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Eine Kindheit in vormaurischer Zeit [Gebundene Ausgabe]

Christine Brinck
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Kurzbeschreibung

2. Oktober 2010
Der sozialistische Alltag bleibt draußen vor der Tür. Beim Jugendpfarrer im Schweriner Dom fühlen sie sich wohler als in den Gruppensitzungen der Jungen Pioniere; in preußisch-tatkräftiger Manier eröffnet die Mutter ein Schülerpensionat, um ihre Kinder satt zu kriegen. So trotzt eine verschworene bürgerlich-protestantische Lebensgemeinschaft erfolgreich der geistigen und materiellen Mangelwirtschaft im deutschen Sozialismus. Doch das Leben im Schwerin der 1950er Jahre dringt unerbittlich in den Privatraum Familie ein. Denn selbst in Freundschaften oder auf dem Pausenhof konnte jedes Wort eines zu viel sein. Wie Menschen mit bedrohlichen Situationen fertig werden, ohne Humor und Tatkraft zu verlieren, wie Kindheit dennoch voller unbeschwerter Momente sein kann und wie man sich zwischen Auflehnung und Rückzug täglich neu arrangiert, davon erzählt die Autorin ganz ohne Selbstmitleid, aber mit scharfem Blick. In einem zweiten Teil verleiht Christine Brinck sehr unterschiedlichen Stimmen Gehör, die die Sehnsucht nach Freiheit, der Verdruss an der Diktatur und schließlich die Flucht aus der DDR verbindet. Etwa einem Tennis-Crack, der sich der Konkurrenz draußen in der Welt stellen wollte und nicht nur im „sozialistischen Ausland", einem Philosophiestudenten, dem die Wahrheit wichtiger war als die Partei, und einem Schweizer Mädchen, das in die bürokratischen Mühlen einer Diktatur geriet. Unaufgeregt im Ton, aber scharfsinnig in der Sache ist dieses Buch ein Dokument aus fast vergessener Zeit und deshalb Aufklärung im besten Sinne des Wortes.

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag (2. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382700926X
  • ISBN-13: 978-3827009265
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 931.632 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Christine Brinck wuchs in der DDR auf. Nach der Flucht ihrer Familie in den Westen ging sie aufs Gymnasium und studierte später Anglistik, Linguistik und Vergleichende Hochschulforschung in Hamburg. Heute arbeitet sie als freie Journalistin für DIE ZEIT, die FAS, die SZ. Sie sitzt im Beirat der START Stiftung und des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks. Die Übersetzerin von Art Spiegelmans Maus ist Herausgeberin und Autorin mehrerer Bücher und lehrt an der Hamburg Media School. Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in München und Hamburg.

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5.0 von 5 Sternen Erinnerung statt Ostalgie 4. November 2010
Von Turmvilla
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Weglassen ist eine einfache Form der Lüge, sagt Christof Hein. So gesehen wird im Osten gelogen, dass sich die Balken biegen.

Fast vergessen ist die Erinnerung an die Aktion 'Ungeziefer', die Umsiedlung nicht regimetreuer Bewohner der Grenzgebiete, an die antisemitischen Waldheim-Schauprozesse, an die Unterstützung von Terroristen in der ganzen Welt durch Waffenlieferung, Geldspenden und Asylgewährung, an die Enteignungs- und Vertreibungsaktionen bei Bauern, Unternehmern, Hotel- und Pensionsbesitzern, an die Oberschul-, Studier- und Berufsverbote, an die fehlende Meinungsfreiheit und die Zuchthausstrafen für Auswanderungswillige, den alltäglichen Antisemitismus, den vergleichsweise hohen Lebensstandard der DDR-Oberschicht, der Bonzen und Kader, an die kleinen Machthaber Handwerker, Kellner, Bückware-Verkäuferinnen, die Allgegenwart der hoch bezahlten Heerscharen des MfS.

Stattdessen gibt es Bestseller über die schreckliche Kindheit während der "Wende" 1989 und die gute alte DDR.

Wie gut, dass es Menschen gibt, die anders vom Aufwachsen in der DDR erzählen. Die sich an schöne Kindheitstage, an Radtouren und Baden im See erinnern, die die DDR nicht schönreden oder die Katastrophe erst in der Wende und der Treuhand sehen.
Sie erzählen unglaubliche Geschichten von dem, was man ihnen und ihren Familien angetan hat. Man kann verstehen, dass sie eine Rückkehr in die Heimat Mecklenburg wieder rückgängig gemacht haben, dass einer in Österreich bleibt, weil er Sarah Wagenknecht nicht ständig in Talkshows ertragen kann.

