Deutschlandradio Kultur, 7. November 2007
Es reizt zu herzhaftem Lachen, denn es bietet ein Feuerwerk aus absurder Komik, irrwitzigen Dialoge, Szenen und Gedichten.[...] auch dieser kleine Text ist ein Beleg für sein [Blakes] visionäres Talent, das später zahlreiche Autoren und Künstler inspirieren sollte.
Rolf Vollmann, "Die Zeit", 17. April 2008
"...dann geht das unversehens über in einen schönen reinen Unsinn, Gedichte werden aufgesagt oder erfunden, alles wird Burleske und freier wunderbarer Wahnwitz."
Kai Wiegland, Süddeutsche Zeitung, 4.Juli 2008
"Durch ihren radikalen Fragmentcharakter, ihre um Sinn unbekümmerte Wildheit und ihren Willen, die Grenzen der Gewohnheit zu durchbrechen, ist "Eine Insel im Mond" eine Lesegrenzerfahrung zwischen Romantik und Moderne"
Rezension
„Ein völlig unbekanntes Eiland. Schön, kalt, romantisch, frech und albern wie ein waberndes Mondgesicht.“
Wolfgang Müller, taz, 7./8. Februar 2009
Wolfgang Müller, taz, 7./8. Februar 2009
Kurzbeschreibung
Mit der Logik der Überraschung und des Gags Erzählt William Blake in diesem erstmals auf deutsch erscheinenden Text vom Leben auf einer Insel im Mond. Er schildert eine Schar von Narren, die in ihren Unterhaltungen philosophische Diskurse persiflieren. Der schräge britische Humor erinnert an Monty Python. In ihrer Kompromißlosigkeit ist diese Schrift aber auch ein radikal moderner Text. In dem kaum bekannten Frühwerk führt Blake Themen, die er später in seinen prophetischen Dichtungen wieder aufgegriffen hat, ein. In Form und Stil erneuert er die Satire der griechischen Antike. Die eingestreuten Gedichte beeindrucken durch die Vielfalt der Stimmungen und Formen. Und schließlich rührt der Text auch an das Geheimnis der eigentümlichen Drucktechnik, mit der Blake seine heute weltberühmten Grafiken vervielfältigt hat. Die famose Schrift ist ein Fragment und nur im Manuskript überliefert. Sie ist ein literarischer Scherz, der einen neuen Blick auf diesen Künstler eröffnet und deutlich macht, daß Blake selbst unserer Zeit noch voraus ist.
Über den Autor
Der Maler, Dichter und Visionär William Blake (1757–1827) war ein exzentrischer Einzelgänger und verschreckte die Zeitgenossen durch die Radikalität seiner Ansichten zu Religion, Gesellschaft und Sexualität. Seine Gedichte und Versepen beeinflußten und inspirierten unter anderem T.S. Eliot, Allen Ginsberg, Jim Morrison und Jim Jarmusch. Am 28. November jährt sich sein Geburtstag zum 250. Mal.