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Eine Handvoll Venus: Meisterwerk der Science Fiction - Roman [Taschenbuch]

Frederik Pohl , Cyril M. Kornbluth
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Frederick Pohl, 1919 in New York geboren, zählt neben Isaac Asimov und Robert A. Heinlein zu den Gründervätern der amerikanischen Science Fiction. Er gehörte zu den SF-Herausgebern der ersten Stunde und machte schnell auch mit eigenen Romanen und Kurzgeschichten von sich reden, darunter „Mensch +“ und, zusammen mit Cyril M. Kornbluth, „Eine Handvoll Venus“. Die „Gateway-Trilogie“ gilt als sein bedeutendstes Werk. Frederik Pohl starb 2013 in seiner Heimat Illinois.

Cyril M. Kornbluth, Jahrgang 1923, galt in den Fünfzigerjahren als das herausragende Talent der amerikanischen Science Fiction. In seinen Kurzgeschichten und Romanen gelang es ihm immer wieder auf kongeniale Weise, Sozialkritik mit beißender Satire zu verbinden. Kornbluth starb 1958.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

In den vergangenen Jahrzehnten hat es sich eingebürgert, die Science Fiction des sogenannten Golden Age - also die amerikanische SF der vierziger und fünfziger Jahre - geringschätzig zu betrachten. Weithin wird das Genre jener Periode mit muskelbepackten, vierschrötigen und natürlich dezidiert weißen Helden assoziiert, die weit draußen im All, auf bisher ungezähmten Welten den amerikanischen Traum propagieren, während ihnen ebenfalls weiße vollbusige Schönheiten dabei unterwürfig zur Seite stehen.
Diese Assoziation ist etwas unfair.
Was nicht heißt, dass darin nicht auch eine gehörige Portion Wahrheit steckt. Immerhin kennen wir alle die schrillen Cover der SF-Magazine jener Zeit, haben bei der Lektüre der entsprechenden Geschichten ungläubig den Kopf geschüttelt, haben uns wohlfeil auf die Brust geklopft angesichts der Tatsache, dass wir uns von dieser reaktionär-chauvinistischen Betrachtungsweise von Frauen, Sexualität, generell allem, was der weißen, infantilen Mittelschicht damals als fremdartig erschien, weit entfernt haben. Ja, das Zeug gab es wirklich, und zwar jede Menge davon. Aber darum geht es hier nicht. Wie Theodore Sturgeon einmal so treffend sagte: »Neunzig Prozent der Science Fiction sind Blödsinn - aber neunzig Prozent von allem anderen sind auch Blödsinn!« Das Golden Age macht keine Ausnahme von dieser Regel.
Unfair also nicht deshalb, weil wir die Science Fiction jener Periode geringschätzen, sondern weil wir sie so verallgemeinernd, so allumfassend verurteilen, dass wir die Sicht darauf komplett versperren. Was ein Fehler ist - denn diese enorm produktive Zeit in der Geschichte der Science Fiction einfach in Bausch und Bogen zu verdammen, lässt uns zum Beispiel übersehen, dass, obwohl das Golden Age tonnenweise grotesken Kitsch und chauvinistischen Mist hervorgebracht hat, zur selben Zeit Meisterwerke wie Ray Bradburys »Fahrenheit 451« oder Alfred Besters »Der brennende Mann« entstanden sind. Dass zur selben Zeit ein Genie wie Robert Sheckley die Novellen »Immortality Inc.« und »Mindswap« geschrieben hat, deren existentialistische Extrapolationen - der Körper, der Geist, das Universum - ein halbes Jahrhundert später meine eigenen Arbeiten immer noch stark beeinflussen konnten. Und dass zur selben Zeit »Eine Handvoll Venus« veröffentlicht wurde.
Ursprünglich erschien dieser Roman zur Fortsetzung in einem Science-Fiction-Magazin, und in mancherlei Hinsicht merkt man das dem Plot auch an: Er ist episodisch in Form und Tonfall, hechelt von Cliffhanger zu Cliffhanger, anstatt einen übergreifenden Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, und er bewegt sich sehr, sehr schnell. Auf kaum dreihundert Seiten hetzen wir von New York über Washington, San Diego, die Antarktis und Costa Rica bis zum Mond. Geboten werden: Morde, versuchte Morde, Überfälle,
Verfolgungsjagden, Kidnappings, Rettungsaktionen, Betrügereien, einer der übelsten Psychopathen, den die Literatur überhaupt je hervorgebracht hat, eine bemannte Mission zur Venus, ein großartiger Tumult in den heiligen Hallen des US-Kongresses sowie ein monströses genmodifiziertes Huhn (wirklich!). Dazu: heimtückischen Humor, ruchlose Satire und einige überaus präzise Voraussagen der turbokapitalistischen Gesellschaft, in der wir gerade leben. »Eine Handvoll Venus« ist über fünfzig Jahre alt - aber seine Vision erscheint uns heute immer noch erschreckend vertraut.

