"Eine Braut zu viel" war der zweite Roman des Doppelbandes, das ich von Sarah Harvey ergattert hatte. "Die Hochzeit meiner besten Freundin" war der erste der beiden, den ich bereits vor ein paar Monaten voller Begeisterung gelesen habe. Nun habe ich mir auch "Eine Braut zu viel" vorgenommen, doch ich muss sagen, meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Zu Beginn gibt es ein paar sehr kuriose und auf lustige Weise erschreckende Wendungen und Ereignisse, doch mit der Zeit schläft das Buch immer mehr ein.
Fliss gleicht einer ständig betrunkenen Mutter Theresa, die unentwegt für alle Menschen ihr eigenes Glück aufgibt und oftmals ganz schön feige rüberkommt. Sie scheut jede Konfrontation, fügt sich stets kampflos in ihr Schicksal und rennt ständig vor allem und jedem davon. Da habe ich mir einwenig mehr Selbstbewusstsein in der Figur gewünscht.
Aber nun gut so war sie nun mal und ich muss sie mit ihren Fehlern akzeptieren. Was ich aber nicht akzeptieren muss, sind diese eigenartigen und vollkommen unlogischen Ausreden, warum sie nicht mit dem Mann zusammenkommen kann, den sie liebt.
Also solche von der Autorin an den Haaren herbei gezogenen Vorwände habe ich noch nie gehört (will hier wieder mal nicht vorgreifen, deshalb spreche ich nicht Tacheles, auch wenn es mir unter den Nägeln brennt!!!) . Mir kam es so vor als hätte Harvey händeringend nach irgendetwas gesucht, dass Fliss' Beziehung unmöglich macht oder zumindest verkompliziert und als sie schließlich nichts gefunden hat und hat sie sich dann mit solch schwachsinnigen Ausreden behelfen müssen, die meiner Meinung nach gekünstelt, dumm und fehl am Platze wirken!!!!!
Das nervte ganz schön an dem Buch und deshalb, wegen dem fehlenden Humor, der in "Die Hochzeit meiner besten Freundin" in Unmengen vorhanden war und wegen dem eher langgezogenen Ende nur 3 Sterne.