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Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Gesamtausgabe
 
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Eine Geschichte des amerikanischen Volkes. Gesamtausgabe [Broschiert]

Howard Zinn , Sonja Bonin
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 689 Seiten
  • Verlag: Schwarzerfreitag; Auflage: 1., Aufl. (Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937623507
  • ISBN-13: 978-3937623504
  • Originaltitel: A People's History of the United States
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 206.882 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In für ein Geschichtsbuch ungewöhnlich eingängiger Sprache schreibt Zinn nicht aus der Perspektive der Eroberer, sondern der Eroberten, spricht nicht vom Ruhm der Sieger, sondern über die Verluste der Besiegten, erklärt nicht im gehobenen Stil der Herrschenden, sondern in der ungeschmückten Sprache der Beherrschten: der Fabrikarbeiter, Frauen, Sklaven, Schwarzen, Indianer, der Vertreter der Arbeiterklasse und der Einwanderer. Seit der ersten Auflage vor 27 Jahren entwickelte sich Zinns unkonventionelle Darstellung der amerikanischen Geschichte von Columbus bis zur Ära Clinton vom Geheimtipp unter Studenten zu einem Standardwerk an amerikanischen Schulen und Universitäten.

Über den Autor

Howard Zinn, Historiker und Dramatiker, geboren am 24. August 1922 in Brooklyn, New York, wuchs als Immigrantenkind in einer Arbeiterfamilie in Brooklyn auf. Im Zweiten Weltkrieg war er als Bombenschütze der US Airforce im Einsatz. Nach dem Krieg studierte er an der Columbia University, wo er in Geschichts- und Politikwissenschaft promovierte. In den vergangenen Jahrzehnten war Zinn als Professor für Geschichte und Politik an der Boston University und Gastprofessor an den Universitäten von Paris und Bologna tätig und veröffentlichte zahlreiche Aufsätze und Bücher zur Politik und (Sozial-) Geschichte der Vereinigten Staaten. Zinn erhielt den Thomas Merton Award, den Upton Sinclair Award, den Lannan Literary Award und zuletzt den Prix des Amis du Monde diplomatique 2003. Howard Zinn lebt mit seiner Frau in Auburndale, Massachusetts.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
53 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
*Pflichtlektüre* 27. Juli 2007
Endlich erscheint Howards Zinns Klassiker "Eine Geschichte des amerikanischen Volkes" auf Deutsch. Warum erst jetzt? Verkaufte sich das 1980 zum ersten Mal erschiene Buch in den USA doch schon knappe 1.5 Millionen Mal und entwickelte sich vom Geheimtipp unter Studenten zum Standardwerk an Universitäten und Schulen.

Insofern muss man dem Verlag Schwarzerfreitag aus Berlin äußerst dankbar sein, dass er sich dieser Aufgabe angenommen hat und das Buch jetzt zum ersten Mal, sorgsam lektoriert und äußerst präzise übersetzt, auf Deutsch veröffentlicht.

Für diejenigen, die sich für die Geschichte der Vereinigten Staaten interessieren und einen Blick über den Tellerrand des historiographischen Mainstreams werfen möchten, ist Zinns "Eine Geschichte des amerikanischen Volkes" Pflichtlektüre. Howard Zinn, neben Noam Chomsky, der wichtigste linksprogressive Intellektuelle der USA, schafft hier, woran viele seiner Historikerkollegen verzweifeln: Er schreibt eingängig und verständlich, jedoch gleichzeitig mit der notwendigen Tiefenschärfe, die eine solch umfassende Materie erfordert und spricht somit sowohl das historische Fachpublikum wie auch den historisch interessierten Laien zugleich an.

Den Anspruch der historischen Objektivität versucht Zinn dabei jedoch erst gar nicht zu erheben und betont dies Anfangs in aller Deutlichkeit: "Angesichts der Unvermeidlichkeit, Partei zu ergreifen, die durch Auswahl und Schwerpunkt in der Geschichtsschreibung entsteht, ziehe ich es deshalb vor, zu versuchen, die Geschichte der Entdeckung Amerikas aus der Perspektive der Arawak zu erzählen, die der Verfassung vom Standpunkt der Sklaven (...) vom ersten Weltkrieg aus der Sicht von Sozialisten, vom zweiten Weltkrieg aus der Sicht der Pazifisten, vom New Deal aus der Sicht der Schwarzen in Harlem, vom amerikanischen Nachkriegsimperium aus der Sicht der Landarbeiter in Lateinamerika. Und so weiter, so gut eben ein einzelner Mensch, so sehr er oder sie sich auch bemüht, Geschichte "aus der Sicht anderer" betrachten kann (...) Das ist, so offen wie möglich gesagt, meine Herangehensweise an die Geschichte der Vereinigten Staaten. Der Leser sollte dies ruhig gleich zu Beginn wissen. (17-18)"

Schwerer Tobak also für diejenigen, die noch immer an die Objektivität in der (amerikanischen) Geschichtsschreibung glauben. Dabei sollte doch jedem, der sich schon einmal ernsthaft mit Geschichte und Geschichtsschreibung auseinandergesetzt hat, klar sein, dass ein vermeintlich objektiver Anspruch, meist nur der Verschleierung der eigenen Perspektive dient. Gerade bei konservativen Historikern lässt sich dies besonders oft feststellen.

