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Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Band 2: Unabhängigkeitserklärung, Revolution und das Aufbegehren der Frauen
 
 
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Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Band 2: Unabhängigkeitserklärung, Revolution und das Aufbegehren der Frauen [Taschenbuch]

Howard Zinn , Sonja Bonin
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als die People's History of the United States 1980 erstmals erschien, betrat der amerikanische Autor Howard Zinn Neuland auf dem Gebiet der Geschichtsschreibung der Vereinigten Staaten. Dem Konzept von Geschichte verstanden als die Kriegs- und Heldengeschichte "großer Männer" setzt Zinn eine Geschichte des amerikanischen Volkes entgegen, die im Grunde aus vielen Geschichten verschiedener Völker und Generationen der USA besteht. In für ein Geschichtsbuch ungewöhnlich eingängiger Sprache schreibt er nicht aus der Perspektive der Eroberer, sondern der Eroberten, spricht nicht von den Ruhmesworten über Siegergestalten, sondern über die Verluste der Besiegten, erklärt nicht im gehobenen Stil der Herrschenden, sondern in der ungeschmückten Sprache der Beherrschten: der Fabrikarbeiter, Frauen, Sklaven, African-Americans, Native Americans, der Vertreter der Arbeiterklasse und der Einwanderer.

Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe gehört die People's History in den amerikanischen High Schools und Colleges zur Lektüre im Geschichtsunterricht. Trotz oder vielleicht auch wegen seiner radikalen Offenlegung historischer Gräuel, Akte der Unterdrückung und der Worterteilung an die zu lange stumm gebliebenen Stimmen des amerikanischen Volkes. 25 Jahre nach der ersten Auflage ist die unkonventionelle Darstellung der amerikanischen Geschichte von Columbus bis zur Ära Clinton 1,5 Millionen Mal verkauft worden. Jetzt erscheint Howard Zinns Geschichtsgeschichte erstmals in deutscher Sprache. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Howard Zinn, Historiker und Dramatiker, geboren am 24. August 1922 in Brooklyn, New York, wuchs als Immigrantenkind in einer Arbeiterfamilie in Brooklyn auf. Im Zweiten Weltkrieg war er als Bombenschütze der US Airforce im Einsatz. Nach dem Krieg studierte er an der Columbia University, wo er in Geschichts- und Politikwissenschaft promovierte. In den vergangenen Jahrzehnten war Zinn als Professor für Geschichte und Politik an der Boston University und Gastprofessor an den Universitäten von Paris und Bologna tätig und veröffentlichte zahlreiche Aufsätze und Bücher zur Politik und (Sozial-) Geschichte der Vereinigten Staaten. Zinn erhielt den Thomas Merton Award, den Upton Sinclair Award, den Lannan Literary Award und zuletzt den Prix des Amis du Monde diplomatique 2003. Howard Zinn lebt mit seiner Frau in Auburndale, Massachusetts.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Makaveli
Format:Broschiert
"Eine Geschichte des amerikanischen Volkes", vom amerikanischen Historiker und Politikwissenschaftler Howard Zinn gehört für mich zu einem der wichtigsten Geschichtsbücher der Vereinigten Staaten.

In Amerika 1999 in einer Auflage von mehr als einer Million erschienen, gehört das Buch darüberhinaus in vielen Universitäten mittlerweile zum Lehrplan der Landesgeschichte.

Zinn, der die Auffassung vertritt, dass die führenden, meistgelesenen Geschichtsbücher Amerikas die Greueltaten, Völkermorde und Ungleichheiten der Staaten in einem unakzeptabelen Maße beschwichtigen, schönreden, verzerren oder gar verleugnen, versucht mit seinem bekanntesten Buch die Tatsachen gerade zu rücken. Dafür wechselt er die Perspektive der Darstellung, indem er aus der Sicht der Eroberten, Unterdrückten, Armen, Sklaven und Frauen schreibt.

"Meine Einstellung zur Beschreibung der Geschichte der Vereinigten Staaten ist..., dass wir die Erinnerungen der Staaten nicht als unsere eigenen hinnehmen dürfen. ... Die Geschichte jedes Landes ... verbirgt bittere Interessenkonflikte zwischen Eroberern und Eroberten, Herren und Sklaven, Kapitalisten und Arbeitern, rassisch oder sexuell Dominierten und Dominierenden. Und in einer solchen Welt von Opfern und Henkern, ist es, wie Albert Camus gesagt hat, die Aufgabe der denkenden Menschen, nicht auf der Seite der Henker zu stehen."

Meiner Ansicht nach schreibt Zinn sehr ausführlich und versteht es auf sehr deutliche Art und Weise die Dinge beim Namen zu nennen.

