darf sich nicht 'Cineast' nennen.
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