Nicht so bei Zinn. Anstatt einmal mehr die Heldengeschichte der "großen, weißen Männer" zu erzählen, rückt Zinn die Verlierer, die Benachteiligten und die Unterdrückten in den Fokus seiner Geschichtsschreibung: Arbeiter, Frauen, Afro-Amerikaner, Native Americans und Immigranten kommen bei ihm zu Wort. So erzählt er ihre Geschichte von Kolumbus' ersten Schritten auf den Bahamas bis in die Gegenwart (das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der Wahl 2000 und dem "Krieg gegen den Terrorismus"). Ein Perspektivenwechsel und historiographisches Korrektiv, welches vor allem bei seiner amerikanischen Leserschaft für manche Offenbarung gesorgt haben sollte.

In einen platten Antiamerikanismus verfällt der Historiker und Politikwissenschaftler Zinn jedoch nie, dafür ist seine Darstellung zu intelligent und differenziert. Vielmehr zeigt er, dass die Vereinigten Staaten schon immer ein Land der Andersdenkenden, der Bürgerrechtler, der Revolutionäre und des Widerstands waren. Eine Tatsache, die in vielen anderen Geschichtsschreibungen zu oft zu kurz kommt.

"Eine Geschichte des amerikanischen Volkes" ist somit ein zwingend notwendiger Perspektivenwechsel und ein Gegennarrativ, das die amerikanische Geschichtsschreibung um eine äußerst wichtige - und äußerst inspirierende - Komponente erweitert. Das Buch ist darüber hinaus Pflichtlektüre für alle, die sich mit der historischen Dimension der amerikanischen Gegenwartspolitik vertraut machen wollen. Begreift man die aktuellen politischen Irrwege der Bush-Administration in diesem Sinne, wird einem schnell klar, dass dieses Buch keine Minute zu früh erschienen ist.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eigentlich wollte der Autor nur ein dissidentes Buch schreiben - doch mittlerweile ist Howard Zinns 1980 erstmals erschienenes "A People's History of the United States" eines der einflussreichsten Geschichtsbücher der USA überhaupt. Rund 1,5 Millionen Mal ging diese "andere Geschichte Amerikas" bisher über die Ladentische. Dank der Bemühungen des kleinen Berliner Verlags Schwarzer Freitag liegt Zinns Opus nun erstmals auch in Deutsch vor. 'Die "Geschichte des amerikanischen Volkes" erzählt die Historie von 1492 bis heute, aber nicht als Geschichte ruhmreicher Eroberer und tugendhafter Präsidenten, sondern aus der Perspektive der einfachen Leute: der Indianer, die sich gegen die Genozide wehrten und brutal ermordet wurden, aus dem Blickwinkel der armen Einwanderer, die in regelmäßigen Wellen in das Land geschwemmt wurden, aus der Sicht der schwarzen Sklaven, der einfachen Arbeiter. Aber es ist nicht nur eine Geschichte der Besiegten. Zinn versucht, den offiziellen Helden wirkliche Helden gegenüberzustellen - etwa die Abolitionists, die eine Bewegung für die Abschaffung der Sklaverei entfachten, deren Forderungen sich Abraham Lincoln nur mit Widerwillen beugte. Der Band ist lehrreich - und leicht zu lesen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
"Eine Geschichte des amerikanischen Volkes" (Schwarzerfreitag Verlag, Berlin 2007 - "A People's History of the United States", 1980) ist eine Geschichte der USA, die sich nicht nur mit der "Erfolgsstory" des Aufstiegs zur Weltmacht, sondern auch mit den dunklen Seiten von "God's own country" befaßt. Der Autor, Howard Zinn, ehem. Professor für Geschichte und Politik an der Boston University, betrachtet die Geschichte der USA in 25 Kapiteln aus der Sicht des "Volks", eigentlich besser der "Völker". Diese Kapitel befassen sich u.a. mit dem Völkermord an den indianischen Ureinwohnern, der Rassentrennung, der Sklaverei, dem Klassenkampf des 19. Jahrhunderts mit Räuberbaronen und Rebellen, den Kriegen (des Volkes?), Vietnam und dem "War against terrorism". Zinn schreibt dabei klar und einfach meist aus der Sicht der Verlierer, der Eroberten, der Beherrschten. In diesem Sinn ist sein Buch nicht objektiv, was viele Historiker ihren eigenen Büchern gerne unterstellen, sondern von ihm bewußt subjektiv geschrieben. Und so kommt insbesonere die Sichtweise der Indianer, der Schwarzen, der Immigranten, der Industrie- und Landarbeiter vor. Zinn's Buch ist seit der Erstauflage 1980 mittlerweile über 1,5 Millionen mal verkauft worden und zum Standardwerk der amerikanischen Geschichte abseits des deskriptiven Mainstreams geworden. Alles in allem 627 lesenswerte Seiten für alle, die an Geschichte interessiert sind. Im übrigen gibt es das Buch auch in 9 handlichen Einzelbänden.
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