Sehr erfreulich ist, dass die Übersetzung ins Deutsche dieses Jahr erschien, wobei die Bände nicht von der allergrößten Qualität zeugen. Der Inhalt lässt einem das allerdings verzeihen, wird man doch Zeuge, der 'wahren' Geschichte Amerikas.

"To ask why we turned from bad to worse, is to ignore from which we came", sagte Tupac Shakur (erfolgreichster Rapper aller Zeiten) vor einem knappen Jahrzehnt und meinte damit eigentlich die damals (& im Grunde auch noch heute) vorherrschende Situation der Schwarzen. Das Zitat lässt sich aber wunderbar auch auf die derzeitige Menschheitsgeschichte übertragen: Wer sich fragt, warum alles so besch***** ist, wie es im Moment ist, der sollte am besten zuallerst einmal in der Vergangenheit suchen, um zu verstehen.

Genau das kann man mit dem vorliegenden Werk Zinns erreichen. Vieles macht plötzlich Sinn, so ist die Politik der 'sogenannten' Vereinigten Staaten von heute doch nur eine Fortsetzung der historischen Ereignisse der letzten Jahrhunderte.

Für mich zeigt Howard Zinns Neuschreibung der amerikanischen Geschichte allerdings neue Möglichkeiten für die Zukunft auf. Sie entblößt zum einen nicht nur die 'Henker' der Geschichte sondern deckt zum anderen die Macht der Opfer im Kollektiv auf, die sich über die Jahrhunderte immer wieder im Widerstand oder in der Rebellion niederschlug.

Wer auf Wandel oder Verbessungen der Weltpolitik hofft, muss zwangsläufig nach Amerika schauen. Und um die Umstände in diesem riesengroßen Land zu verstehen, sollte sich gut mit dessen Geschichte befassen.

Dafür empfehle ich mit 5 Sternen Howard Zinn's 'A People's History of the United States' (oT)!!!!!

Für alle Denkenden, die nach Wahrheiten suchen und die Hoffnung auf bessere Tage noch nicht aufgegeben haben.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
howard zinn hat sich mit seiner geschichtsschreibung aus einer radikal-linken perspektive - mit blick auf randgruppen, bürgerbewegungen und rebellionen - nicht nur freunde geschaffen. konservative amerikanische historiker beneiden zinn zwar um seinen erfolg (unzählige lehrer und dozenten setzten das buch auf ihre literaturliste), prangern aber sein abweichen von der gängigen objektivitätsdoktrin an. zinn beansprucht in der tat, seine auswahl von quellen und ereignissen nach seinen eigenen kriterien vorzunehmen. so kann man sicher nicht alleine mit der geschichte des amerikanischen volkes die ganze amerikanische geschichte nachvollziehen (das buch enthält auch keine jahrtafeln oder ähnliches). zinn erzählt aber, was alle anderen gerne verschweigen: in der bevölkerung gibt es immer unterdrückte minderheiten, die wahren konflikte bestehen zwischen reich und arm - externe kriege finden nicht statt zwischen zwei nationen, sondern nur zwischen den herrschenden zweier länder.

der erfolg dieses buches in den vereinigten staaten wird nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass zinn nicht in historiker-fachsprache schreibt, sondern in seinen eigenen, lebendigen worten, die er mit vielen originalquellen komibiniert, die einerseits der faktenvermittlung dienen, andererseits aber auch die gedanken und empfindungen der leute in ihren eigenen worten wiedergeben. so ist howard zinns geschichtsbuch wirklich eine geschichte des amerikanischen volkes.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das amerikanische Gewissen 11. Oktober 2006
Format:Taschenbuch
Howard Zinn stellt sich gegen die vorherrschende Auffassung in der Wissenschaft, wonach Historiker objektiv sein sollen. Seine Begründung: Es sei ihnen gar nicht möglich. So nimmt Zinn lieber gleich eine Position ein und schildert die gesellschaftlichen Konflikte der Kolonialzeit Amerikas aus der Sicht der Indianer, Sklaven und weißen Bediensteten und zeigt mit einer Wucht an Detailreichtum auf, wie sie unterdrückt wurden, um den Reichtum einer schmalen Oberschicht zu sichern. Individuelle Handlungen bekommen hier Raum gegenüber den großen Ereignissen der Geschichtsschreibung. Dabei verweist er, leider oft zu kurz gegriffen, auf das, was dazu schon geschrieben steht und will dem die andere Seite der Medaille entgegenhalten. Dennoch: Eine gewinnbringende Lektüre!
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