...die wird wunderbar hervorgebracht in diesem Buch.
Wie idiotisch ist es, im Nachinein betrachtet, ein Boot/zwei Boote aus Europa auf dem Landweg nach Afrika zu schleppen, um dort auf einem See den 1. Weltkrieg ausfechten zu wollen...hierüber erzählt der Autor in wunderbar einfacher und eingehender Sprache, ohne je der Versuchung zu erliegen, historisch überkorrekt den Duktus dieser Zeit zu übernehmen. Gleichzeitig wird viel von den Menschen erzählt, die dabei eine Rolle spielten, deren Charakterzügen, Ambitionen, aber auch Gefühlen. Wie fühlt man sich als kleines Rädchen in diesem Irrsinn - das kommt sehr gut heraus.
Einzig der Schluss hat mich schwer erstaunt...urplötzlich ist das Buch zu Ende. Der Krieg ist vorbei, die Schlacht ganz kurz, das Thema erledigt. Hier hätte ich mir etwas mehr Intensität gewünscht, um die gute Botschaft noch zu verstärken. Dafür den Abzug eines Sterns.
In Summe ein Buch über ein sehr spezielles Kapitel der Geschichte, über das man sonst nirgends etwas hört, flott geschrieben, leicht gelesen, eine problemlose Empfehlung.