Dieser Roman von Brad Ferguson setzt J.M. Dillards "Die verlorenen Jahre" fort.
Dort hatte sich Jim Kirk von Großadmiral Nogura überreden lassen,als Mitglied der Admiralität einen Posten als "diplomatische Feuerwehr" zu bekleiden und zusammen mit der Vizeadmiralin Lori Ciana ein Krisen- Interventions-Team zu bilden.
Fergusons Geschichte setzt einige Monate später ein. Lori Ciana ist zu Jim Kirks Ehepartnerin geworden und Kirk zum Leiter der Betriebs-Technik Starfleets und damit maßgeblich am Umbau der Enterprise beteiligt.Dieser ist nahezu vollendet und wird, von großem Presserummel begleitet, mit einem Festakt begangen.
Nogura will seinen Plan,den legendären Ruf James T. Kirks als das perfekte Aushängeschild für die Sternenflotte zu nutzen, noch weiter ausbauen.Er überredet den widerstrebenden Ex-Captain, als Presseoffizier zu fungieren.
Vor diesem Hintergrund kriselt es heftig zwischen dem Admiral und Lori Ciana.
Auch Kevin Riley, Kirks Adjutant, ist von einer tiefen Sinnkrise erfasst.
Dies alles beschreibt Ferguson sehr einfühlsam und verbindet es mit Elementen aus seinem ersten Roman "Krise auf Centaurus".Offenbar hat die rassistische Terrorzelle, die die centaurianische Hauptstadt in Schutt und Asche legte,Sympathisanten auf der Erde, die dort einige Unruhe stiften.
Dies bekommt G`dath, ein klingonischer Wissenschaftler zu spüren, der auf der Erde lebt und an einer High School unterrichtet.G`dath ist eine interessante Persönlichkeit, die alle Vorurteile über Klingonen über den Haufen wirft.Neben seiner Tätigkeit als Lehrer arbeitet er an einem geheimen Forschungsprojekt, das gefährliche Verwicklungen verursacht.Zwei klingonische Sicherheitsbeamte beschatten den Wissenschaftler ständig und wollen ihm die Erfindung abjagen.
Auch G`daths Schüler spielen eine Rolle- eindrücklich wird auf die unterschiedlichen Einstellungen der Jugendlichen eingegangen, von einem Klingonen unterrichtet zu werden.
Dies ist im Wesentlichen ein Kirk-Roman.Alle anderen wohlbekannten Mitglieder seiner Crew finden nur am Rande Erwähnung, denn hier geht es um den heroischen Versuch des ehemaligen Captains, sich mit seinem neuen Job abzufinden.Es ist ein sehr persönliches Szenario, das Ferguson schildert.
Die tiefe Verbindung zwischen Kirk und Riley, die spannende Story um G`dath, seine Erfindung und die Ressentiments, denen er ausgesetzt ist,dazu die sehr lebendige Schilderung der Jugendlichen - daraus ist ein sehr aufschlussreiches, spannendes und unterhaltsames Stück Starfleet- Geschichte geworden, das sich harmonisch in die Zeit vor dem ersten ST-Film einfügt.