Eine Moschee in Deutschland und über 1 Million weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle . Erfahren Sie mehr


oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 1,50 eintauschen?
Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen
 
 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Eine Moschee in Deutschland auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen [Gebundene Ausgabe]

Stefan Meining
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 3 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition EUR 15,99  
Gebundene Ausgabe EUR 19,95  
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 1,50 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Wird oft zusammen gekauft

Eine Moschee in Deutschland: Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen + Die vierte Moschee: Nazis, CIA und der islamische Fundamentalismus + Mein Bericht an die Welt: Geschichte eines Staates im Untergrund
Preis für alle drei: EUR 70,90

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Die vierte Moschee: Nazis, CIA und der islamische Fundamentalismus EUR 22,95

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung. Details

  • Mein Bericht an die Welt: Geschichte eines Staates im Untergrund EUR 28,00

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung. Details



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 311 Seiten
  • Verlag: Beck Verlag; Auflage: 1 (3. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406614116
  • ISBN-13: 978-3406614118
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 290.960 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Stefan Meining
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Stefan Meining auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Stefan Meining deckt auf, wie aus alten Waffenbrüderschaften zwischen antisowjetischen Muslimen und Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg in München die erste Keimzelle des politischen Islam im Westen entstand. Bis heute laufen in einer Münchner Moschee die Fäden des westlichen Islamismus zusammen - eine atemberaubende Recherche.
Und eine unglaubliche Geschichte: Ausgediente NS-Bürokraten, Vertriebenenfunktionäre, Geheimdienstler und andere Kalte Krieger päppeln in den fünfziger Jahren in München die Keimzelle des politischen Islam im Westen auf. Muslime, die im Dienst der Wehrmacht und der SS im Zweiten Weltkrieg gegen die Sowjetunion gekämpft haben, sollen nun für Unruhe in den islamischen Sowjetrepubliken sorgen. Aber die Münchner Muslime haben mit dem Kalten Krieg nichts im Sinn: Sie werden zur wichtigsten Filiale von Anhängern der Muslimbruderschaften im Westen und zur Schaltzentrale eines globalen Netzwerkes. Seit Jahrzehnten stehen immer wieder Personen aus diesem Netzwerk unter Terrorverdacht - bis hin zu den Anschlägen vom 11. September. In der islamischen Welt weiß man längst, welche Bedeutung die Moschee in München hat. Meinings aufrüttelndes Buch sagt es nun auch dem Westen.

Über den Autor

Stefan Meining, Dr. phil., geb. 1964, ist Redakteur des ARD-Politmagazins Report München beim Bayerischen Rundfunk. Sein ARD-Dokumentarfilm über die Hintergründe der Moschee in München hat großes Aufsehen erregt.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(1)

 

Kundenrezensionen

3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch deckt auf. Es erzählt eine atemberaubende Geschichte die seit Jahrzehnten mitten in Deutschland und auch außerhalb spielt. Mit Hilfe dessen was wir Freiheit nennen, haben sieben Muslime 1960 in einem Münchner Restaurant die "Isalmische Gemeinschaft in Deutschland" gegründet.

Das dies der Beginn einer Erfolgsgeschichte für die Muslime war, konnten die Sieben damals nicht wissen. Heute ist eben diese Gemeinde die einflussreichste Organisation des politischen Islam arabischer Prägung in Westeuropa.

Inzwischen hat sich die Einstellung zu Muslimen und dem Islam grundlegend verändert. Bomben sind gefallen, Attentate brachten Leid auf beiden Seiten und wir im Westen wissen sehr wenig über die Anfänge des politischen Islam hier in unserem eigenen Land. Dem Redakteur des ARD - Politmagazins Report München ist mit seinem vorliegenden Buch eine beinahe wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte gelungen.

Die politische Brisanz die von diesem Thema ausgeht, wird bereits bei einem Blick auf das Inhaltsverzeichnis sehr deutlich.

Halbmond und Hakenkreuz: Die Wurzeln des deutschen Islam

Operationsbasis München: Muslime als Werkzeuge der CIA im Kalten Krieg

Die Rückkehr der alten Herren: Die geheime Islam - Politik der BRD

Grüne Revolutionäre an der Isar: Das Islamische Zentrum in München

Verkannte Herausforderungen: Der politische Islam auf dem Vormarsch

Verdächtigungen und Polizeiaktionen

Stefan Meining holt weit aus, aber dies muss er auch, damit wir heute verstehen warum unser angespanntes Verhältnis zum Islam so ist, wie es sich derzeit darstellt. Soviele geschichtliche Neuigkeiten wie in diesem Buch sind mir lange nicht begegnet. Viele Leser werden sich fragen, warum so vieles bislang vom Mantel der Verschwiegenheit überdeckt wurde. Mir drängte sich beim Lesen des Buches immer wieder die Frage auf: Wenn alle hier benannten Fakten längst bekannt gewesen wären, wie hätte dann heute die Realität des Zusammenlebens mit den Muslimen aussehen können?

