Zunächst war ich gefesselt vom Klappentext und begann voller Spannung zu lesen. Adoption, Familienstreitigkeiten, starke Gefühle. Doch spätestens nach einem Drittel des Buches plätschert alles dahin. Man kennt die Ansichten beider Seiten und bezieht klar Position für die Guten und gegen die vermeintlich Bösen. Alles ist sehr amerikanisch, weshalb man sich auch nur schwer mit den gerichtlichen Verfahrensvorschriften identifizieren kann. Kapitellange Beschreibungen über die Liebe zu einem Baby, das der Onkel nicht adoptieren darf, weil er nicht blutsverwandt ist. Das Ende kommt ebenso abrupt wie überraschend. Ohne Übergang endet das Buch mit einer Rückschau in Form eines Tagebucheintrags des betroffenden Kindes. Wie alles dann so gekommen war, wird dem Leser nicht erzählt.