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Eine Frau in Berlin: Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945
 
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Eine Frau in Berlin: Tagebuch-Aufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945 [Taschenbuch]

Anonyma
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das unglaubliche Sprachgefühl, der Sinn für Pointen, der unprätentiöse Gebrauch von Bildung, die genaue Beobachtungsgabe, die Dichte der Beschreibung, der intellektuelle Feinsinn, das klare Urteil - man möchte nicht aufhören, dieses Buch zu loben und für seine Lektüre zu werben." (Hanna Leitgeb in Literaturen )

"'Eine Frau in Berlin' ist ein unglaubliches Buch. Wer das Alphabet gelernt hat, darf und muss es jetzt lesen!" (Renée Zucker in der taz )

"Ein menschlich berührendes und literarisch gewichtiges Dokument - und eine späte, überfällige Entdeckung." (Joachim Kronsbein in Der Spiegel )

Kurzbeschreibung

Eine namenlose Frau erzählt von den letzten Tagen des Krieges im Frühjahr 1945 und dem Einmarsch der Roten Armee in Berlin: Schonungslos offen und mit einem feinsinnigen Gespür für diese geschichtsträchtige, beispiellose Zeit berichtet die vielleicht 30-Jährige von Hunger, Ekel und Angst. Und von plündernden Soldaten, die sie – und unzählige andere Frauen – mit roher Gewalt vergewaltigen. Doch statt Selbstmitleid oder Hass wächst in der jungen Frau ein unerschütterlicher Überlebenswille heran …



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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ruessler TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Dieses Buch ist wichtig. Jeder, der sich mit den Geschehnissen von 1945 befaßt, sollte es gelesen haben. Schonungslos und offen schildert die Autorin die letzten Kriegstage und die Zeit danach, wie sie die Berliner Bevölkerung erlebt hat - vor allem die Frauen. Das Leid wird ohne Dramatisierung geschildert, egal ob Familien, die aus Verzweiflung Selbstmord begehen oder Jugendliche, die noch in den letzten Kriegstagen von Bomben getötet werden. Und dann kommen die Russen. Sehr bildhaft wird beschrieben, wie Eltern - nicht immer erfolgreich - versuchen, ihre jugendlichen Töchter zu verbergen, und wie viele Frauen versuchen, sich alt unattraktiv zu machen, um für die Soldaten nicht interessant zu sein. Und daß es unweigerlich zu Vergewaltigungen kommt, wird auch offen und ehrlich beschrieben. Die Autorin selber versucht, sich durch ihre Russischkenntnisse und das gezielte Auswählen von hochrangigen Offizieren noch irgendwie in diesen schlimmen Tagen zu helfen - doch auch wenn sie mit einigen "hohen Tieren" so eine Art Beziehung(wobei dieses Wort dafür an und für sich zu weit gehen würde) eingeht, durch die sie sich und anderen Essensvorräte beschaffen kann, so zeigt sich, daß es allen Truppen - egal welchen Ranges und Alters - schlußendlich nur um "das Eine" geht...und daß auch vor Alten nicht halt gemacht wird.
Ebenso anschaulich wird der Kampf um knappe Lebensmittel beschrieben, daß zu diesen Notzeiten auch Brenesseln oder faulige Kartoffeln reichen müssen, überhaupt wird der Kampf ums Überleben und auch das gegenseitige Bestehlen passend mit "homo homini lupus" charakterisiert.
Dieses Buch zeigt auch auf, daß das Leiden der Leute nach dem Krieg noch lange nicht beendet war - auch nach Kapitulation am 8. Mai kommt es zu Vergewaltigungen und Plünderungen, gleichwohl sich die Wogen inzwischen etwas geglättet haben.
Wer das Buch durchgelesen hat, wird verstehen, daß die Autorin nicht genannt werden wollte. Sie versteht es nebenbei auch recht gut, ihre Erlebnisse gut auszuformulieren - angesichts der Umstände, unter denen dieses Tagebuch entstanden ist, eine große Leistung.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der auch mal einen authentischen Einblick in das Leid der deutschen Zivilbevölkerung durch den Krieg erhalten möchte. Das Buch zeigt keine Spur von Mitleidsgeheische, nein, vielmehr wurden die Gefühle ausgespart, denn wenn alle Gefühle abgetötet sind, kann auch kein Haß mehr entstehen.
In einer anderen Rezension wurde erwähnt, daß dieses Buch in deutschen Schulen gelesen werden sollte. Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen. Schließlich sollte die deutsche Geschichte nicht nur einer einseitigen Betrachtung unterzogen werden.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kriegsbeute 13. August 2008
Vergewaltigung in Zeiten des Krieges ist weniger eine sexuelle Handlung als eine Geste der Macht, der Unterwerfung. Frauen werden entmenschlicht durch Schändung- teilweise in serienweiser Form ( "... angestanden haben sie")
"Vergewaltigung ist eine sexualisierte Form der Ausübung von Macht und Kontrolle und nicht etwa die Befriedigung eines Sexualtriebes. Sie ist tief in den patriarchalen Kulturen verwurzelt. So findet man die Darstellung von Vergewaltigungen schon in Schöpfungsmythen und Legenden. Vergewaltigung dient dazu, Frauen zu demütigen und einzuschüchtern. Die Täter sind meist nicht abnorm oder psychisch gestört. Ziel ist, dem Opfer die Persönlichkeit zu nehmen, indem es auf sein Geschlecht reduziert wird. Deshalb sind Vergewaltigungen für die Opfer psychisch viel belastender als andere aggressive Handlungen."

