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Eine Art Held. 18 CDs
 
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Eine Art Held. 18 CDs [Audiobook] [Audio CD]

John Le Carré , Claude-Oliver Rudolph
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Delta Music & Entertainment Hörbücher (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865384919
  • ISBN-13: 978-3865384911
  • Größe und/oder Gewicht: 13,2 x 13,2 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.069.265 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Le Carré
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ja, es ist wahr: John Le Carrés Agentenroman Eine Art Held, der zweite Teil der legendären Smiley-Trilogie, ist merklich gealtert. Das hat auch der inzwischen 72-jährige britische Autor bemerkt und im Vorwort der hier angezeigten Neuausgabe auch notiert. Denn Eine Art Held versteht er als „historischen Roman“. Und über den Plot ist die Geschichte -- Perestroika sei Dank -- inzwischen merklich hinweggetreten.

Eine Art Held spielt in einer Zeit, als es noch ein großes, starkes, selbstbewusstes Russland gab, das sich noch „Sowjetunion“ nannte und sich ideologisch -- ebenso wie der Westen -- im Besitz der alleinigen Wahrheit fühlte. Es ist kalter Krieg, und jeder macht mit. Überall lauern Agenten, Doppelagenten, Dreifachagenten gar, selbst im Geheimdienst, etwa in London. Da wird mitten im Zentrum ein sowjetischer „Maulwurf“ enttarnt, und zwar von Smiley, der daraufhin zum Chef des „Circus“ befördert wird. Verbissen macht sich Smiley auf die Suche nach dem Auftraggeber des Maulwurfs, denn bald wird klar, dass dieser die gänzliche Zerschlagung des „Circus“ plant. Smiley schickt seine Leute aus, vor allem in den Fernen Osten -- und bringt sie damit in große Gefahr. Denn es gibt da noch jemand anderen, der die Strippen in Händen hält. Und irgendwie scheint eine große Verschwörung gegen Smiley selbst in Gang zu sein...

Berühmt wurde John Le Carré 1963 mit Der Spion, der aus der Kälte kam -- und avancierte damit zur Leitfigur des Agententhrillers. Die Zeit ist seitdem (zumindest scheinbar) weitergegangen und hat dem Spionageroman den realen Boden entzogen. Und trotzdem wirkt Eine Art Held beim Wiederlesen frischer denn je. Denn so raffiniert, psychologisch und archetypisch, wie Le Carré zu schreiben versteht, kann man seine spannende, im besten Sinn „altmodische“ Geschichte auch heute noch verschlingen. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Nach der Enttarnung eines Verr„ters in den eigenen Reihen steht George Smiley vor der schweren Aufgabe, den 'Circus' so schnell wie m”glich neu aufzubauen. Doch "Karla", der die Operation der Sowjets gegen den britischen Geheimdienst leitet, hat bereits einen neuen Feldzug er”ffnet. Die Spur fhrt nach Hongkong und Smiley schickt seinen besten Agenten in den Fernen Osten.
Es wird eine gef„hrliche Odyssee ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bezaubernd und traurig 14. Februar 2004
Format:Taschenbuch
John le Carré setzt mit diesem Werk seine mit "Dame, König, Ass, Spion" begonnene Trilogie um die Verfolgung des Chefs des sowjetischen Geheimdienstes, Karla, fort.
Zum Inhalt: Nachdem George Smiley den Maulwurf im Circus enttarnt hat, wird er zu dessen Chef befördert und muss nun sehen, dass der gesamte Geheimdienst in Trümmern liegt. Um das große Ziel aber weiterverfolgen zu können, muss er den Circus wieder zu alter Schlagkraft zurückführen. Tag und Nacht wühlen sich Smiley und seine Vertrauten durch Berge von Akten, bis sie schließlich auf die Spur von Karlas Handlanger Nelson Ko in Indochina stoßen. Smiley schickt den Sportjournalisten Jerry Westerby, der ebenfalls für den Circus arbeitet, nach Phnom Penh, um sich dort umzuschauen. Verwicklungen und Gefährdungen der Operation bleiben nicht aus, zumal im indochinesischen Raum Krieg herrscht...
John le Carrßé legt hier einen Roman vor, der den Vorgänger, der durch seine Vielzahl von Charakteren so verwirrend wirkte, nicht nur um Längen schlägt; es ist auch ein zutiefst menschlicher Roman, der zeigt, wie Menschen durch ungewöhnliche, verzweifelte Umstände zu Handlungen gezwungen werden, die sie eigentlich nie begehen wollten.
Ich weiß nicht, wieso, aber nach jedem Buch von John le Carré blieb ich bisher immer mit einem Gefühl der Verlorenheit zurück. Le Carré ist eben ein Erzähler, der zum Nachdenken anregt.
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Format:Taschenbuch
Nachdem ich "Tinker Taylor Soldier Spy" gelesen hatte, war ich erst mal vom Nachfolger "The Honourable Schoolboy" überrascht, dessen Umfang mit fast 700 engbedruckten Seiten in etwa bei den "Buddenbrooks" liegt. Während "Die Buddenbrooks" jedoch drei Generationen umspannen, erzählt le Carré von wenigen Monaten, in denen George Smiley Karlas chinesischen Top-Maulwurf nach Hongkong locken will, um ihn dort einzukassieren. Dabei muss Smiley notgedrungen nach Bill Haydons Entlarvung auf den unbekannten Gelegenheitsspion Jerry Westerby zurückgreifen, der als Journalist den Fernen Osten wie seine Westentasche kennt. In einem Plot, der an Komplexität kaum zu überbieten ist und von George Smiley aus dem Circus heraus orchestriert wird, reist Jerry von Hongkong aus an jeden Hot Spot, den Indochina damals zu bieten hat (Saigon Tage vor dem Abzug der Amerikaner, an den Mekong, zu den Roten Khmer, Phnom Pen, Vientiane, Battabang etc etc). Dabei gelingt es le Carré unaufdringlich, aber zunehmend deutlich zu zeigen, wie tief durchdrungen der Ferne Osten damals noch von einer stichpunktartigen amerikanischen Präsenz ist, die jedoch überall als schmerzhafter Fremdkörper wirkt. Obwohl die Briten in Hongkong die Oberhand haben, ist Smiley gezwungen, auf seiner Suche nach dem Maulwurf mit den amerikanischen Vettern zusammenzuarbeiten - und die Reibereien zwischen dem steifen Briten Smiley und den hemdsärmligen Amerikanern sind ein Highlight des Romans.

