Obwohl ich ein großer Fan historischer Kriminalromane bin, habe ich Lindsey Davis lange Zeit ignoriert, warum, weiß ich heute nicht mehr. Mittlerweile hat mich Lindsey Davis`Buchreihe um den römischen Privatschnüffler Marcus Didius Falco längst in ihren Bann gezogen und auch "Eine Jungrau zu viel" konnte mich wieder überzeugen.
Für mich ist es vor allem der familiäre Hintergrund des Hauptcharakters Marcus Didius Falco, der mich fasziniert und der in diesem Roman wieder eine wichtige Rolle spielt. Es macht immer wieder Spass zu verfolgen, wie der römische Schnüffler mit seiner kleinen Tochter und seiner Frau agiert, wie er sich mit seinen Eltern auseinandersetzen muss, wie sich seine Schwester in seine Ermittlungen einmischt und wie sein Schwager zu seinem Partner wider Willen wird.
Der Kriminalfall an sich, der im religiösen Milieu spielt, ist objektiv betrachtet nur guter Durchschnitt und nicht unbedingt zum-Nägel-abkauen spannend, aber Marcus Didius Falco und seine Familienbande machen aus dem Roman ein sehr unterhaltsames Vergnügen.