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Diesen Film muss man einfach lieben! Louis Malle, dessen Stärke, Meisterwerke zu schaffen gewesen sein muss, kreierte mit "Milou en Mai" einen wunderbar vielschichtigen Ensemble-Film, der das malerische wie psychologisch raffinierte Geflecht eines tschechow-ähnlichen Dramas transportiert. Die Figurengestaltung ist so reichhaltig wie bilderbuchhaft, in das Setting taucht man sofort ein und möchte es gar nicht mehr verlassen und die Hauptfigur "Milou" schließt der Zuschauer sowieso sofort in sein Herz. Alles geht runter wie Butter, daran können auch die Konflikte um Erbschaft oder Studentenrevolten nichts ändern, die in der Produktion zusätzliche Strukturierungspunkte darstellen und ein interessantes Dokument an Zeitgeschichte liefern. Hier stimmt bis zum phantastischen Ende einfach alles. Ein absoluter All-Time-Favourite! Fazit: Einfach nur toll!!!!
Moviemans Kommentar zur DVD: Das harmonische Bild überzeugt durch ausgewogene Farb- und Kompressionswerte. Der Ton hätte ein wenig mehr dynamische Details vertragen können, obgleich alle sprachlichen Signale klar und natürlich ausfallen. Die Extras bestehen aus einem interessanten Interview.
Bild: Das Bild sieht sich mit wunderbar vollen Farben ausgestattet, die eine enorme Natürlichkeit ausstrahlen, ohne dabei allerdings übermäßig zu brillieren. Das Auge ruht angenehm auf der ausgewogenen Palette. Auch die restlichen Werte passen sich dieser Harmonie an. Die Schärfe fällt gut aus, auf Distanz aber nicht aufregend konturiert. In dunkleren Einstellungen verschwimmen stellenweise die Schwarzwerte leicht ineinander, ohne aber wirkliche großflächige Dunkelfelder entstehen zu lassen. Eine leichte Grobkörnigkeit stellt sich hier auch mal ein (Gesicht, 00:48:53). Rauschen lässt sich in Inneneinstellungen auf den dunklen, gemusterten Tapeten hin und wieder ausmachen, auch wenn es sehr dezent bleibt (Tapete, 00:08:12). Die Kompression arbeitet durchgängig stabil.
Ton: Der in Stereo vorliegende Ton gestaltet sich nicht übermäßig kraftvoll. Zwar sind die Stimmen gut voluminiert, es fehlt vor allem im Original aber etwas an Kulisse. So werden die Tischgespräche in der Synchronisation immerhin von dezentem Tellerklimpern begleitet, während das Original stellenweise fast den Anschein erweckt, als hätte man die Raumatmosphäre etwas vernachlässigt (vgl. Tischgespräch bei 00:25:22). Dies geschieht aber nur stellenweise. Insgesamt darf bemerkt werden, dass die Dialoge überaus klar präzise ausfallen. Die Kulisse verteilt sich auf die Front, wirkt aber nicht sonderlich lebhaft, da der Center durchgehend dominiert.
Extras: Die Extras bestehen lediglich aus einem immerhin sehr interessanten Interview mit Jean-Claude Carrière (31:59 Min.), in dem die Zusammenarbeit mit Louis Malle und die Idee zum Film erläutert wird. Filmausschnitte lockern das Material angenehm auf. --movieman.de
VideoMarkt
Frankreichs Provinz während des politisch unruhigen Mais 1968. Auf einem Weingut trifft sich die Verwandtschaft der verstorbenen Gutsherrin, um die Erbschaft zu regeln. Nur der eigenbrötlerische Milou, der stets auf dem Gut lebte, will den Familienbesitz zusammenhalten. Als im Zuge genereller Streikfreudigkeit die Totengräber ihren Dienst aussetzen, verzögert sich die Beisetzung, und die Trauergemeinde entwickelt ein ungeahntes Eigenleben. Getragen vom revoltierenden Zeitgeist überschreitet man im Kopf - und teilweise in Taten - Konventionen, die man sonst zutiefst achtet. Nach der Beerdigung löst sich die Familie auf, und jeder geht seinen Weg. Nur Milou bleibt mit seinen Träumen zurück.
Video.de
Louis Malle ist mit dieser Maikomödie ein leichtfüßig unterhaltender Film der Extraklasse gelungen. Feinsinnig registriert die Kamera Figuren, die zwischen ihrer Normalität und einem Ausnahmezustand hin und her pendeln, um am Ende doch wieder nur normal zu sein. Wenn auch Malle mit "Eine Komödie im Mai" nicht an die Qualität von "Auf Wiedersehen Kinder" heranreicht, so wird dieser Film schon wegen der großartigen Darstellungskunst eines Michel Piccoli als Milou seinen ertragreichen Weg zum Videopublikum finden.
Blickpunkt: Film
Eine Familie trifft sich zu einer Beerdigung in der französischen Provinz während der Revolte von 1968. Wunderbare, ironische Familienkomödie mit Starbesetzung für anspruchsvolle Zuschauerschichten von Louis Malle.
Kurzbeschreibung
1968. Paris brennt. Die Provinz bebt. Mit Louis Malle essen wir, trinken wir, lachen wir und sterben wir. Ein sinnliches Kinoerlebnis... L'Express
Produktbeschreibungen
Mai 1968. Während in Paris die Studentenunruhen toben, droht in der französischen Provinz das friedvolle Leben des schon etwas in die Jahre gekommenen Bonvivants Milou aus den Fugen zu geraten. Nach dem Tod seiner Mutter führt er die weit verzweigte Familie auf dem hochherrschaftlichen Anwesen zur Testamentseröffnung zusammen. Das Begräbnis verzögert sich aber, weil die Studentenunruhen mittlerweile auch die Provinz erreichtt haben, mit der Folge, dass die Totengräber streiken. Die liebe Familie überbrückt die Wartezeit damit, sich schon mal um das Erbe zu streiten. Bei einem gemeinsamen Picknick berichtet Enkel Pierre-Alain, Student in Paris, mit leidenschaftlicher Begeisterung vom revolutionären Treiben in der Hauptstadt. Zögerlich lässt sich die Familie von seinem Enthusiasmus anstecken. Für ein paar Stunden träumt man gemeinsam von einer ländlichen Kommune und