Ein Wintersport-Ort. Die unglücklich verheiratete Karin ist hier hergekommen, um ein letztes Abenteuer mit dem Snowboardlehrer zu haben. Der Journalist Paul ist auf Pressereise - und außerdem ständig auf der Flucht vor sich selbst. Als ein Reisejournalist, ein Kollege von Paul, in seinem Hotelzimmer gestorben ist, halten die beiden bei der Leiche die Totenwache, bis der Notarzt kommt. Dieser wird jedoch von starkem Schneefall verhindert.
Während dieser Nacht der Totenwache erzählen Paul und Karin einander von ihrem Leben, obwohl sie eigentlich zwei Wildfremde sind. Sie sprechen über Liebe, Zweckbeziehungen und begrabene Ideale, gestehen sich ihre Ängste und Träume.
Der Roman ist sehr stimmungsvoll und entfaltet seine Kraft leise, jedoch mit Nachdruck. Die Begegnung zwischen Paul und Karin ist von großer Intensität und ihre Gespräche regen zum Nachdenken über das eigene Leben an.
Verena Carl fordert mit ihrem Roman den Leser auf, seine Träume zu leben - hier und jetzt!