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Eine Liebe Swanns. SZ-Bibliothek Band 39 [Gebundene Ausgabe]

Marcel Proust
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

11. Dezember 2004
Die Geschichte von Charles Swann, der sich in die Kokotte Odette de Cr cy verliebt und unter seiner Eifersucht leidet, geh”rt zu den groáen Klassikern des 20. Jahrhunderts.
Michael Kleebergs Neubersetzung tritt mit dem Anspruch der gr”átm”glichen N„he zum franz”sischen Original an. Durch die differenzierte šbertragung der verschiedenen Sprachebenen werden vor allem die Komik, aber auch die H„rten und Brche des Werkes ad„quat wiedergegeben. Besonders die verschachtelten, oft bis zum Zerreiáen gespannten S„tze bildet Michael Kleeberg detailgetreu nach.
So ist ein Sprachkunstwerk entstanden, daá dem deutschsprachigen Lesepublikum einen neuen, zeitgem„áen Blickwinkel auf das Werk Marcel Prousts er”ffnet.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 269 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (11. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793461
  • ISBN-13: 978-3937793467
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 271.783 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Marcel Proust, geb. am 10. Juli 1871 in Auteuil, starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit' ist zu einem Mythos der Moderne geworden. Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem nur vermeintlich müßigen Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. 'In Swanns Welt', der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band 'Im Schatten junger Mädchenblüte' wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die letzten Bände der Suche nach der verlorenen Zeit wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder herausgegeben.

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Kundenrezensionen

3.1 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Swann, ein hoch angesehener Großbürger mit Verbindungen zu den allerbesten Kreisen der Pariser Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts bemerkt in seinem entfernten Umfeld Odette de Crecy, eine amouröse Dame von nicht ganz einwandfreiem Ruf, deren Erscheinung ihn anzieht, wenn gleich ihn ihr Äußeres zunächst befremdet. „Ihre Augen waren schön, doch so groß, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht nachgaben, was ihrem übrigen Gesicht etwas Ermattetes und ihr selbst den Anschein von schlechtem Befinden oder schlechter Laune verleihen." (17) Ihre Haut ist unfrisch, die Figur füllig, ihre Kleidung ungünstig, so dass man sich fragt, wie ein erfahrener Gourmet der Erotik wie Swann sich überhaupt in Odette verlieben kann. Der Ausbruch der Liebe tritt dann plötzlich wie eine Selbstinfektion in Swanns Leben, verursacht durch intensive musikalische Erlebnisse, so dass es fast den Anschein hat, als würde die bislang so wenig geschätzte Odette plötzlich nur deswegen zur Erwählten, weil sie im Moment der Selbstentzündung einfach gerade „da" war. Dass die Liebe unwiderruflich ausgebrochen ist, bemerkt Swann selbst an dreierlei: erstens wird die gesamte Welt auf die Existenz der Geliebten fokussiert. Was nichts mit ihr zu tun hat, wird fade und langweilig. Zweitens macht die Liebe vollkommen immun gegen bisher vielleicht monierte Schönhaimängel des geblieben Wesens und drittens wird alle nur denkbare Lust durch den Körper der geliebten Person monopolisiert, so dass es keinerlei Sinn macht, vor der Liebe in die Arme eines andern Partners zu fliehen. Man sieht, die Liebe ist eine „mal sacre", wie Proust selbst schreibt, eine Erkrankung, die unbedingt erstzunehmen ist, und dass auch deswegen, weil diese „mal sacre" die Tendenz aufweist, niemals ohne Komplikationen zu verlaufen. Wer hat nicht schon die erstaunte Festestellung machen müssen, dass sich das geliebte Wesen, das noch vor kurzem jederzeit zuhanden war, wann immer es einen danach verlangte, sich genau in dem Augenblick zu entziehen beginnt, wenn man plötzlich nach eben dieser Zuhandenheit mehr als nach allem anderen auf der Welt verlangt? Statt ihm die „Qualen der Eifersucht" zu ersparen, beginnt sich Odette nun Swann planmäßig zu entziehen. Swann wird aus dem Verdurin Kreis ausgeschlossen, die abendlichen Schmusestunden werden seltener, die gemeinsamen öffentlichen Auftritte enden vollständig Außerdem muss Swann zu seiner Überraschung feststellen, dass Odette vulgär, beschränkt und ein geistiges Wesen ist, das „wie gestaltloses Wasser, das immer dahin rinnt, wo es nach unten geht, ohne Erinnerungsvermögen, mit dem Verstand eines Aquarienfisches, der hundertmal am Tag gegen die Scheibe stößt, die er für Wasser hält." (134). Typisch für Prousts Phänomenologie der Liebe ist nun, dass Swann, anstatt sich augrund dieses Verhaltens einfach zurückzuziehen, in die nächste Krankheitsphase eintritt: der verliebte Swann reorganisiert sein ganzes Leben, all seine öffentlichen Verpflichtungen plötzlich einzig und allein nach der Maxime, immer und überall für Odette verfügbar zu sein, falls es diese irgendwann einmal nach ihm verlangen sollte Vor aller Auge wird der hochgeschätzte Lebemann und Kunstkenner zur lächerlichen Figur, zum Spielball einer Kokotte. Seine Erniedrigung, die er sich jedoch nicht eingestehen will, geht so weit, dass er sich selbst Entschuldigungen für ihr unmögliches Verhalten ausdenkt, während seine Seeelenqual, mit jedem Entzug und jeder Kränkung, die ihm Odette zumutet immer unerträglicher wird. ( S.165, 191, 201). Schließlich beginnt die Eifersucht sein Leben vollständig zu beherrschen, er wird zum Opfer jener Obsession, die auf eine merkwürdige Weise mit dem Streben nach Wissen und Wahrheit verbunden ist, von deren Kenntnis sich Proust aber ganz zu Unrecht eine Linderung seiner Quaylen verspricht. Die vorletzte Phase der Liebe tritt ein, als er seine Augen vor ihrer Gewöhnlichkeit nicht mehr verschließen kann und sie ihm eingestehen muss, dass sie ihn von Anfang hintergangen hat. Diese retentionale Umdeutung und Dekonstruktion ihrer Liebesgeschichte, so schmerzhaft die für Swann auch daherkommt ist das Prolegommena seiner Erlösung. Denn nun wird Swann immer öfter „vor der Flut neuer Leiden" durch „eine ältere und ruhigere Schicht seiner Natur" gerettet, die sich anschickt, seine seelische Deformation „wie ein beschädigtes Gewebe" (225) wieder herzustellen. Völlig frei wird er aber erst wieder, als Odette für ein Jahr zu einer Orientreise mit neuen Adepten entschwindet, womit ihr Zauber endgültig erlischt. Am Ende blickt er schaudernd und erstaunt zurück auf die Jahre seines Lebens, die er sich allein dadurch verdorben hat, dass er eine Frau liebte, die ihm zunächst gar nicht gefiel (247). Was sind die Lehren aus dieser exemplarischen Geschichte der Liebe? Proust Antwort: „Wenn man sich von der Liebe zu einer Frau ergriffen fühlt, sollte man fragen: In welcher Umgebung lebt sie? Wie ist ihr Dasein bisher verlaufen? Alles Glück des Lebens hängt davon ab." (229). Wie wahr.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenwillig und einzigartig 3. Februar 2005
Von Ein Kunde
Der Roman besticht - wie der gesamte Romanzyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" - durch Marcel Prousts subtile, ausführliche und impressionistische Darstellung psychologischer Entwicklungen.

