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Eine Liebe ohne Widerstand: Roman [Taschenbuch]

Gilles Rozier , Claudia Steinitz
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2005
Eine skandalöse Liebe zu Zeiten des Krieges: aus Gleichgültigkeit wird brennende Liebe zum Juden Herman im Kellerversteck. Mit der Stimme eines namenlosen Menschen berichtet uns Gilles Rozier von der Liebe zu den Büchern in der Sprache von Goethe und Goebbels, von der Liebe zum jüdischen Schneider aus Warschau im Kellerversteck und von der Liebe zwischen der Schwester und einem SS-Mann im Obergeschoss. Eine Liebe ohne Widerstand erzählt aus einer ostfranzösischen Provinzstadt während der deutschen Besatzung. Dem Juden Herman wird für zwei Jahre, drei Monate und zwanzig Tage die Haut gerettet, versteckt in einem Keller hinter der verborgenen Bibliothek mit den verbotenen deutschen Schriftstellern. „Eine Liebe ohne Widerstand" erzählt, wie zwei Menschen sich von ihrer Leidenschaft im Zeichen von Heinrich Heine und Thomas Mann nähren. Eine Liebe ohne Widerstand erzählt von zwei Menschen, die alles teilen, die sich liebenden Körper, die Worte und die Sprache – das Deutsche und das Jiddische, das der polnische Jude seinem Retter als Gegenleistung beibringt. „Eine Liebe ohne Widerstand" erzählt, mit beißender Schnörkellosigkeit von gewohnheitsblinden Antihelden, die zu überleben suchen, und wirft dabei Licht in die geheimsten Schlupfwinkel des Verlangens und in die Risse der menschlichen Seele.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 139 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442733804
  • ISBN-13: 978-3442733804
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.213.187 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Klappentext

"Systematisch schreibt Rozier gegen die Grenzziehungen zwischen den Sprachen, den Völkern und den Geschlechtern an. Systematisch unterläuft er die starren Fronten von Gut und Böse, Heroismus und Anpassertum, Liebe und Egoismus."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Ein gewagtes, grandioses Buch."
Playboy

"Dieser Roman über ein schwieriges Kapitel französischer Geschichte lässt einen so schnell nicht los."
Berliner Morgenpost


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Kundenrezensionen

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4.8 von 5 Sternen
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weder schwarz noch weiß 23. Juli 2004
Von Lucius
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Um es vorweg zu sagen: ich sah nach verschiedenen kleineren Signalen in der aus Ich-Perspektive erzählenden Person ziemlich schnell eine Frau und bin dabei geblieben.
Mit einem Abstand von sechzig Jahren berichtet also die Ich-Erzählerin, eine als Deutsch-Lehrerin tätige Französin, darüber, wie sie im besetzten Frankreich des 2. Weltkrieges einen Juden im Keller versteckt hält und mit ihm ein Verhältnis hat, während sich zwei Stockwerke höher ihre Schwester habituell und mit großer Inbrunst einem SS-Mann hingibt. Für die bisher ganz für die deutsche Sprache und Literatur lebende Erzählerin die wichtigste und intensivste Erfahrung ihres Lebens.
Die Erzählweise ist sachlich, direkt und bisweilen von unvermitteltem Zynismus. Doch der erste Eindruck trügt, das Buch besitzt eine emotionale Tiefe und Kraft, die erst allmählich sichtbar werden. So rückt nach und nach der Holocaust in den Blick und die Frage, wie verhält man sich. Selbst wenn man versucht, einen Juden zu retten, was sind die Motive, was ist mit den anderen Opfern, z.B. der von früher her bekannten Ladenbesitzerin, die man ihrem Tod entgegengehen sieht, darf man unbedeutende Aufträge der Besatzer annehmen, kurz: was für ein Mensch ist man wirklich? Zum anderen gewinnt die Ich-Erzählerin trotz des kurzen Textes und der scheinbar einfachen Erzählweise eine Stimme und eine Komplexität, die einem auch nach Ende der Lektüre noch nachgehen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine schönere Sumpfblume 24. Juni 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Um es gleich zu sagen: Ob das erzählende Ich dieses Romans männlich oder weiblich ist, lässt sich bis zur letzten Zeile nicht eindeutig feststellen, jeder kann sich das Seine denken. Dies ist sowohl beabsichtigt als auch unbedeutend oder auch bedeutungsschwer. Wie man will. Aber davon mal abgesehen: Der - oder die - erzählt, hat Sinn fürs Musische: „Wenn ich Ihnen erzählen soll, legen Sie Schumann auf, Musik wird meine Erinnerungen wachrufen. Die Lieder...". Doch ob mit oder ohne Musik: Die Erinnerungen, die sich aus sechzigjähriger Rückschau zur Generalbeichte zusammendrängen, sind zunächst einmal wenig erhaben. Unvermittelt und unverblümt kommt etwa zur Sprache, wie Anne, die eine der beiden Schwestern, es herrlich fand, tagtäglich „den Feind in sich eindringen zu lassen" - gemeint ist der SS-Mann Volker Hammerschimmel - und wie sie somit dem Land glich: „leicht zu haben". Durch solche sehr reelle Niederungen waten denn auch eine Weile die Erinnerungen an das französische Vaterland zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, das insgesamt nur sehr bedingt vom Geist des Widerstandes beseelt war: „Die Résistance organisierte sich, aber das betraf mich nicht. Ich war weder jüdisch noch hing ich dem Kommunismus an. Mein Patriotismus war wie bei den meisten: flau". Wäre eine solche Beichte einige Jahrzehnte früher abgelegt worden, als das Land nur eine Wahrheit duldete, „die der Helden, der Sieger, der Widerstandskämpfer der ersten Stunde, die niemals so viele Anhänger hatten wie 1945", so hätte sie wahrscheinlich für böses Blut gesorgt. Wer sich an Heiligenbildern vergriff, kam nicht so leicht ungeschoren davon. Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührend 10. März 2010
Format:Taschenbuch
Eines vorab: es handelt sich bei dem Icherzähler selbstverständlich um einen Mann. Schließlich werden einmal seine "Dienste als Germanist" verlangt, ein andermal wäscht Claude, die Angetraute,ihre Unterwäsche. Nicht seine. Also: Ein Mann erzählt von seinem wenig spektakulären Leben, in das auch die deutsche Besatzung in Frankreich wenig Aufregung bringt und das hauptsächlich aus Unterricht und Lektüre der deutschen Sprache besteht. Zudem ist er scheinbar völlig gefühllos, was das andere Geschlecht angeht, er heiratet zwar, schläft aber bis zum Selbstmord der Gattin kein einziges Mal mit ihr. Anders seine Schwester, in die ein SS-Mann "eindringt wie in Butter." Diese Liäson schützt sein Geheimnis: ein im Keller versteckter junger Jude, in den sich der Protagonist so heftig verliebt, dass er eine Liebesbeziehung mit ihm eingeht. Der Reiz des in wunderbarer Sprache geschriebenen Buches liegt in seiner Lakonie: Nie scheint sich der Mann aufzuregen, schon gar nicht über die Besatzer. Selbst als die Juden aus der Stadt abtransportiert werden, sieht er mehr oder weniger gleichgültig zu. Auch seine bisher nicht eingestandene Homosexualität wirft ihn nicht aus der Bahn. Es ist die Banalität des alltäglich Bösen, die das Buch so gut macht. Er versucht sich einfach durchzulavieren, was ihm bestens gelingt. Und als er am Ende die Nerven verliert, endet es in einer Katastrophe.
Und, siehe da: auch das übersteht man, ist das Fell nur dick genug.
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