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TOP 1000 REZENSENTam 13. Februar 2013
Wer nicht auf die im Internet kursierenden Versionen von D. W. Griffiths „Broken Blossoms“ (1919) zugreifen will, ist mit dieser DVD-Edition überraschend gut bedient. Der niedrige Preis der DVD lässt zwar Schlimmes vermuten, doch die Version des Films, die hier geboten wird, entspricht der der ‚Griffith Masterworks’-Reihe des US-amerikanischen Anbieters Kino Video.

Zugestehen muss man, dass die 35mm-Kopie, auf die man für die DVD anscheinend zurückgegriffen hat, etliche Kratzer und auch kleinere Fehlstellen aufweist. Andererseits liegt der Film hier in einer viragierten Fassung vor. Die Bildqualität ist durchweg gut, die englischen Zwischentitel sind die des Originals. Für die vorliegende DVD sind optionale deutsche Zwischentitel verfügbar, die zwar anständig übersetzt, doch graphisch lieblos gestaltet sind. Bei der sehr passenden Filmmusik dürfte es sich um die Neukomposition von Joseph Turrin handeln. Bonusmaterial gibt es nicht.

Die Geschichte, die der Film erzählt, ist – wie alles von Griffith – von den Erzählkonventionen und Moralvorstellungen des 19. Jahrhunderts geprägt. Und doch ist dies vielleicht der ‚modernste’ Spielfilm, den Griffith gedreht hat. Denn er verzichtet hier auf die allegorische Überhöhung des Geschehens. Der Film erzählt eine einfache und auch heute noch bewegende Geschichte, die für sich selbst stehen kann.

Die Story: Cheng Huan (Richard Barthelmess) zieht von seiner chinesischen Heimat in die Welt, um Buddhas Weisheit zu verbreiten. Nach ein paar Jahren ist er durch die harte soziale Wirklichkeit desillusioniert, die er im Londoner Limehouse-Viertel vor Augen hat. Er trifft auf die 15-jährige Lucy (Lillian Gish), die bei ihrem brutalen Adoptivvater, einem Preisboxer (Donald Crisp), lebt und sich nach einem besseren Leben sehnt. Als Lucy eines Tages im Laden des Chinesen zusammenbricht, pflegt er sie gesund. Eine unausgesprochene Liebesbeziehung entsteht. Der Widerstand des Adoptivvaters löst eine Katastrophe aus.

Griffith inszeniert mit großer Sorgfalt und Zurückhaltung. Feinste Nuancierungen in Gestik und Mimik werden eingefangen. Griffiths Stil erreicht in diesem Film ein Höchstmaß an Poesie. Seine Schauspieler agieren glänzend, insbesondere Lillian Gish, die eine der besten Leistungen ihrer sehr langen Karriere abliefert (ihren letzten Film dreht sie fast 70 Jahre nach „Broken Blossoms“).
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am 1. Mai 2013
David W. Griffith - die Nennung des Namens genügt bei so manchen "politisch korrekten" Filmfans (manchmal sogar Fachleute, na ja) zum Naserümpfen, Gesichtsverzerren oder was auch immer. Das war doch der, der "Birth of a Nation" gemacht hat, und los geht's mit allen möglichen und unmöglichen Ethik- und Polit-Phrasen. Aber darüber mehr bei der Rezension besagten Films, wie auch zum Nachfolgewerk "Intolerance" - hier soll es nur um den vorliegenden Film gehen, den Griffith zwei, drei Jahre nach seinen beiden je drei- bis vierstündigen Klassikern machte.

Rassismusvorwürfe konnte man Griffith spätestens bei dieser Produktion nicht mehr machen - der tragische Held des Films kommt aus dem Fernen Osten, die Rollen des Bösen dürfen hier einige Londoner bzw. Engländer spielen, wobei auch die Rolle des Opfers von einer jungen Engländerin besetzt ist. Und mit rund 90 Minuten hatte der Film auch ein zugänglicheres Format als die beiden Epen zuvor. Was Griffith aus dieser relativ simplen Geschichte aber herauszuholen wusste, bestätigt einmal mehr seine Genialität als Regisseur: Scharf gezeichnete Charaktere, eine für die damalige Zeit erstklassige Kamera- und Schnittarbeit, eine feine Differenzierung in den Farben und auch nicht zu wenig an Spannung und an Wendungen. Eine solche Geschichte überzeugend zu verfilmen ist auch fast hundert Jahre später für so manchen neuen bzw. jungen Filmemacher noch lange nicht auf diesem Niveau möglich. "Broken Blossoms" war einer der letzten großen Filme Griffiths, danach begann langsam, aber sicher sein künstlerischer wie kommerzieller Abstieg.

