Den vor einem Jahr erschienenen Roman "Barfuß" von Elin Hilderbrand habe ich als ein herzerwärmendes Sommerbuch mit Tiefgang in Erinnerung, so daß ich blindlings ihren neu herausgegebenen Roman "Eine Sommeraffäre" gekauft habe. Leider erkennt man die Handschrift der Autorin darin nicht sofort wieder, somit bleibt die Neuerscheinung trotz einiger schöner Redewendungen weit hinter "Barfuß" zurück.
Der Roman dreht sich um Claire und ihr Leben. Claire hat vier Kinder nebst einem hübschen Mann und läßt sich von dem eher unaufregenden, ebenfalls verheirateten Lock überreden, eine alljährlich stattfindende Wohltätigkeitsgala mitzuorganisieren. Dabei beginnt Claire eine Affäre mit ihm. Diese bringt ihr bisheriges Leben völlig aus dem Gleichgewicht, stellt Alles in Frage und bedarf einiger Kraftanstrengung, die Balance wiederzufinden.
Normalerweise sollte man als Leser nicht Gast einer Geschichte sein, sondern Gefangener einer Handlung. Dies passiert leider nicht, wenn man Claire auf ihrem Weg begleitet. Ich habe die Romanze von außen betrachtet und die handelnden Personen blieben für mich an der Oberfläche. Es handelt sich um einen unkomplizierten Roman, in dem atemlose Augenblicke fehlen, dafür aber viele Handlungen wie Treibgut des Alltagslebens darin vorkommen.
Leicht zu lesen, dahinplätschernd erzählt, wird die Geschichte im Laufe des Lesens besser. Aber da ich selbst für meine Rezension zu wenig Attribute finde, um das Buch umfassend zu beschreiben, reicht es in meinen Augen nicht für eine sommerliche Leseempfehlung.