"... ohne die Aufhellung der Vergangenheit kann der politische Islam der Gegenwart nicht erklärt und erst recht nicht verstanden werden." sagt der Autor. Daraus ergibt sich für uns heute die Pflicht uns der Vergangenheit zu stellen, auch kritisch nachzufragen, was deutsche Politiker bereits vor Jahrzehnten alles in unserem Namen sagten. Wem heute an einem friedlichen Zusammenleben mit den Muslimen liegt, der muss dieses Buch lesen, um die Wurzeln unserer Beziehungen kennenzulernen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spektakuläres Buch 9. Februar 2011
Von S. Evers
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe vor allem die ersten zwei Drittel von Stefan Meinings Buch mit angehaltenem Atem gelesen. Er beschreibt sehr gut und genau, wie die Nazis zentralasiatische Muslime für ihren Krieg angeheuert haben und wie nach dem Zweiten Weltkrieg diese Muslime um München herum konzentriet wurden. Dann hat der westdeutsche Staat eine muslimische Gemeinde und einen Moscheebau in München gepäppelt, wollte sich im Grunde wie Schäuble heute einen kirchenähnlichen Ansprechpartner bei den Muslimen schaffen. Überraschend für mich: Das Personal war auf deutscher wie muslimischer Seite teilweise noch genau das gleiche wie zu Nazi-Zeiten. Die alten Seilschaften funktionierten weiter und werden von Meining wunderbar aufgedröselt. Und dann passierte es: Die fundamentalistische ägyptische Muslimbruderschaft unterwanderte die Münchner Moscheegemeinde - und wurde dann ihrerseits vom deutschen Staat gepäppelt. So begann der Islamismus in Deutschland und Europa von München aus - staatlich unterstützt.
Man merkt, dass Meining ein erfahrener investigativer Journalist ist. Er ist detektivisch vielen Spuren nachgegangen, schreibt sehr spannend und hat Bildmaterial aufgetrieben, das man so noch nicht gesehen hat. Manchen mag der Stil stellenweise zu journalistisch sein, aber so entfaltet das Buch immerhin einen Sog.
Das letzte Drittel ist in meinen Augen nicht mehr ganz so spannend, obwohl es um die gegenwärtigen Islamisten in Deutschland und ihre Verbindung zu den Anschlägen vom 11. September geht. Aber das ist irgendwie schon wieder eine andere Geschichte, über die vielleicht einmal ein eigenes Buch geschrieben werden müsste. Trotzdem: Auch diesen Teil sollte unbedingt jeder zur Kenntnis nehmen, der die Wahrheit über den Islam in Deutschland erfahren will.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Islamismus von nebenan 7. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Islamismus von nebenan
Die Fäden des westlichen Islamismus laufen in einer Münchener Moschee zusammen. Diese steile These stellt Stefan Meining, Fernsehjournalist des "Bayerischen Rundfunks", in seinem Buch "Eine Moschee in Deutschland" auf. Pro hat sich das Buch, das im "Dritten Reich" beginnt und beim Kopftuchstreit unserer Tage endet, kritisch angesehen.

Zwölf Jahre hat der Redakteur des ARD-Politmagazins "Report München" zur Moschee in München-Freimann recherchiert, aus der die "Islamische Gemeinschaft in Deutschland" (IGD) hervorgeging. Meining greift dabei weit in die Vergangenheit zurück. Das muss er auch. Denn die Geschichte beginnt im Zweiten Weltkrieg, als sich die deutsche Wehrmacht in der Schlussphase des Krieges den Islam im Kampf gegen die Sow­jetunion zunutze machte. Schon 1941 wurde eine Sondereinheit der Wehrmacht gegründet, in der Deutsche und Kaukasier gemeinsam im bayerischen Mittenwald als Gebirgsjäger ausgebildet wurden. Darunter waren viele "Mohammedaner". Heinrich Himmler ordnete im Herbst 1943 die Aufstellung des "Ers­ten Ostmuselmanischen SS-Regiments" an. "Nicht Missionare aus den Wüsten Arabiens, sondern Muslime aus der Sowjet­union verankerten den Islam in Deutschland", schreibt Mei­ning. Die Freiwilligen blieben jedoch in den Augen der Nazis "Untermenschen", die später wie alle anderen beherrscht werden mussten.

