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Eine Jugend in Deutschland
 
 
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Eine Jugend in Deutschland [Taschenbuch]

Ernst Toller
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 20 (7. April 1978)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499141787
  • ISBN-13: 978-3499141782
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Ernst Toller
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als begeisterter Freiwilliger zog er in den Ersten Weltkrieg und als humanitärer Pazifist kehrte er heim. Er schlug sich auf die Seite der Aufständischen, war in der Festung Niederschönenfeld inhaftiert, und er erkannte die tragische Grenze der Revolution. In seiner aufrichtigen und meisterhaft-schlichten Autobiographie beschreibt er seine frühen Jahre – eine Jugend in Deutschland, die voll großer Hoffnungen und voll großer Enttäuschungen war. In dieser Autobiographie, die erstmals 1933 erschien, blickt der Autor auf sein Leben bis zum Jahr 1924 zurück.

Über den Autor

Ernst Toller, 1. 12. 1893 Samotschin bei Bromberg (Posen) - 22. 5. 1939 New York.
Der Sohn eines jüdischen Kaufmanns begann im Februar 1914 mit dem Jurastudium an der Ausländeruniversität Grenoble, kehrte dann bei Kriegsbeginn über die Schweiz nach Deutschland zurück und meldete sich freiwillig. In München beteiligte er sich an der Antikriegsbewegung und als Mitglied der USPD an der bayerischen Revolution und der Räteregierung. Nach der Ermordung Kurt Eisners 1919 wurde er Vorsitzender des Zentralrats und Abschnittskommandeur der Roten Garde bei Dachau. Nach dem Scheitern der Revolution wurde T. verhaftet und wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt.
1933 emigrierte er und gelangte über die Schweiz, Frankreich und England schließlich in die USA. Im Exil gründete er eine Hilfsaktion für die span. Zivilbevölkerung. Kurz nach dem Sieg Francos erhängte sich Toller in seinem New Yorker Hotelzimmer. Während seiner Haftzeit entwickelte sich Toller mit Stücken, die die Problematik revolutionären Handelns reflektieren, zu einem der bedeutendsten Dramatiker der Weimarer Republik.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist in einer schlichten, interessanten, aber auch dramatischen und spannenden Art und Weise geschrieben. Es ist zwar zum Teil recht kompliziert und abgehackt, doch im Laufe der Zeit gewöhnt man sich an den sehr eigenwilligen Schreibstil. Dieses Buch zeigt hervorragend, wie ein Mensch seine Einstellung durch ein tiefgreifendes Ereignis (in diesem Fall, der 1. Welttrieg) ändern kann und für die Durchsetzung seiner Ziele kämpfen kann. Außerdem gibt dieses Buch alle wichtigen Hintergrundinformationen zu der Entstehung von Tollers Werke, sowie natürlich zum Leben des Schriftstellers. Empfehlenswert ist dieses Buch vor allem für Leute die sich für die Weimarer Republik, die Revolution in Deutschland oder allgemein deutsche Geschichte interessieren und sich aktiv mit deutscher Geschichte auseinander setzten wollen.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ernst Tollers Roman "Eine Jugend in Deutschland" aufrichtiges, mitreißendes und leidenschaftliches Buch. Ehrlich und ohne Scheu davor, eigene Fehler zuzugeben, erzählt Toller von seiner Jugend: von seinem nationalistischen Stolz, seiner Begeisterung, mit der er in den Ersten Weltkrieg zog, seiner Umkehr zum Pazifismus und sein leidenschaftlicher Kampf für eine gerechtere Welt. Sein hohe Funktion in der Münchener Räterepublik hätte ihn beinahe mehrmals das Leben und tatsächlich 5 Jahre Gefängnis gekostet. Dieses Buch ist geschrieben von einem Menschen, der kein dogmatischer Kommunist war, sondern ein Mitfühlender, der mit anpacken möchte bei der Gestaltung einer neuen Welt. Was das Buch um so empfehlenswerter macht, ist die Tatsache, daß es sich bei Toller um einen der besten Schriftsteller des Expressionismus handelt, der insbesondere durch seine Theaterstücke bekannt war. Pikant und entsetzlich zugleich, daß Toller das Vorwort an dem Tag der Bücherverbrennung in Nazi-Deutschland vollenden muß. Wer dieses Buch gelesen hat, kann die Verzweiflung nachempfinden, die Toller 1939, sechs Jahre nach diesem Buch, desillusioniert, allein im Exil in New York zum Selbstmord brachte. Sein Werk lebt weiter. Dieses Buch ist aktueller denn je!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Oehler VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Kurz etwas zum Inhalt:

Dieses Buch ist eine Autobiographie, die Ernst Toller 1933 schrieb. Als deutscher Jude wurde er 1893 im heutigen Polen, in der deutschen Stadt Samotschin, geboren und verlebt dort im bürgerlichen Elternhaus eine verhältnismäßig unbeschwerte Kindheit. Ernst Toller besuchte das Realgymnasium im benachbarten Bromberg und arbeitet bereits frühzeitig als freier Autor für die Heimat-Kolumne der Bromberger Ostdeutschen Rundschau. Als Student in Grenoble erlebt er im Jahr 1914 den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und marschiert als Journalist und Schriftsteller, wie fast alle seiner Zeitgenossen in ganz Europa, begeistert in den Krieg. Von Bellheim geht er im März 1915 als Artillerist über Metz an die Front, wo er in Pont à Mousson, im Priesterwald und vor Verdun unweigerlich den Krieg aus nächster Nähe kennen lernt. Ernst Toller wird sogar Unteroffizier, aber er erkrankt und wird kriegsuntauglich geschrieben. Zurück in München setzt er die unterbrochenen Studien fort und trifft dort Thomas Mann, Max Halbe, Frank Wedekind, Ernst Weiß und Rilke. 1918/19 spielte Ernst Toller eine herausragende Rolle in der Novemberrevolution und der Münchner Räterepublik. Als rechte Freikorps und Söldnerheere die Münchner Räterepublik angreifen, nimmt er gezwungenermaßen wieder die Waffe in die Hand und wird schließlich von einem Standgericht zu fünf Jahren Festungshaft wegen Hochverrats verurteilt. Toller sitzt die Strafe von 1920 bis 1924 in Niederschönenfeld bei Rain ab.

Mein Fazit:

Ernst Toller beschreibt eine Zeit in Deutschland (erster Weltkrieg, Weimarer Republik), die ich persönlich sehr interessant finde und weswegen ich dieses Buch auch erworben habe. An seine teilweise etwas sprunghafte (ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass er zwischen Ereignisse und Personen wahllos hin und her springt) und an anderen Stellen wieder sehr langatmige (wenn er beispielsweise über den Sinn des Lebens philosophiert), bis blumige (das wirkt zumindest auf mich ehr störend) Schreibweise musste ich mich zwar erst einmal gewöhnen, aber im Großen und Ganzen ist aus diesem Buch doch eine recht interessante Autobiographie geworden. Nicht mehr und auch nicht weniger. Daher würde ich diesem Buch auch nur drei von möglichen fünf Sternen geben.
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