Zu dieser DVD bleibt mir noch zu sagen, dass ich den Film hervorragend restauriert finde, und dieses Produkt daher uneingeschränkt empfehlen kann.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Oktober 2014
Die Rezension bezieht sich auf den Film.
Deutscher Titel: Gebrochene Blüten. Originaltitel: Broken Blossoms
Produktionsland: USA. Premiere: 1919
Mit: Lillian Gish, Richard Barthelmess, Donald Crisp u. A.
Regie: D. W. Griffiths
Literarische Vorlage: nach der Erzählung The Chink and the Child von Thomas Burke
Genre: Stummfilm > Drama > Literaturverfilmung

Der Stummfilm Broken Blossoms von D. W. Griffith vermag im Rahmen seiner zeitbedingten Kriterien eine Bedeutung zu haben, jedoch nicht im allgemein qualitativen Sinne. Im letzteren Fall besitzt er viel zu viele Mängel und klischeebelastete Tendenzen.
Der chinesische Jüngling, der als eine Art buddhistischer Missionar China verlässt, um sich in London zu bewähren, wird gemäß Griffiths Vorstellungen sehr blaß und schwächelnd dargestellt. Schon im China versucht er gemäß den pazifistischen Idealen des Buddhismus einen Streit zu beenden. Vermittelnd und beruhigend setzt er sich ein für die Beilegung des Konfliktes und wird im Nu zu Boden geschleudert.
In dieser Art mögen Westler früher die Chinesen angesehen haben, wohl aber sind Chinesen nie so gewesen. Was stört, ist das stereotype Bild des buddhistischen Chinesen. Wenn er schon Buddhist ist, dann muß er auch total sanftmütig, gewaltlos und aufgrund dessen auch schwach, blaß, unmännlich und wehrlos sein. Und solch ein Chinese wird in London zertreten - sein deprimierendes Ende ist vorhersehbar, was zu Lasten der filmischen Dramatik geht.
Obwohl Lillian Gish wahrlich eine wunderbare Schauspielerin ist, so wurde sie vom Regisseur in diesem Film zu einer putzigen Puppe umgeschminkt, welche als die Tochter eines Brutalos die Leidensmiene aufzuziehen hat bis zum Exzess. Diese Szenen sind derart lang, dass sie die Handlung verkitschen. Als der Vater dem Mädchen befiehlt, dass es lächeln solle, so vermag das mißhandelte Mädchen die Lippen ausschließlich mittels der Finger zu verziehen. Es geht hier um einen visuellen Effekt, der weit jenseits der Realität steht. Ein selbst erzwungenes Lächeln wird wohl auch ohne die Hilfe von Fingern zu bewerkstelligen sein. Was der Regisseur dem Zuseher suggerieren will, ist die Tatsache, dass das Mädchen keinen Grund zur Freude hat und infolgedessen nicht in der Lage ist, zu lächeln, auch wenn es das will. Da aber Lillian Gish im Film die Finger mehrmals zu Hilfe nimmt und darin das hilflose Opfer leidlich überhöht, wirkt die Geste aufgesetzt.
Weiters ist der Gang des chinesischen Jünglings in London derart vermeintlich orientalisiert, dass es wiederum einen lächerlichen Eindruck macht, wie er geht. Er geht nämlich in kürzesten Schritten, mit nach innen gebogenen Beinen, wie ein Waschlappen und kein Mann. Auch das die Form, wie der Regisseur einen Chinesen ansah. Der amerikanische Schauspieler, welcher den Chinesen mimte, hat eben alle Anstrengung aufgewendet, um den Gang eines Chinesen möglichst falsch und klischeebehaftet zu persiflieren. Darin aber will wiederum vermeintlich die Friedfertigkeit des Buddhisten visuell in Erscheinung treten. Einer, der so geht, langsam, bedarflos, absichtslos, muß erstens einen solchen Gang haben, und zweitens, ein friedliebender Mensch sein.
Im krassen Gegensatz dazu, der Vater des Mädchens als Ultraprimitivo und seelenloser Brutalo. Die Gestik der Mundpartien mit der hängenden Lippe auf einer Seite, der Boxkampf mit dem alles niederfäustenden Totschläger (lächerlichst aussehende Boxszenen). Klar, dass Lillian Gish alle Register einer inflationären Angstmimik zu ziehen hat, wodurch der Anspruch der Ernsthaftigkeit ins Lächerlichste gezogen wird.
Hat denn ein Stummfilm die Notwendigkeit zu übertreiben, nur weil ihm die Möglichkeit akustischer Mitteilung abgeht? Nein, es ist das Gegenteil. Der Stummfilm hätte die besten Voraussetzungen mittels sparsamer aber deutlicher Bilder zu zeigen, was Sache ist. Eine Überladung der Dramatik mit ständig sich wiederholenden Stimmungssequenzen verdirbt den cineastischen Wert und lässt die Gesamthandlung verschwimmen.
Wenn ein Stummfilm so gemacht wird, so muß er in einer Tragödie enden. Statt dass der chinesische Held das Mädchen wirksam schützt, bekniet und beweihräuchert er es endlos mit seinen schmachtenden Gesten. In eine solche Geschichte gehört mehr Pfeffer und nicht der Gang in die Katastrophe.

Mladen Kosar
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am 14. September 2013
Ein Klassiker für alle, die die bezaubernde und unvergleichliche Lillian Gish sosehr lieben wie ich! Grosses Kino der Stummfilmzeit! Auch ohne Worte, absolut sehenswert.
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