»Ich bin Mitchell Courtenay. Ich kann Sie kaufen oder verkaufen, ohne mein Taschengeldbudget strapazieren zu müssen.«

So spricht - man bedenke: zur Blütezeit des Golden Age - unser Held. Er ist kein tollkühner Weltraumfahrer, er zieht nicht am schnellsten mit seiner Laserpistole - seine Waffen sind viel subtiler und letztlich weitaus verheerender. Mitch Courtenay gehört zur »Starklasse«, er ist ein Marketing-Fachmann der obersten Kategorie. Er braucht keine Waffe zu tragen, denn er hat eine niedrige Sozialversicherungsnummer, einen hohen Kreditrahmen und Zugang zu den »Movers and Shakers« der globalen Wirtschaft. Wie sein Boss ihm zu Beginn des Romans sagt:

»Mitch, Sie sind noch jung und erst kurze Zeit in der Starklasse. Aber Sie haben Macht. Ein paar Worte von Ihnen, und innerhalb von Wochen oder Monaten hat sich das Leben von einer Million Konsumenten völlig verändert. Das ist Macht, Mitch, absolute Macht. Sie kennen doch das alte Sprichwort: Macht adelt. Absolute Macht adelt absolut.«

Es gibt eben eine Art von Weisheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist ...
»Eine Handvoll Venus« ist insofern ein in vielerlei Hinsicht subversiver Text - nicht nur was das SF-Genre im engeren Sinne betrifft, sondern vor allem auch das politische Umfeld, in dem er entstanden ist. In seinem Zentrum steht zwar die klassische »Final frontier«-Geschichte (hier ist die Venus diese Grenze). Doch die Aufgabe unseres Helden ist es nicht, dorthin zu reisen und die Neue Welt zu zähmen - seine Aufgabe ist es, einem Haufen Idioten den Traum von dieser Neuen Welt zu verkaufen (wobei er die höllischen Bedingungen, die auf der Venus herrschen und ein Leben dort praktisch unmöglich machen, wohlweislich verschweigt). Der Roman ist, wenn man so will, ein so zynischer wie effektiver Doppelschlag: eine Gerade ins Gesicht der damals aufkommenden Marketingindustrie und ein Konter in Richtung der Lügen, die sich Amerika vom »frontier life«, von der »Eroberung des Westens« bis heute erzählt. Wie Bradbury in »Fahrenheit 451« verwenden auch Frederik Pohl und Cyril M. Kornbluth eins zu eins jene sprachlichen und charakterlichen Verkrampfungen, die eine Gesellschaft offenbar benötigt, um sich über ihren eigenen Zustand - über das, was es bedeutet, »normal« zu sein - zu täuschen. Und so wie »Fahrenheit 451« liefert auch »Eine Handvoll Venus« einige erstaunlich luzide Annahmen darüber, wie die Zukunft - jetzt die Gegenwart - aussehen könnte.
Natürlich lagen die beiden Autoren zuweilen völlig neben der Spur: Es gibt keine Städte auf dem Mond und keine Touristenburgen in der Antarktis (noch nicht jedenfalls), und wir reisen auch nicht in Raketen rund um den Globus, die so groß wie ein Kreuzfahrtschiff sind. Aber wenn Sie hier lesen, wie man vom Wohnzimmersessel aus bequem Golf oder Tennis spielt oder wie Hühnerfleisch auf wahrhaft industrielle Weise produziert wird - sollten Ihnen die Parallelen schmerzlich bewusst werden. Wenn Sie von den Obdachlosen lesen, die in den Eingängen jener Firmenhochhäuser schlafen, die Mitch Courtenay regelmäßig besucht, vom perfiden Marketing von »Brand Names«, von der Verwandlung ganzer Staaten in Rohstofflager (zum Beispiel »Indiastries«) - dann ahnen Sie, dass die Autoren sich die politischen Entwicklungen ihrer Zeit ganz genau angesehen haben, lange bevor die literarische Auseinandersetzung mit politischen Entwicklungen als »cool« deklariert wurde.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

