Wer? Die Unsichtbaren! Die kennen sie nicht? Das ist kein Wunder, sie übersehen die Typen ja auch ständig. Einer davon ist Udo(Kurt Krömer). Von ihm erzählt Markus Sehrs Film -Eine Insel namens Udo-. Wer den Trailer des Films sieht, vermutet eine echte "Brüller-Komödie" bei der ein Gag den nächsten jagt. Die Filmrealität sieht dann doch ein wenig anders aus. -Eine Insel namens Udo- setzt auf die ruhigen Töne. Besinnlich und warmherzig kommt die Geschichte daher. Komisch, mit einigen magisch-schönen Momenten, voll und ganz getragen vom Spiel der beiden Hauptdarsteller.
Udo ist praktisch nicht vorhanden. Niemand nimmt Notiz von ihm. Aus diesem Grund ist es für ihn besser, beim Spazierengehen einen Helm aufzusetzen. Bei seinem Job als Kaufhausdetektiv ist sein "Handicap" natürlich ein echter Gewinn. Aber in der Liebe? Nein, da läuft gar nichts. Als Udo eines Tages wieder mal den Leuten den Kaffee und den Kuchen vom Teller mopst, ohne dass jemand das bemerken würde, fällt er auf. Die Hotelausstatterin Jasmin(Fritzi Haberlandt) sieht Udo! Der glaubt es kaum. Was aber noch besser ist: Jasmin scheint Udo zu mögen. Jasmin ist privat in der Stadt, sie will den Nachlass ihres verstorbenen Vaters regeln. Gleichzeitig bietet ihr Chef ihr jedoch einen hochkarätigen Job an. So trudelt Jasmin zwischen Udo und der Arbeit hin und her und Udo...der geht zunächst mit Jasmin ins Bett(oder doch eher ins Zelt) und ist plötzlich für alle Menschen sichtbar. Das erscheint ihm wie ein Gottesgeschenk. Aber Udo erkennt, dass einem lieb gewonnenene Gewohnheiten ganz schnell fehlen können...
Ein kleiner, feiner, humorvoller Film. So würde ich -Eine Insel namens Udo- beschreiben. Die Geschichte ist witzig, leicht zu verfolgen und mit Fritzi Haberlandt und Kurt Krömer in den Hauptrollen gut besetzt. Das Niveau der Gags ist mal ganz weit oben und manchmal mittelmäßig. Die Nebenrollen sind wirlich gut besetzt. Für mich waren es eigentlich die kleinen Details und Nebenschauplätze der Story, die -Eine Insel namens Udo- so interessant machten. Egal ob Jasmin ihrem Udo beim Autofahren erzählt, dass sie eigentlich Taxi fährt, und Udo dann sagt: "Ach ja? Das machst Du auch noch?" Oder wenn zum x-ten Male in einem Film die Asche eines Verstorbenen in einer Kaffeedose landet, und Udo ständig mit diesem Fleck auf dem Hemd herumläuft. Markus Sehr hat die deutsche Komödie ganz sicher nicht neu erfunden, aber mit seinem Film einen ordentlichen Beitrag zum Thema "Liebenswerte Komödie" abgeliefert, der seine Zuschauer finden wird.