Das umfangreiche Konvolut an Roman lebt für mich vor allem durch le Carrés Sprachgewalt. Die ersten 170 Seiten haben mich erst mal wenig überzeugt, und ich hab das Buch zweimal schon aussortiert gehabt, bis ich mir ein drittes Mal einen Ruck gegeben habe. Dann hat mich der Plot nicht mehr losgelassen, aber noch mehr war es für mich der einzigartige Sprachstil, der dem Buch sein Leben einflößt. Ganz herrlich der trockene Humor, oft nur in einem Satz oder einer Phrase. Smileys superbritische public school Sprechweise des Understatements ist superb eingesetzt. Zum Beispiel: Selbst als sich die Ereignisse auf den allerletzten Seiten in kürzester Zeit überschlagen, verliert Smiley nicht die britische Façon: "Peter," Smiley said quietly. "I see there's a telephone behind you. Perhaps you'd be good enough to hand it to me." Da wundert es wenig, wenn Smileys bodenständige amerikanische Pendants in der Krise ihre Façon verlieren!

Ein cleverer Zug le Carrés ist es, die Handlung im Rückblick zu erzählen - die ersten 4 Seiten deuten schon eine Interpretation der Ereignisse in den folgenden 700 an, die unklar ist, aber doch irgendwie unheilvolle Schatten vorauswirft. Solche immer in Rückblicke gewandeten ominösen Andeutungen fließen ab und zu ein, meist nur als ein Satz, so dass man was ahnt, ohne was zu wissen, z.B.: "It has been laid at Smiley's door more than once since the curtain was rung down on the Dolphin case that now was the moment when George should have gone back to Sam Collins and hit him hard and straight just where it hurt."

Dieses unterschwellige Gefühl von Momenten des Scheiterns pointiert die Ereignisse im Roman gekonnt, so dass immer mehr Spannung erzeugt wird und immer mehr Neugier aufkommt, was wohl am Ende passiert. Und hier enttäuscht le Carré nicht, mehr soll nicht verraten werden!

Eigentlich 5 Sterne, aber da es mir das Buch anfangs über viele Seiten schwer gemacht hat, einen Zugang zu finden, 1 Stern Abzug.
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Immer noch gut 24. Oktober 2010
Format:Taschenbuch
Ich habe das Buch erstmals als Studentin gelesen, und jetzt, ca. 20 Jahre später, noch einmal. Immer noch etwas verworren finde ich die Suchfahrten des Jerry Westerby in Indochina. Am Anfang fällt es einem auch schwer, Zusammenhänge herzustellen.
Mehr als aufgewogen wird dies aber durch die vielen Details, die sich dann zusammenfügen. Ich bin immer wieder fasziniert, wie es John le Carré schafft, einem Verrat, Illoyalität, Unmenschlichkeit und reines Nützlichkeitsdenken unter die Haut gehen zu lassen, ohne sentimental zu werden.
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