Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Eine Messe für die Stadt Arras
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Eine Messe für die Stadt Arras [Gebundene Ausgabe]

Andrzej Szczypiorski , Karin Wolff
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 9,90  

Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257057113
  • ISBN-13: 978-3257057119
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 562.828 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Andrzej Szczypiorski
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Andrzej Szczypiorski auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ketzerprozesse, Hexenjagden, Judenverfolgungen und die Inquisition - ein Geschichtsroman und eine aufrüttelnde, zeitlose Studie über Massenwahn und den Zerfall einer Gesellschaft. Wenngleich es der Roman 'Die schöne Frau Seidenman' war, der Szczypiorski - quasi über Nacht - weltberühmt machte, halten doch viele 'Eine Messe für die Stadt Arras' für das Hauptwerk dieses großen Homme de lettres, der mit Leben und Werk einen bedeutenden Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Ost und West geleistet hat.

Über den Autor

Andrzej Szczypiorski, geboren 1928 in Warschau, nach der Teilnahme am Aufstand dieser Stadt 1944 im KZ, 1981 interniert, Mitglied des Vorstandes des polnischen PEN-Clubs. Der Autor verstarb 2000 in Warschau.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Jahre 1458 kam es in der Stadt Arras zur berühmten Vauderie d´Arras", einem blutrünstigen Taumel von Judenverfolgungen, Hexenverbrennungen und wahllosen Hinrichtungen, die erst nach der Intervention des Fürstbischofs von Utrecht beendet wurde. Diese historisch verbürgte Episode aus der blutrünstig-skurrilen Geschichte des späten Mittelalters nutzt Andrzej Szczypiorski als Bühnenbild für die Entfaltung einer spannenden und zeitlosen Parabel totalitärer Herrschaft mit all ihren typischen Zutaten aus Verlogenheit, Herrschsucht, Gleichheit und Fanatismus, wie sie in ihrer Grundstruktur in den unterschiedlichen Epochen der Geschichte nachweisbar ist.

Erzählt wird die Geschichte Eine Messe für die Stadt Arras" im Rückblick von dem Geistlichen Jean, der als jugendlicher Freund des Fürstbischofs David von Gent nach Arras kommt, wo den Totentanz der Stadt Arras aus nächster Nähe mit erlebt. Es beginnt damit, dass die Standesunterscheide eingeebnet werden und dass die einfachen und tumben Gemüter im Rat den Einfluss der Aristokratie zurückdrängen, so dass der fanatische Prediger Albert die absolute Macht erringt. Sein Ziel ist die absolute Läuterung der Seelen zugunsten des ewigen Lebens, was er dadurch zu erreichen sucht, dass er seinen Mitbürgern Fegefeuer und Hölle schon im Deisseits bereitet. In diesem durchgeknallten Hochdruckgebiet des religiös-politischen Fanatismus kommen zuerst die Juden unter die Räder. Ihre Häuser am Westtor der Stadt werden angezündet, ihre Gemeindevorsteher auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Dann sind die Vornehmen der Stadt an der Reihe, die sich der allgemeinen Verhexung widersetzen und das Regiment des fanatischen Predigers bekämpfen. Schließlich werden von den Exponenten des Mob, die unter der Regie des Predigers den Stadtrat dominieren, alte Rechnungen beglichen, Raubzüge und Enteignungen oder einfach nur Lustmorde durchgeführt, ehe es am Ende auch den zögerlichen Jean, den Vertrauten des Predigers, trifft. Im Kerker wartet er auf seine Hinrichtung und wird nur durch den Einmarsch des Fürstbischofs von Utrecht, vor dem Tod gerettet. Noch am gleichen Tag, als die Truppen des Fürstbischofs dem Spuk ein Ende bereiten, stirbt der widerliche Prediger an der Wassersucht, am nächsten Tag feiert der Bischof Eine Messe für die Stadt Arras", in der alles vergeben und vergesssen wird.

