Ich hab mir gerade die DVD "Eine Braut für sieben Brüder" gekauft, auf die ich schon lange gewartet habe! Ich bin sehr froh darüber, daß die alten Hollywood-Klassiker jetzt endlich so nach und nach digitalisiert werden!
Hier hat Hollywood mal wieder ein klassisches Thema benutzt um ein Musical daraus zu zaubern und obwohl die Story zugegebenermaßen ziemlich unglaubwürdig wirkt ist der Film ein echtes "Schmankerl" geworden. Begeistert haben mich vor allem die beiden Hauptdarsteller Howard Keel und Jane Powell, die sehr überzeugend und sehr lebendig die Handlung tragen.
Da kommt der Macho und Hinterwäldler Adam Pontipee in die Stadt um sich eine Frau zu holen, weil er mit seinen sechs Brüdern in einem wohl erst seit kurzen frauenlosen Haushalt lebt. Der klassischen Rollenverteilung nach ist dieser Haushalt sehr verlottert, da Hausarbeit schließlich Frauensache ist. Das verschweigt er seiner kleinen Braut - Milly - aber wohlweislich...!
Auch die sechs Brüder sind ihm wohl nicht erwähnenswert gewesen, denn die stürmen erst in ihrem neuen Zuhause auf die junge Frau ein! Und diese junge Frau merkt leider etwas spät, daß der Mann, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat, eigentlich nur eine Haushälterin gesucht hat und daß Gefühle für ihn reine Nebensache sind.
Ihre romantischen Vorstellungen zerplatzen wie eine Seifenblase, aber trotz ihrer zierlichen Figur und ihrer geringen Körpergröße - sie muß den Kopf in den Nacken legen, um ihrem „Ehemann" in die Augen sehen zu können - macht sie ihm und seinen Brüdern schon gleich am ersten Abend klar, daß sie ein Mensch mit Gefühlen und mit einem eigenen Willen ist! Einem starken Willen! Sie räumt in unglaublich kurzer Zeit das Haus und die völlig verlotterten Brüder auf und kann bald auf beides sehr stolz sein.
Auch Adam wird zum Schluß noch geläutert und kann der Liebe und dem Willen seiner Frau nicht widerstehen.
Was mich an diesem Film so besonders fasziniert ist die Tatsache, daß Milly ihren Macho und seine Brüder zähmt, ohne aus der klassischen Rollenverteilung zu fallen. Sie hat die Hosen an und ist trotzdem eine „Nur-Hausfrau".
Und trotz der dilettantisch gemalten Kulissen ist der Film auch ein Augenschmaus und das liegt an den Kleidern der jungen Frauen, die für einen Patchworkfan wie mich eine Fülle an Farben und Mustern zeigen!
Und wem das noch nicht reicht- die Musik und Tanzszenen laden einfach zum Wohlfühlen ein!!!