Da die Geschwister der Erzählerin alle ohne Ausnahme in der Schule keine Aussicht haben, Abitur machen zu dürfen, bleibt die Ausreise unabwendbar.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Man hatte es im Blut, dass man sich vorsehen musste." 18. November 2010
Von Buchdoktor HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Tante hatte die rettende Idee. Christine Brincks Mutter stand nach dem Zweiten Weltkrieg als Witwe ohne Berufsausbildung vor dem Problem, sich und ihre Kinder zu ernähren. Die patente Tante schlug vor, eine Pension für Schüler zu gründen; denn viele Kinder vom Land brauchten in Schwerin eine Unterkunft, um dort zur Oberschule zu gehen. So wuchs die kleine Christine als Nesthäckchen mit drei Geschwistern und einem Dutzend älterer Schüler auf. Viele der Pensions-Schüler stammten aus Akademikerfamilien, die Eltern der Kinder waren aktiv in der Evangelischen Kirche. Ein großer Teil dieser Schüler wird aufgrund des Berufs der Eltern entweder erst gar nicht zum Abitur zugelassen oder nach bestandenem Abi nicht zum Studium. Aus der Perspektive eines ungefähr fünfjährigen Kindes, das noch nicht alles versteht, was es hört, zeichnet die Autorin ein lebendiges Bild der DDR in den 50er Jahren. Die Schülerpension lag in Sichtweite des Gefängnisses. Eine unbestimmte Angst "abgeholt" zu werden, Gespräche über "verschwundene Menschen" sind in Christines Kindheit alltäglich. Sorge, Wut und Angst der Älteren lassen sich nicht vor Christine verbergen. Sie und ihre Geschwister wachsen als Kinder ohne Pioniertuch auf, ihre Familien verweigern sich den staatlich verordneten Jugendorganisationen und deren Ritualen. Die Widersprüche des Systems sind gerade für kritische Jugendliche aus christlichem Elternhaus nicht zu übersehen. Zwar sind alle Menschen offiziell gleich. Einige besitzen jedoch Waren, die man nur in Berlin oder Hamburg kaufen kann. Wer Schuhe aus dem Westen trägt, hat entweder eine spendable Tante im Westen - oder arbeitet für die Stasi. Lesen Sie weiter... ›
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr empfehlenswert 9. Februar 2014
Format:Kindle Edition
Christine Brinck, in Schwerin geboren und bis zur Flucht der Familie in den 50er Jahren dort aufgewachsen, berichtet in diesem Buch von ihrem Leben in der DDR. Die verwitwete Mutter bringt mit einer Schülerpension sich und ihre vier Kinder über die Runden. Doch aufgrund der Beschränkungen für die Kinder in der Ausbildung entschließt sie sich, ihr Haus und alles was sie besitzt, in Schwerin zurück zu lassen, um den Kindern bessere Perspektiven zu ermöglichen. Christine Brimck ist das jüngste Kind und in jugendlichem Alter, als sie die DDR verlässt.

Die Sprache des Buchs ist sehr unaufgeregt und doch schildert Brinck sehr eindringlich die täglichen Einschränkungen, sei es in der Versorgung, sei es in der Meinungsfreiheit. Sie beschreibt, wie sie schon als kleines Kind gelernt hat, sich außerhalb der Familie zu verstellen, um keine Schwierigkeiten auf sich zu ziehen. Sie tritt den Jugendorganisationen nicht bei sondern ist Mitglied der kirchlichen Jungen Gemeinde.

Im Vergleich zu vielen anderen Lebensberichten hat Brinck keine direkte Verfolgung erfahren, sie durfte die Oberschule besuchen und eine dramatische Fluchterfahrung mit körperlicher Bedrohung oder Verhaftung hat sie auch nicht erlebt wie auch die anderen Familienmitglieder nicht. Doch ihre Darstellung macht deutlich, was was es bedeutete als Kind in der DDR zur damaligen Zeit zu leben und es zeigt, welchen staatlichen Repressalien die Bürger dieses Staates täglich ausgesetzt waren. So wurde auch die Berufs- und damit die Lebensplanung staatlicherseits aufgrund von Ideologien bestimmt, selbstbestimmte Entscheidungen waren äußerst stark eingeschränkt.
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