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Eine Klasse für sich: Roman
 
 
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Eine Klasse für sich: Roman [Gebundene Ausgabe]

Julian Fellowes , Maria Andreas
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (25. April 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100154
  • ISBN-13: 978-3570100158
  • Originaltitel: Past Imperfect
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.038 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Aus jeder Zeile spürt man die Wertschätzung des Autors für Traditionen und Formen. Man folgt seinen Schilderungen gern und am Ende ist dies eine unterhaltsame Erinnerung daran, dass es nirgends besser ist als im Hier und Jetzt.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

„Keiner analysiert den Adel so treffend wie Julian Fellowes. Seine Romane und Drehbücher atmen die Leichtigkeit eines Dandys und beschreiben mit der wissenschaftlichen Genauigkeit eines Anthropologen die Sitten, Eigenheiten, Schwächen und Geheimwaffen der Klasse, die bis vor wenigen Jahrzehnten England beherrschte.“ (Süddeutsche Zeitung )

"Humorvoll und warmherzig, detailverliebt und mit hinreißender Ironie beschreibt Julian Fellowes die Londoner Upperclass der 1960er Jahre. Ein Muss für Fans von englischen Gesellschaftsromanen." (Reutlinger General-Anzeiger )

Kurzbeschreibung

Der Roman über die wirklich feinen Leute in London – very, very British

Julian Fellowes ist nicht nur Oscar-gekrönter Drehbuchautor, sondern auch ein Meister der englischen Gesellschaftskomödie, wie er mit seinem neuen Roman erneut unter Beweis stellt. Damian Baxter ist steinreich und weiß, dass er bald sterben wird. Er hat nie geheiratet und lebt alleine mit Chauffeur, Butler, Koch, Hausmädchen und allem was dazu gehört. Was ihn aber seit langem umtreibt ist ein anonymer Brief, den er vor zwanzig Jahren erhalten hat. Könnte es tatsächlich sein, dass er damals einen Sohn gezeugt hat? Der einzige, der ihm helfen kann, dies herauszufinden, ist der Mann, mit dem er seit Jahrzehnten tödlich verfeindet ist. Julian Fellowes nimmt die Leser mit in die untergehende Welt des englischen Adels. Und er tut es mit enormer Eleganz und feinstem englischen Humor.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
...gibt es in meinem Bücherregal!
Ich war, solange ich denken kann, ein ausgesprochener Lese-"Vielfraß". Das hat aber den Nebeneffekt, daß ich im Laufe der Jahre immer kritischer und anspruchsvoller geworden bin und mir nur noch wenige Bücher richtig gut gefallen. Dieses gehört auf jeden Fall dazu!! Zur Handlung sage ich jetzt nichts weiter (s. Klappentext und Vorrezensenten), nur soviel: Es ist witzig, scharfsinnig, philosophisch, elegant geschrieben, traurig, extrem spannend und erzählt eine sehr interessante Geschichte - hat also alles, was man von einem guten Buch erwartet.

Ich habe es zuerst im Original gelesen, und dann, weil's so schön war, auch noch in der deutschen Übersetzung. Mein Kompliment an die Übersetzerin - sie hat das Buch kongenial ins Deutsche übertragen und den ursprünglichen Schreibstil dabei sehr gut beibehalten, was sicherlich nicht einfach war. Zwar ist die deutsche Ausgabe an einigen Stellen leicht gekürzt - aber da es sich bei diesen Stellen nur um besonders ausführliche Beschreibungen britischer "Besonderheiten" handelt, die für einen deutschen Leser vielleicht nicht so ganz nachvollziehbar sind, ist das zu verschmerzen.

Also - volle Punktzahl! Dieses Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erlebnis der Eleganz 20. Mai 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Nicht nur die Geschichte , die Figuren und die dargestellten Ereignisse samt Atmosphäre greifen zurück auf eine vergangene, der Zeit anheim gefallene Lebenshaltung. Auch die Form, der Stil, den Fellowes zur Darstellung wählt, ist bereits ein elegantes und geschliffenes Erlebnis für sich.
Mit vielerlei bildlichen Darstellungen, meist ebenso diskret und indirekt andeutend genutzt wie seine Protagonisten es gewohnt sind (auch wenn 'eine Nase wie Pinocchio' zeigt, dass Fellowes auch ganz direkt zu beschreiben versteht) und einem hohen Wortschatz inmitten durchgehend versierter Formulierungen, gelingt es Fellowes, seinem Rückblick auf die Zeit des Abgesangs der klar getrennten Klassengesellschaft Englands eine angemessene und wunderbare Form zu geben.

Im Zug einer Rahmenhandlung in der Gegenwart, in jener der Ich-Erzähler des Buches Damian, einen alten Freund-Feind nach 40 Jahren wieder trifft, mit dem es im Rahmen eines, lange Zeit nur angedeuteten, Affronts zum Bruch kam und jenem dann zusagt, sich auf die Suche nach einem eventuellen Sohn aus jener Zeit (mit einer der Damen aus höherer Gesellschaft, die in Frage kämen) zu machen, setzt Fellowes einen intensiven Rückblick auf jene Zeit in der 'höheren Gesellschaft' Englands in den Raum. Denn der Ich-Erzähler erinnert sich. Ausführlich und ohne zu große Wehmut an die Ereignisse damals zurück. Vor allem an jene jungen Frauen, die er selbst alle kannte und bei deren einer er mit Damian durchaus in einer inneren Konkurrenz stand. Zurückhaltend und distinguiert, versteht sich.
Eine Zeit, in der eine 'festliche Gesellschaft an einem lauen Sommerabend immer etwas von einem Versprechen hatte. Auch wenn es meistens nicht eingelöst wird'.