Schlüsselperson war der polyglotte Professor Gerhard von Mende. Er bekam von den Nazis das "Kaukasus-Referat" zugeteilt und wurde Leiter der Abteilung "Fremde Völker". Als der Krieg zu Ende war, machte er dort weiter, wo er aufgehört hatte: Der englische Geheimdienst rekrutierte von Mende im Kampf gegen den Kommunismus. Gemeinsam mit dem Bundesnachrichtendienst entwickelte er einen Plan zum Bau einer Moschee in München, um mit der islamischen Welt eine Verbindung zu schaffen. Dort lebten im Jahr 1955 vermutlich die meisten der rund eintausend Muslime im Land. Viele Gründungsmitglieder der Moschee waren ehemalige Kämpfer von Hitlers Freiwilligenverbänden. Die Amerikaner starteten das Projekt "Amerikanisches Komitee für die Befreiung vom Bolschewismus (AMCOMLIB). München hatte sich zum Zentrum amerikanischer psychologischer Kriegsführung gegen die Sowjetunion entwickelt. Auch AMCOMBLIB suchte sich Gerhard von Mende als Experten aus.

Einer der ersten wichtigen Funktionäre der Moschee war der in Ägypten geborene Said Ramadan, Generalsekretär des Islamischen Weltkongresses und einer der wichtigsten Anführer der "Muslimbruderschaft". Deren Hauptmerkmal ist eine tiefe Feindschaft gegenüber Israel. Ramadan, der die erste Niederlassung der Muslimbrüder in Jerusalem gründete, war 1958 als Student in die Münchener Gemeinde gekommen. Und niemand Geringeres als der libysche General Muamar al-Gaddafi trug mit 1,6 Millionen DM den größten Teil für die Errichtung der Moschee bei. Insgesamt beteiligten sich vierzehn islamische Länder an den Kosten.

Für den "Staatssicherheitsdienst" der DDR stand damals fest: Die Münchener Moschee bildet einen Stützpunkt der "arabischen Terror-Organisation der Muslimbruderschaft". Meining analysiert: "Die Vorstellung, dass die Bundesrepublik Deutschland als Rückzugs- oder Aktionsgebiet einer weltweit aktiven Organisation des politischen Islam diente, passte nicht in die Vorstellungswelt einer Republik, die in den deutschen Muslimen lediglich 'Gastarbeiter' sah, die das Land irgendwann einmal wieder verlassen würden." Im Kapitel "München als Schaltstelle" spricht der Autor von einer Islamisierung Europas, die "still und heimlich" vonstatten ging.

"Muslime müssen kämpfen"

Doch an manchen Stellen wünscht sich der kritische Leser noch konkretere Hinweise auf die Zusammenhänge zwischen der Münchener Moschee und dem internationalen Islamismus. So lebte etwa einer der Attentäter des Anschlags auf die Tiefgarage des New Yorker World Trade Centers vom 26. Februar 1993 namens Mahmud Abuhalima eine zeitlang in München. Er unterhielt dabei auch Kontakte zum Islamischen Zentrum in der Wallnerstraße. Und ein pakistanischer Islamgelehrter namens Kurshid Ahmad gehörte zum Führungskreis der Partei "Jamaat-e-Islami", einem Sammelbecken für Islamisten. Bei einer Generalversammlung der "Islamischen Gemeinschaft" im Jahr 1982 wurde Ahmad "in den geschäftsführenden Ausschuss" der Gemeinschaft berufen. Meining fügt allerdings hinzu: "Ob Kurshid Ahmad in München an einer Sitzung teilnahm oder sich am Leben der Gemeinschaft beteiligte, ist unbekannt."