Auch wenn das Ende des Romans in seiner vertrackten Logik nicht jeden überzeugen mag, ist das Buch ein sprachlicher und kompositorischer Genuss. Auf noch nicht einmal zweihundert Seiten treten uns Archetypen entgegen, die man in unterschiedlichsten Gestalten aus der Geschichte kennt. Unkverkennbar erinnert die Gestalt des schrecklichen Predigers Albert an Jan Bockelson oder noch plastischer an Stalin, ebenso deutlich ist der Edelmann de Saxe, der lieber Unrecht leidet, als Unrecht zu tun, Sokrates nachgebildet. Auch die Demokratie kommt schlecht weg, ist sie in ihrer missratenen Variante als Pöbelherrschaft doch nur der Humus, auf dem die Tyrannei erwächst. Am sympathischsten ist noch der völlig korrupte und verweltlichte Fürstbischof, der um seine eigenen und die Schwächen der Menschen weiß und hilft wo er kann, richtet, wo er muss und niemanden verändern will. Nur um den Erzähler Jean muss man sich Sorgen machen, so wie er die Abläufe den Ratsherren von Brügge berichtet, scheint er nur allzu bereit zu sein für die nächste Verhexung.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Etwas langatmiger Bericht 13. August 2010
Format:Taschenbuch
Ich finde, das Konzept des Romans trägt nicht unbedingt dazu bei, dass der Schrecken der Willkürherrschaft in der Stadt Arras für den Leser erfahrbar wird. Der Schrecken kommt nicht wirklich rüber. Das liegt zum einen an der distanzierten und immer wieder abschweifenden Erzählweise, zum anderen daran, dass es sich hier um den Bericht eines "Überlebenden" (der auch Täter war) der Säuberungen und Progrome handelt. Der Autor lässt diesen Davongekommenen vor einem Kommittee Bericht erstatten. Und so liest sich dieses Buch auch. Es gibt durchaus interessante Eindrücke in die menschliche Psyche - zum Beispiel die nicht neue Erkenntnis, dass man Untaten in dem Bewusstsein begehen kann, das absolut Richtige und Notwendige zu tun -, aber alles in allem hat mich das Buch ziemlich "kalt" gelassen und höchstens in meiner Überzeugung bestärkt, dass niemand Religion irgendeiner Art wirklich braucht.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Anonymus
Format:Taschenbuch
1458. Die nordfranzösische Stadt Arras wird wie so viele andere Städte und Dörfer zu jener Zeit von der Pest und einer damit einhergehenden Hungersnot heimgesucht. Die Bürger hungern, leiden und sterben. Eine Frau wird zum Tode verurteilt weil sie ihr Neugeborenes getötet und verspeist hat. Ein Jude wird nach einer Anhörung vor dem Großen Rat auf den Scheiterhaufen geschickt. Unbemerkt lösen sich menschliche Verhaltensmuster im Angesicht des Grauens auf. Geißlerzüge säumen die Straßen. Bald darauf atmet die Stadt auf - die Pest ist vorüber, das Grauen abgewendet.
Drei Jahre darauf kommt es in Arras zu Pogromen, Hexenverfolgungen, Prozessen wegen Häresie, Gewaltverbrechen und Brandschatzung. Der Volkszorn richtet sich gegen die Juden, gegen die Frauen, gegen die Reichen, am Ende sogar gegen einzelne Ratsmitglieder und damit gegen sich selbst. Kurze Zeit darauf erklärt David, der Bischof von Utrecht alle Vorkommnisse als ungeschehen und segnet die gute Stadt Arras.
Über den gesamten Zeitraum begleiten wir den Ich-Erzähler Jean, der im Rat der Stadt Arras sitzt und ein enger Vertrauter des Bischofs von Utrecht ist. Jean ist aber nicht unschuldig. Als Ratsmitglied ist auch er "Täter" - er stimmt auch etlichen Todesurteilen zu. Am Ende wird auch Jean wegen angeblicher Häresie verurteilt und wartet auf die Vollstreckung seines Todesurteils, welche im letzten Moment noch abgewendet wird.
Andrzej Szczypiorski hat einen Roman über das endende Mittelalter geschrieben - so düster und schockierend wie wir es aus Hieronymus Boschs Bildern kennen. Es ist ein Werk über Gewalt, Hass, Aberglauben, Angst, Politik, Ethik, Moral und Religion. Der Bezug der sogenannten "Vauderie d'Arras" zu den politischen Vorkommnissen im 20. Jahrhundert ist unverkennbar. Die Hauptfigur Jean regt zum Nachdenken an - Wie handelt man in schwierigen Situationen bzw. im Angesicht des Todes? Wie geht man mit Schuld um? Inwiefern dürfen und können wir hoffen und uns an einen Glauben klammern?
Andrzej Szczypiorskis Roman "Eine Messe für die Stadt Arras" ist eine große Parabel über die menschliche Natur und als solche zeitlos.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar