Es kann kaum einen größeren Abstand in der Bewertung der damaligen Ereignisse geben, als den zwischen dem Autor und mir. Aber das, was der Autor als Fakten darbietet ist sehr umfangreich, genauestens recherchiert und deckt sich mit den entsprechenden Ausführungen in der ebenfalls sehr genau beschriebenen Canaris Biografie von Heinz Höhne und der berühmten Fernsehdoku Ende der 60er Jahre.
So ist dieses Buch ungemein spannend geschrieben und macht auch dem Spass, der wie ich die Tat aus der Zeit heraus für richtig hält und dem versuchten Tyrannenmord des 20.Juli vergleichbar. Eine Sichtweise, die den Autor sicher tief empören würde. Gewiß empfinde ich dies auch deshalb so, weil der Autor bei aller tiefen Gegnerschaft dem Befehlsgeber der Morde, Waldemar Pabst, einen untergründigen, vielleicht sogar ungewollten, Respekt nicht versagt.
Das Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert und ich werde mir mit Sicherheit auch die Biografie des Waldemar Pabst, die der Autor vor kurzem vollendet hat, anschaffen.