Ein weiterer Muslim, der als junger Student nach München kam, war Ghaleb Himmat. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 setzen ihn die Vereinten Nationen für mehrere Jahre auf eine Liste von Personen, die im Verdacht standen, Osama Bin Ladens Terrornetzwerk Al-Qaida zu unterstützen, schreibt Meining. Nur: Wie war das Ergebnis? Dazu schweigt das Buch. An anderer Stelle heißt es, Himmat, der Präsident der aus der "Moscheebaukommission" in München hervorgegangenen Islamischen Gemeinschaft in Deutschland war, sei Geschäftsführer und einer der Gründer der 1988 gegründeten Firma al-Taqwa gewesen. Der Firma wurde vorgeworfen, Al-Qaida unterstützt zu haben. Allerdings stellte die schweizerische Bundesanwaltschaft das Strafverfahren 2005 gegen ihn ein.

Jeder Autor muss sich davor hüten, in ein Extrem zu fallen und etwa in jedem Funktionsträger des Islam einen Grund zur Sorge zu sehen. Sicherlich zeigt Meining viele wichtige Verbindungen auf. So sind auch manche Texte der in München herausgegebenen Zeitung "Al-Islam" besorgniserregend. Sie proklamiere einen "Allmachtsanspruch des Islam" sowie das Recht, die Ehefrau zu schlagen. Ayyub Axel Köhler, prominenter deutscher Konvertit, bekannte in einer Ausgabe offen, die Demokratie sei dem Islam fremd. Auch der vom Katholizismus konvertierte Harry Harun Behr, der laut Meining "zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Islam in Deutschland" zählt und Professor für Islamische Religionslehre an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ist, verkündete 1989 in einem Vortrag: Den Muslimen ist befohlen, zu kämpfen, bis sich die Ungläubigen zum Koran bekehren. Eben jener Harun Behr legte das erste Schulbuch für Islamunterricht vor. Er war neben anderen Gründungsmitglied des Münchener "Vereins zur Förderung muslimischer Kinder und Jugendlicher".

Wenn ein muslimischer Funktionsträger dementiert, etwas mit der "Muslimbruderschaft" zu tun zu haben, ist es gefährlich, wenn Meining eben dieses Dementi wiederum wie eine Bestätigung des Verdachts aussehen lässt. Der Journalist beschreibt großangelegte Untersuchungen der Polizei sowie "Spezialkommandos" im Morgengrauen, lässt aber deren Ergebnisse fast unter den Tisch fallen. Erst zwei Seiten später klärt er auf: Die Ermittlungen wurden eingestellt. Dennoch erinnert Meining richtig: "Laut dem vom Bundesinnenministerium herausgegebenen Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2009 ist die Islamische Gemeinschaft die mitgliederstärkste Organisation von Anhängern der 'Muslimbruderschaft' in Deutschland."

"Nicht jeder betende Moslem ist verdächtig"

Im "Deutschlandradio" machte der Autor klar, dass er sich der Gefahren bewusst ist: "Es ist immer unglaublich schwierig, wenn man Verbindungen von einzelnen Personen, beispielsweise eben zur Islamischen Gemeinschaft in Deutschland oder zur Milli-Görüs-Bewegung, festmacht. Inwiefern haben sie etwas mit der Gesamtorganisation zu tun?" Es sei "völlig absurd", jeden zu verdächtigen, der zum Beten in das Islamische Zentrum in München gehe.

Gegenüber pro sagte der Autor: "Es gibt keinerlei rechtsstaatliche Urteile, die für die Vergangenheit eine Verbindung deutscher Muslime oder gar islamischer Organisationen zum internationalen Terrorismus dokumentieren. Sehr wohl gab es jedoch nach 2001 einige Fälle, in denen sich meist junge Muslime, die teilweise lange Jahre in Deutschland lebten, terroristischen Gruppierungen anschlossen. Unter dieser kleinen radikalen Gruppe befinden sich auch deutsche Staatsbürger, die allen Anschein nach in der Bundesrepublik zum Islam konvertierten. Die Gefahr, die von diesen jungen Männern ausgeht, ist keinesfalls zu unterschätzen."

Der Journalist hat ein wertvolles Buch zur Entstehung des politischen Islam in Europa geliefert. Vor allem die Recherchearbeit über ein vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkrieges, die muslimischen Freiwilligenverbände der Nationalsozialisten und die daraus hervorgehenden ersten wichtigen Islam-Funktionäre der jungen BRD machen Meinings Buch interessant. Anhand des Beispiels der Münchener Moschee kann man sehen, wie nah der Islamismus uns oft ist, ohne dass wir es wissen. (pro)

Stefan Meining, "Eine Moschee in Deutschland. Nazis, Geheimdienste und der Aufstieg des politischen Islam im Westen", Verlag C.H. Beck, 316 Seiten, 19,95 Euro, ISBN 978-3-406-61411-8
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de