In den vergangenen Jahrzehnten hat es sich eingebürgert, die Science Fiction des sogenannten Golden Age - also die amerikanische SF der vierziger und fünfziger Jahre - geringschätzig zu betrachten. Weithin wird das Genre jener Periode mit muskelbepackten, vierschrötigen und natürlich dezidiert weißen Helden assoziiert, die weit draußen im All, auf bisher ungezähmten Welten den amerikanischen Traum propagieren, während ihnen ebenfalls weiße vollbusige Schönheiten dabei unterwürfig zur Seite stehen.Diese Assoziation ist etwas unfair.Was nicht heißt, dass darin nicht auch eine gehörige Portion Wahrheit steckt. Immerhin kennen wir alle die schrillen Cover der SF-Magazine jener Zeit, haben bei der Lektüre der entsprechenden Geschichten ungläubig den Kopf geschüttelt, haben uns wohlfeil auf die Brust geklopft angesichts der Tatsache, dass wir uns von dieser reaktionär-chauvinistischen Betrachtungsweise von Frauen, Sexualität, generell allem, was der weißen, infantilen Mittelschicht damals als fremdartig erschien, weit entfernt haben. Ja, das Zeug gab es wirklich, und zwar jede Menge davon. Aber darum geht es hier nicht. Wie Theodore Sturgeon einmal so treffend sagte: »Neunzig Prozent der Science Fiction sind Blödsinn - aber neunzig Prozent von allem anderen sind auch Blödsinn!« Das Golden Age macht keine Ausnahme von dieser Regel.Unfair also nicht deshalb, weil wir die Science Fiction jener Periode geringschätzen, sondern weil wir sie so verallgemeinernd, so allumfassend verurteilen, dass wir die Sicht darauf komplett versperren. Was ein Fehler ist - denn diese enorm produktive Zeit in der Geschichte der Science Fiction einfach in Bausch und Bogen zu verdammen, lässt uns zum Beispiel übersehen, dass, obwohl das Golden Age tonnenweise grotesken Kitsch und chauvinistischen Mist hervorgebracht hat, zur selben Zeit Meisterwerke wie Ray Bradburys »Fahrenheit 451« oder Alfred Besters »Der brennende Mann« entstanden sind. Dass zur selben Zeit ein Genie wie Robert Sheckley die Novellen »Immortality Inc.« und »Mindswap« geschrieben hat, deren existentialistische Extrapolationen - der Körper, der Geist, das Universum - ein halbes Jahrhundert später meine eigenen Arbeiten immer noch stark beeinflussen konnten. Und dass zur selben Zeit »Eine Handvoll Venus« veröffentlicht wurde.Ursprünglich erschien dieser Roman zur Fortsetzung in einem Science-Fiction-Magazin, und in mancherlei Hinsicht merkt man das dem Plot auch an: Er ist episodisch in Form und Tonfall, hechelt von Cliffhanger zu Cliffhanger, anstatt einen übergreifenden Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, und er bewegt sich sehr, sehr schnell. Auf kaum dreihundert Seiten hetzen wir von New York über Washington, San Diego, die Antarktis und Costa Rica bis zum Mond. Geboten werden: Morde, versuchte Morde, Überfälle,Verfolgungsjagden, Kidnappings, Rettungsaktionen, Betrügereien, einer der übelsten Psychopathen, den die Literatur überhaupt je hervorgebracht hat, eine bemannte Mission zur Venus, ein großartiger Tumult in den heiligen Hallen des US-Kongresses sowie ein monströses genmodifiziertes Huhn (wirklich!). Dazu: heimtückischen Humor, ruchlose Satire und einige überaus präzise Voraussagen der turbokapitalistischen Gesellschaft, in der wir gerade leben. »Eine Handvoll Venus« ist über fünfzig Jahre alt - aber seine Vision erscheint uns heute immer noch erschreckend vertraut.»Ich bin Mitchell Courtenay. Ich kann Sie kaufen oder verkaufen, ohne mein Taschengeldbudget strapazieren zu müssen.