Der Stil ist eigenwillig und einzigartig. Tempo und Spannung sucht man hier vergebens - es geht mehr um die Fülle von Gefühlen, Erinnerungen und Assoziationen, die der Ich-Erzähler in verschachtelten Eindrücken beschreibt. Selbst wenn man sich darauf einläßt, ist die Lektüre ein ziemlicher Kampf. Es lohnt sich aber.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Janie TOP 500 REZENSENT
Nach etwas mehr als 100 Seiten gebe ich mich geschlagen. Selten habe ich so einen langweiligen Kram gelesen. Dies ist ja nur ein Teil des Hauptwerks "auf der Suche nach der verlorenen Zeit" und ich dachte, es hilft mir beim Einstieg in dieses so hochgelobte Werk. Aber es hat mir lediglich dabei geholfe mich schrecklich zu langweilen. Ich wollte es dann in der Bahn zwangsweise lesen und merkte, wie ich mich plötzlich mit allem beschäftigte, nur nicht mit dem Text. Weder Swann noch seine geliebte Odette konnten in mir auch nur ein kleines Fünkchen Interesse wecken. Elendes Geschwafel und seitenlanges Gejammer.
Nein, das war nichts für mich und ich beschließe hiermit, was nur sehr selten vorkommt, mich nicht weiter damit zu quälen und stelle es weg. Proust kommt mir nicht mehr ins Haus.
Dabei fand ich nicht mal seine Arzt zu schreiben besonders schwer, es ging einfach um den Inhalt, langweilig und aussagslos.
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