Das Buch "Eine Finca auf Mallorca" ist ein durch und durch erstaunliches Buch: erwartet man, vom äußeren Erscheinungsbild inspiriert, informative Berichte, wird man nicht enttäuscht - ebensowenig, wenn man einen Hang zur deskriptiven und unterhaltsamen Literatur hat: Die Autorin beschreibt in vielen kleinen Anekdoten ihre eigene, besondere Beziehung zu "ihrem kleinen Paradies" und den manchmal recht schwierig anmutenden Weg bis hin zur eigenen Finca auf der Sonneninsel. Dabei handelt es sich nicht durchweg um Tipps und Tricks über eine fremde Kultur (denen man viel Lehrreiches über Land und Leute entnehmen kann), sondern auch um eine überaus unterhaltsame und anprechende Erzählung, so dass man das Buch nach dem Lesen der ersten Zeilen ungern wieder aus der Hand legt. Das Buch verblüfft mit einer ungewöhnlich fesselnden Erzähltechnik, die das Lesen zum Genuss werden lässt und das Beschriebene anschaulich macht. Die ehrlich und hautnah geschriebenen Berichte über sich und die eigene Familie, alte und neugewonnene Freunde auf der Insel, das mediterrane Leben sowie das Chaos und die Probleme, die ein Hauskauf in einem fremden Land mit sich bringen, zeugen von einem besonderen Hang zu Mallorca: die Autorin beschreibt charmant und detailverliebt, oft auch mit einem gewissen Hang zur Selbstironie, die Liebe zu einem ganz besonderen Ort der Welt. Der große Pluspunkt dieses Buches: man möchte einfach mehr davon - von der Insel und vom Leben auf Mallorca.