Das Ende der 60er Jahre ist es, das im Zentrum des Buches steht. Eine Zeitenwende, in der einerseits zwar der Frack noch als angemessene Kleidung für Abendanlässe gilt, andererseits aber die 'neue Welt' sich im Rahmen der Pop-Art und der Befreiung von alten Konventionen ankündigt. Eine 'neue Welt', die Fellowes in der Person des Damian bestens integriert vor Augen führt. Einer, der smart, geschickt und strategisch vorzugehen versteht und dennoch hohen Wert auf den Zugang zur besseren Gesellschaft sucht.
Eine Gesellschaft, die sich zur 'Saison' rüstet, zur Vorstellung der Debütantinnen. Seinesgleichen vorgestellt werden, untereinander Kontakte knüpfen, die feinen Unterschiede in den eigenen Kreisen erkennen lernen, das ist, was im Raume steht. Und das ist, was jener Damian gründlich für seine eigenen Zwecke ausnutzt. Einer, der eben nicht mehr innerlich an Konventionen gebunden ist, sich dennoch sehr wohl zu benehmen weiß und die Herzen der jungen Frauen im Sturm erobert. Daher gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wer jene mögliche Mutter eines Sohnes ist, die ihm vor Zeiten einen bitteren Brief geschrieben hat.

In die Welt herrschaftlicher Häuser, versnobten Adels und skurriler Eltern entführt Fellowes treffsicher anhand von Teegesellschaften, Cocktailpartys, festlichen Diners und Bällen. Und zugleich in die Welt neu entstehender Clubs, Tanzcafes, mit denen zugleich auch eine andere Lebenshaltung bis hin zur französisch angehauchten Küche England eroberte.

Nicht nur eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten ist es zudem im Buch, die Fellowes beschört, sondern die Geschichte selber bildet den Abgesang einer Zeit ab, in der über Jahrhunderte hinweg geltende Regeln und für alles festgelegte Konventionen ein Ende finden. In den stillen Momenten des Buches wird deutlich, welch gewaltiger Einschnitt in die gesellschaftlichen Gefüge jener Zeit der zweite Weltkrieg bedeutet hat.

Wunderbar leicht und elegant erzählt, in jede einzelne Figur mit Sorgfalt die entsprechende Atmosphäre hineinlegend, ist Julian Fellowes wiederum ein literarisch hochwertiges Buch gelungen, in dem er weder vergangenen Zeiten hinterher weint noch der vermeintlich modernen Welt den absoluten Vorzug gibt. Beide Welten hatten und haben ihre Kraft und ihre Berechtigung. Sehr empfehlenswert.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Glimmerfee TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Länge: 6:29 Minuten
Vor vielen Jahren gab es einen riesigen Skandal, der zwei bis zu diesem Zeitpunkt befreundete Männer zu Feinden werden ließ.

Nun klopft der Sensemann diskret an die Tür von Damian Baxter und gibt ihm nur noch wenige Wochen Zeit, seine Angelegenheiten zu regeln. Damian möchte sein auf 500 Millionen Pfund schweres Erbe gern an sein einziges Kind vermachen. Leider weiß er nicht, wer die Mutter des Kindes ist und die in Frage kommenden Ladies sind längst verheiratet und er möchte auf jeden Fall verhindern, dass die Presse von dieser Sache Wind bekommt.

Kein anderer als der Mann, dem er nun seit fast vierzig Jahren aus dem Weg geht, kann ihm helfen, diese sehr delikate Sache zu erforschen, denn nur er hat Zugang zu der Upperclass von England und kennt die Damen persönlich. Er stattet seinen einstigen Freund mit einer Platinkreditkarte und einer Liste der infrage kommenden Damen aus um seinen Erben zu finden.

Das Buch wird aus der Perspektive des ehemaligen Freundes von Damian erzählt. Ich würde es dem Autor jederzeit glauben, wenn er verkünden würde, dass er diese Geschichte selber erlebt hat, so lebendig wirken die Personen und die Emotionen die er durchlebt. Durch die Bitte Damians wird er gezwungen wieder mit Menschen Kontakt aufzunehmen, die zu seiner Vergangenheit gehören und die er bewusst seit seit langer Zeit gemieden hat. Er hatte seinerzeits Damian die Türen zur Londoner Upperclass geöffnet und für beide waren diese Türen nach dem Skandal in Portugal verschlossen. Doch es ist nicht nur die Konfrontation mit diesen Menschen, es ist auch der Wandel der Gesellschaft von damals. Er erzählt von Kleiderordnung, Debütantinnen, Bällen und Teegesellschaften und dem Untergang des feinen Adels mit seinen steifen Ansichten und Regeln.

Mich hat an dem Buch besonders der feine Humor und die große Erzählgabe des Autors begeistert. Julian Fellowes schaut genau hin, gerade was die Spielchen zwischen Ehepartnern betrifft und wirft zum Beispiel die Frage auf, ob Schönheitsoperationen wirklich ein Zeichen von Emanzipation sind oder eher ein Rückschritt. Keiner der Charaktere handelt unverständlich und der Autor hat es geschafft, mich ganz lange an der Nase herumzuführen, wer nun die Mutter des Kindes ist oder was bei dem Skandal in Portugal geschah. Ich wäre sehr gerne bei dem Ball in den Räumlichkeiten von Madame Tussaulds dabei gewesen, ohne die Nebenwirkungen spüren zu müssen. Julian Fellowes ist ein ganz großer Menschenkenner, der die kleinen und großen Schwächen aufdeckt und zu dieser spannenden und sehr interessanten Geschichte verwoben hat.

Fazit: Mich hat das Buch sehr berührt und ich werde es garantiert noch einmal lesen.
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