«So spricht - man bedenke: zur Blütezeit des Golden Age - unser Held. Er ist kein tollkühner Weltraumfahrer, er zieht nicht am schnellsten mit seiner Laserpistole - seine Waffen sind viel subtiler und letztlich weitaus verheerender. Mitch Courtenay gehört zur »Starklasse«, er ist ein Marketing-Fachmann der obersten Kategorie. Er braucht keine Waffe zu tragen, denn er hat eine niedrige Sozialversicherungsnummer, einen hohen Kreditrahmen und Zugang zu den »Movers and Shakers« der globalen Wirtschaft. Wie sein Boss ihm zu Beginn des Romans sagt:»Mitch, Sie sind noch jung und erst kurze Zeit in der Starklasse. Aber Sie haben Macht. Ein paar Worte von Ihnen, und innerhalb von Wochen oder Monaten hat sich das Leben von einer Million Konsumenten völlig verändert. Das ist Macht, Mitch, absolute Macht. Sie kennen doch das alte Sprichwort: Macht adelt. Absolute Macht adelt absolut.«Es gibt eben eine Art von Weisheit, gegen die kein Kraut gewachsen ist ...»Eine Handvoll Venus« ist insofern ein in vielerlei Hinsicht subversiver Text - nicht nur was das SF-Genre im engeren Sinne betrifft, sondern vor allem auch das politische Umfeld, in dem er entstanden ist. In seinem Zentrum steht zwar die klassische »Final frontier«-Geschichte (hier ist die Venus diese Grenze). Doch die Aufgabe unseres Helden ist es nicht, dorthin zu reisen und die Neue Welt zu zähmen - seine Aufgabe ist es, einem Haufen Idioten den Traum von dieser Neuen Welt zu verkaufen (wobei er die höllischen Bedingungen, die auf der Venus herrschen und ein Leben dort praktisch unmöglich machen, wohlweislich verschweigt). Der Roman ist, wenn man so will, ein so zynischer wie effektiver Doppelschlag: eine Gerade ins Gesicht der damals aufkommenden Marketingindustrie und ein Konter in Richtung der Lügen, die sich Amerika vom »frontier life«, von der »Eroberung des Westens« bis heute erzählt. Wie Bradbury in »Fahrenheit 451« verwenden auch Frederik Pohl und Cyril M. Kornbluth eins zu eins jene sprachlichen und charakterlichen Verkrampfungen, die eine Gesellschaft offenbar benötigt, um sich über ihren eigenen Zustand - über das, was es bedeutet, »normal« zu sein - zu täuschen. Und so wie »Fahrenheit 451« liefert auch »Eine Handvoll Venus« einige erstaunlich luzide Annahmen darüber, wie die Zukunft - jetzt die Gegenwart - aussehen könnte.Natürlich lagen die beiden Autoren zuweilen völlig neben der Spur: Es gibt keine Städte auf dem Mond und keine Touristenburgen in der Antarktis (noch nicht jedenfalls), und wir reisen auch nicht in Raketen rund um den Globus, die so groß wie ein Kreuzfahrtschiff sind. Aber wenn Sie hier lesen, wie man vom Wohnzimmersessel aus bequem Golf oder Tennis spielt oder wie Hühnerfleisch auf wahrhaft industrielle Weise produziert wird - sollten Ihnen die Parallelen schmerzlich bewusst werden. Wenn Sie von den Obdachlosen lesen, die in den Eingängen jener Firmenhochhäuser schlafen, die Mitch Courtenay regelmäßig besucht, vom perfiden Marketing von »Brand Names«, von der Verwandlung ganzer Staaten in Rohstofflager (zum Beispiel »Indiastries«) - dann ahnen Sie, dass die Autoren sich die politischen Entwicklungen ihrer Zeit ganz genau angesehen haben, lange bevor die literarische Auseinandersetzung mit politischen Entwicklungen als »cool« deklariert wurde.
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