So nüchtern über das Thema zu schreiben, fällt mir nicht leicht; es könnte der Vorwurf entstehen, man habe keine Empathie, könne sich nicht in das Leid von Frauen einfühlen- als Mann.
Ich könnte auf eine Stellungnahme verzichten, um diesen Vorwurf zu entgehen. Nehme aber das Risiko auf mich, weil dieser Bericht dieser Frau so bemerkenswert ist. Wie sieht es mit der Moral in solchen Zeiten aus ?

Im Vordergrund steht das Überleben. Wie komme ich heute über die Runden ?
Das gilt für die geschändete Frau ebenso wie für die nicht betroffenen Männer, die der Frau zurufen, nun gehen so schon mit, sie gefährden ja uns alle.
Unter Friedensbedingungen finden wir eine solche Bemerkung abscheulich.
Wenn die Gefährdung des Lebens akut ist, relativiert sich ein solches Urteil. Es ist bemerkenswert, wie analytisch dieser Bericht der Frau ist.
Sie weiss- selbstreflektiert- dass sie Überleben will. Das gesteht sie auch anderen zu. Deswegen beschreibt sie nur, verurteilt nicht.
Gerade dadurch, dass sie beobachtet und aufschreibt ( auf das Papier gespien), ist dieses Dokument so unentbehrlich. Dass sie es so scheinbar distanziert schreiben kann, ist ihre Überlebensgarantie.
Sie will überleben- das trägt sie durch alles Elend. Dadurch verwandeln sich ihre eigenen Wertmaßstäbe auch gänzlich. Dass das Unterzeug bei einer Schändung zerreist, ist jetzt wirklich wichtig. Es waren die letzen heilen Sachen.

Der Mann dazu ? Er liest es, kann die Schilderung nicht wirklich an sich heranlassen. Erst Verurteilung ( ihr seid schamlos wie Hündinnen), dann Verweigerung des Verstehens ( kann mich nicht durchfinden), dann Abhauen.
Ein anderer " musste" anhören, wie seine Frau nebenan geschändet wurde.

Nicht gerade hilfreich, aber wer will Richter sein ?

Dieser Bericht ist durch seine Nüchternheit ein beklemmendes Dokument, wie sehr die Umstände Menschen aller Werte und auch der Würde berauben können.

