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Eine Reise mit Alice
 
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Eine Reise mit Alice [Taschenbuch]

Diane Broeckhoven , Isabel Hessel
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: rororo (1. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499247712
  • ISBN-13: 978-3499247712
  • Originaltitel: Reiskoorts. Verhaal voor onderweg
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 368.810 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Diane Broeckhoven
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wiedersehen mit einer alten Freundin Nach dem Tod ihres Mannes versucht Alice ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. Dabei stellt die alte Dame fest, dass es sie an Orte der gemeinsamen Vergangenheit zieht – oder dorthin, wo sie am Ende gar nicht bleiben will. Nicht nur all jene, die „Ein Tag mit Herrn Jules“ liebten, werden „Eine Reise mit Alice“ ins Herz schließen. „Wunderbar lebendig und gleichzeitig sensibel“ (Neue Ruhr Zeitung)

Über den Autor

Diane Broeckhoven, 1946 in Antwerpen geboren, lebt nach dreißig Jahren in den Niederlanden wieder in ihrer Geburtsstadt. Sie hat rund zwanzig Jugendbücher veröffentlicht, für die sie mit bedeutenden Literaturpreisen ausgezeichnet wurde.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nach der wunderbaren Vorgeschichte mit dem Titel: ein Tag mit Herrn Jules, wird hier die Fortsetzung erzählt.

Im ersten Büchlein war Herr Jules morgens tot in seinem Sessel sitzend gefunden worden.
Nun hören wir einige Episoden aus dem Leben seiner Witwe Alice.

Hier berichtet D. B. über kurze Begebenheiten und eher Ausflüge als Reisen, die Alice nach dem Tod von Herrn Jules unternommen hat.
Nach Paris fährt sie, um den Spuren der Vergangenheit mit Jules nachzugehen. In Ostende wohnt ihre Schwester; in Antwerben lebt sie selbst, und eine Freundin will sie vergeblich überreden, mit nach Benidorm zu fahren.
Die Freundin, die Schwester, eine Nachbarin,--sie alle meinen es gut mit ihr.

Alice hat sich ihr Leben lang nach Jules richten müssen und hat unter seinem Eigensinn und seiner Rechthaberei gelitten. Jetzt fehlt er ihr und sogar seine Eigenheiten, an die sie sich in einem langen gemeinsamen Leben gewöhnt hatte.

Der Reiz dieser Geschichte besteht in der vorzüglichen Beobachtung eines langsam zu Ende gehenden Lebens.
Die Decke, die über die Beine gezogen wird, die Beschwerlichkeit, sich aufzusetzen und die Beine zu bewegen, das Nickerchen zu jeder Tageszeit, während der Tag verläuft.......
Da wird über die Unbequemlichkeit berichtet, die alte Menschen bei einem Ortswechsel empfinden.
Die Eigenheiten, die man in einem langen Leben entwickelt hat, und mit denen man sich nicht mehr an andere Menschen und deren Wünsche gewöhnen möchte, werden thematisiert. Auch der Eigensinn und die Selbstsucht, mit der man andere behelligt und sich einzelne behelligt fühlen, erfährt eine wunderbare Darstellung.
Das Wärmebedürfnis, das stetige Gleichmaß des täglichen Einerleis, die Träume über Vergangenes, die Anstrengung einer Fahrt mit der Trambahn: Diane Broeckhoven ist eine ausgezeichnete Beobachterin all der Kleinigkeiten, die das Leben alternder Menschen kennzeichnet.
Dabei schreibt sie voller Wärme und Verständnis, so dass man unweigerlich mit Achtung vor diesem Menschen in der letzten Lebensphase steht.

Eine vorzügliche und bestens zu empfehlende Altersstudie hat Diane Broeckhoven mit dieser kleinen humorvoll geschriebenen und leicht zu lesenden Geschichte geschrieben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Alle die Menschen, die das wunderbare Buch "Ein Tag mit Herrn Jules" gelesen haben, werden sich über das Wiedersehen mit Alice freuen. Diese bewundernswerte Frau, die im letzten Buch einen ganzen Tag neben ihrem soeben gestorbenen Mann sitzt und ihm von ihren Erinnerungen erzählt und damit seinen Tod zu bewältigen versucht, ist nun, ein Jahr später, allein.

