Genau so wie im Buch beschrieben, fühlt sich ein Adoptivkind, wenn es von anderen erfährt, dass es nicht bei den leiblichen Eltern aufgewachsen ist. Der Zwiespalt, der sich in diesem Moment auftut, wird in diesem Buch deutlich.
Unverantwortlich finde ich es, dass die Herkunftsmutter einfach so vor der Tür steht und die Auffassung vertritt: Hier bin ich, ich habe eine Wohnung in der Nähe und Du dort auch schon ein Zimmer. Und das alles genau zum Zeitpunkt der Pubertät (Nina ist 14). Sicherlich kann man den Adoptiveltern den Vorwurf machen Nina nicht eher darüber aufgeklärt zu haben, aber die Art und Weise wie ihre Herkunftsmutter in ihr Leben tritt, verdeutlicht dass sie nicht im Sinne des Kindes handelt.
Ich kann Nina`s Reaktionen sehr gut nachvollziehen. Sie fühlt wie eine Scheinwelt zusammenbricht und weiß nicht mehr, wem sie überhaupt noch etwas glauben soll.
Ein Buch, welches meiner Meinung nach Adoptiveltern und Herkunftsmütter eher lesen sollten (eigentlich müssten), als die Adoptivkinder.