Anonyma hat den Opfern ein wertvolles Denkmal für die Nachwelt gesetzt.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ws__
Eine Autobiographie von literarischer Qualität. Fesselnd und trotz des schweren Themas überraschend angenehm zu lesen.
In meiner Kindheit (geb. Mitte der 50'er Jahre) gab es viele „Kellergeschichten". Ich konnte sie nie wirklich richtig einordnen. Natürlich waren sie nicht vollständig, und sie waren auch emotional irgendwie schräg - für ein Kind höchst verwirrend. Da habe ich im Deutschlandfunk eine äußerst positive Rezension dieses Buches gehört. Ich musste es lesen und irgendwie haben sich meine Erinnerungen normalisiert. Die Autorin haucht dieser Zeit und dem damaligen Sein Leben ein, der auch weit über ihr persönliches Schicksal trägt.
Es ist einfach schön die Welt - so schrecklich sie damals auch gewesen ist - mit den Augen der Autorin anzuschauen. Der Stil ist leicht, genau, offen, neugierig, aufmerksam mit einem Hauch von Humor. Das beschriebene Leben war - stark untertrieben gesagt - abenteuerlich. Wahrscheinlich könnte man es ohne die Hilfe der bezaubernden Autorin gar nicht so genau anschauen.
Schade, dass die Autorin aus nur zu verständlichen Gründen anonym geblieben ist. Ich hätte gerne noch mehr von ihr gelesen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Eine Frau in Berlin/ april-may 1945
Eigentlich was geschah in Berlin April/May 1945 war nicht immer so unmenschlich.
Ein Buch man muss lesen um zu verstehen was geschah: Britisch Historian Antony Beevor:... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Mr. T. Molnard veröffentlicht
Nur eine Frau von vielen
...ist die Protagonistin dieses Buches. Kurz vor Einmarsch der Russen in Berlin begann sie dieses Tagebuch und schrieb alles auf, wodurch wir Leser einen einzigartigen Einblick in... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Nordlicht veröffentlicht
Sehr interessant!
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Vor 22 Monaten von Sven Schirmer veröffentlicht
Ueberleben um jeden Preis
Anonyma beschreibt in ihrem Aufzeichnungen die Tage nach dem Krieg im Berlin, dass von den Rotarmisten heimgesucht wird. Um zu ueberleben, bietet sie ihren Koerper an. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Dezember 2009 von faustino888
sprachlich hervorragend
Ein sehr lesenswertes Buch. Die Geschichte bringt dem Leser Einblicke in eine Realität, welche hoffentlich nicht wieder erlebt werden muss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. November 2009 von Schlansky
Es geht um das Leben der Frauen kurz nach Ende des 2. Weltkrieges....
dieses buch war sehr interessant, da die Nachkriegszeit für uns Frauen in Berlin, besetzt von den Russen und anderen Ländern sehr schwer war. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Juli 2009 von Ursula Butz
Absolut lesenswert
Ein beeindruckendes Buch, das nicht einfach geschichtliche Abläufe darstellt, sondern aus der persönlich erlebten Perspektive einer Beteiligten schildert, wie sie die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Mai 2009 von Kamerakind Üffes
Tolles Buch!
Das Buch ist so ergreifend, dass man das Gefühl hat, vor Ort gewesen zu sein und alles mit erlebt zu haben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. März 2009 von Igel2009
Sehr zu Empfehlen
Durch das Wissen um die Authentizität des geschriebenen fühlt man teilweise die Beklemmungen und Ängste die diese Frau und viele tausend anderer in dieser Zeit... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von Carsten Schramm
Beeindruchkender Beitrag zur Nachkriegsgeschichte
Kurz vor Kriegsende im April 1945 beginnt eine Frau in Berlin mit ihren Tagebuchaufzeichnungen. Darin beschreibt sie das Leid und Leben in der ausgebombten Stadt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2008 von Schillerlocke
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