Die Geschichten des Buches erzählen von Reisen mit Alice, die sie entweder selbst unternimmt oder zu denen sie von Menschen eingeladen und mit genommen wird, die ihr helfen wollen, ihren einsamen Alltag etwas zu erhellen. Doch egal wo sie hinkommt, ob nach Paris oder nach Ostende, überall begegnet sie ihrer eigenen und ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit Jules. Sie versucht alles, was ihr auf ihren Reisen begegnet, offen zu sehen, übt sich auch durchaus in Ironie und Humor, aber schlussendlich wünscht sie sich doch immer wieder schnell nach Hause. Die Sehnsucht nach Jules reißt sie schier auseinander.

Als sie noch zusammen lebten, hat sie seine Rechthaberei oft verflucht, doch mittlerweile sehnt sie sich nach ihr. Sie beharrt auch als Witwe auf einem gemeinsamen Leben mit ihrem Mann.

Alice letzte Reise ins "Niemandsland" beschreibt Diane Broeckhoven mit besonders poetischen Worten:

"Verdunsten will ich.
Verwässern.
Wie neblige Tropfen Fieberschweiß
Herabfallen auf meinen Rücken.
Flüssig werden
und in der gläsernen Wasserpfütze
meine Seele sich widerspiegeln sehen.

Eine Frau in Weiß,
die Linda heißt
und manchmal auch Lena,
legt mir ein Handtuch
um die Schultern
und hüllt mich ein.

Ihre Hand kreist
Zwischen meinen Flügeln,
Sie summt Worte in mein Haar.
Ihr Atem breitet sich aus
Unter meiner viel zu weiten Haut.

Weg will ich
Weit weg.
Auf die Reise.
Wo ist die Welt geblieben?
Wo ist die Grenze ?"

Ein wunderbares, sensibles und zartes Buch über das Alter und seine Würde. Eine Hommage an die Liebe, die den Tod übersteht und mit hinübergeht über die Grenze, von wo noch keiner berichten konnte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bookmark
Format:Gebundene Ausgabe
'Eine Reise mit Alice' ist eine glänzende Fortsetzung von 'Ein Tag mit Herrn Jules', so viel sei vorab gesagt. Diane Broeckhovens zurückhaltender Erzählstil, der schon 'Ein Tag mit Herrn Jules' zu einem Kleinod werden ließ, wird im vorliegenden Roman nahtlos fortgesetzt.

Es ist eine wunderbar unaufgeregte Geschichte über das Leben einer alten Frau nach dem Tod ihres Ehemannes. Nun alleinstehend, sieht sich Alice den Herausforderungen des Alltags ausgesetzt, Entscheidungen allein zu fällen, ihr Leben allein zu meistern. Diese neue Freiheit empfindet sie zunächst als Leere. Alice ist jedoch nicht weltfremd, sondern steht mit beiden, wenn auch schon wacklig gewordenen, Beinen im Leben. Doch sie vermisst die Routinen des Ehe-Alltages, die über Jahrzehnte hinweg die Fixpunkte ihres Lebens waren, selbst wenn sie oft nur aus den Regeln oder Eskapaden ihres Partners bestanden. Dies ist nur scheinbar ein Widerspruch. Diese Routinen waren stets der ordnende Faktor ihres Alltags gewesen, und sie sehnt sich hin und wieder nach der alten Ordnung zurück.

Erst nach und nach nimmt sie sich selbst an die Hand und versteht es, ihre objektiven Niederlagen in persönliche Erfolge umzuwandeln. Es sind mutige und gleichzeitig rührende Bemühungen mit den Unbilden des Altwerdens und des Alleinseins fertig zu werden. Mit unterschwelligem, trotzigem Humor versucht Alice sich freizuschwimmen von der Vereinnahmung durch ihre jüngere und dominante Schwester, von der Bevormundung durch die ebenfalls verwitwete Nachbarin und sich so ihre kleinen Freiheiten im Alltag zu schaffen.

Die Geschichte wird einfühlsam, ohne Pathos in verschiedenen Etappen, verschiedenen Orten gleich, erzählt. In klarer und dichter Form wird berichtet über Selbstüberwindung, Selbstfindung und über die kleinen Freuden und Erfolge, die mit diesen grundlegenden Veränderungen im Leben einhergehen.

Die Geschichte um Alice steht für sich, trotzdem würde ich empfehlen, vorab 'Ein Tag mit Herrn Jules' zu lesen. Nicht nur weil es sinnvoll ist, die Vorgeschichte zu kennen, sondern auch weil 'Ein Tag mit Herrn Jules' ebenfalls ein wundervolles Buch ist.
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