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Eine Art Familientreffen [Taschenbuch]

Judith Kerr
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: Neuauflage. (1. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3473580058
  • ISBN-13: 978-3473580057
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 17 Jahre
  • Originaltitel: .
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.908 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Anna ist nach dem Krieg in London geblieben. Da wird sie überraschend nach Berlin zu ihrer Mutter gerufen. Die Zeit der Emigration wird wieder wach ...

Klappentext

Nach Kriegsende ist Anna in England geblieben. Verheiratet mit einem bekannten Autor führt sie ein zufriedenes Leben. Da wird sie nach Berlin gerufen. Ihre Mutter liegt nach einem Selbstmordversuch im Koma. Die Begegnung mit ihr führt Anna noch einmal zurück in die Jahre ihrer Kindheit.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephan Seither TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
"Eine Art Familientreffen" - "nur" das Ende der beeindruckenden Roman-Trilogie von Judith Kerr? Oder anregende Fortsetzung einer Familiengeschichte, Fortsetzung der anschaulichen Möglichkeit, sich als Leser Gedanken zu machen über Menschen, die Vertriebene waren und oftmals lebenslang diesem "Status" verhaftet bleiben, auch lange nach dem Ende ihrer Flucht stets "nur" Emigranten sind - nie richtig ankommen - egal, wohin sie die Flucht
führt(e) - alte Heimat zu ersetzen, mag oft nicht gelingen.

Die im Buch beschriebene, dem Leser vertraute Familie rund um Anna und Max hat sich verändert - die Stürme der Zeit, hinweggefegt über der kleinen Familie, haben die hier beschriebenen Menschen verändert, Spuren hinterlassen und "Normalität" scheinbar unöglich gemacht - ständig lauert das von den Nazis entfesselte Ungeheuer der Ungewissheit - auch lange nach Kriegesende -, stets bereit "zuzuschlagen", sich in Erinnerung zu rufen und eben jene Normalität zu unterdrücken - Normalität, die unsere heutige Generation ein Leben erleben lässt, das unbeschwerter kaum sein könnte...

Unsere Generation von heute mag sicherlich auch Ängste haben - Zukunftsängste -, meist jedoch weichen diese stark ab von denen, die Anna und ihre Familie, ihre "verlorenen" Bekannten und Freunde umtrieben, denn man darf nicht vergessen, was es doch für einen "Luxus" darstellt, sich überhaupt Sorgen um eine gesicherte Rente machen zu können - setzen diese Gedanken doch erst einmal voraus, dass man in diese Phase des Alters gelangen kann, in der man Rente beziehen könnte - diese Gedanken waren vielen Emigranten und denen, die nicht aus Nazi-Deutschland flüchten konnten, verwährt - für sie ging es oftmals ganz alleine ums nackte Überleben selbst - diese Erlebnisse sind es, die auch die meisten "Darsteller" der hier vorliegenden Geschichte in ihrer Sicht der Dinge und der damit verbunden Art zu leben anleiten.

Der Leser hat die Möglichkeit zu erfahren, was aus Anna, Max und deren Eltern wurde - der Eindruck des Buches verstärkt sich, hält man die Reihenfolge der Triologie ein.

1) Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl
2) Warten bis der Frieden kommt
3) Eine Art Familientreffen

Jedes der Familienmitglieder hat seine ganz eigene Überlebensstrategie entwickelt - ist auf der Suche nach seinem Platz im Leben - dies gilt ebenso für die Kinder Max und Anna, wie auch für deren Eltern. Annas Mutter führt ein Leben, welches durch die erlebten Entbehrungen der letzten "Jahrzehnte" sehr anfällig ist - äußerst sensibel reagiert sie auf äußere "Störfaktoren" und so kommt es, dass bei ihr auch irgendwann alle bisher erprobten Strategien zu versagen drohen - sie unternimmt einen Selbstmordversuch, versucht dem Leben zu entfliehen und kommt gleichzeitig durch diese Verzweiflungstat dem Hauch ersehnter Normalität näher wie nie zuvor....

Anna kommt zu Besuch, kehrt zu den überwiegend verschütteten Wurzeln "Deutscher Kindheit" zurück - gesammelte Eindrücke und plastisch dargestellte Alpträume lassen den Leser teilhaben an ihrer Sicht der Dinge....

Ebenfalls beeindruckendes, wenn auch gegenüber seinen "Vorgängern" etwas zu "trocken" geratenes Werk - somit nur 4 von 5 möglichen Sternen.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephan Seither TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
"Eine Art Familientreffen" - "nur" das Ende der beeindruckenden Roman-Trilogie von Judith Kerr? Oder anregende Fortsetzung einer Familiengeschichte, Fortsetzung der anschaulichen Möglichkeit, sich als Leser Gedanken zu machen über Menschen, die Vertriebene waren und oftmals lebenslang diesem "Status" verhaftet bleiben, auch lange nach dem Ende ihrer Flucht stets "nur" Emigranten sind - nie richtig ankommen - egal, wohin sie die Flucht
führt(e) - alte Heimat zu ersetzen, mag oft nicht gelingen.

Die im Buch beschriebene, dem Leser vertraute Familie rund um Anna und Max hat sich verändert - die Stürme der Zeit, hinweggefegt über der kleinen Familie, haben die hier beschriebenen Menschen verändert, Spuren hinterlassen und "Normalität" scheinbar unöglich gemacht - ständig lauert das von den Nazis entfesselte Ungeheuer der Ungewissheit - auch lange nach Kriegesende -, stets bereit "zuzuschlagen", sich in Erinnerung zu rufen und eben jene Normalität zu unterdrücken - Normalität, die unsere heutige Generation ein Leben erleben lässt, das unbeschwerter kaum sein könnte...

Unsere Generation von heute mag sicherlich auch Ängste haben - Zukunftsängste -, meist jedoch weichen diese stark ab von denen, die Anna und ihre Familie, ihre "verlorenen" Bekannten und Freunde umtrieben, denn man darf nicht vergessen, was es doch für einen "Luxus" darstellt, sich überhaupt Sorgen um eine gesicherte Rente machen zu können - setzen diese Gedanken doch erst einmal voraus, dass man in diese Phase des Alters gelangen kann, in der man Rente beziehen könnte - diese Gedanken waren vielen Emigranten und denen, die nicht aus Nazi-Deutschland flüchten konnten, verwährt - für sie ging es oftmals ganz alleine ums nackte Überleben selbst - diese Erlebnisse sind es, die auch die meisten "Darsteller" der hier vorliegenden Geschichte in ihrer Sicht der Dinge und der damit verbunden Art zu leben anleiten.

Der Leser hat die Möglichkeit zu erfahren, was aus Anna, Max und deren Eltern wurde - der Eindruck des Buches verstärkt sich, hält man die Reihenfolge der Triologie ein.

1) Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl
2) Warten bis der Frieden kommt
3) Eine Art Familientreffen

Jedes der Familienmitglieder hat seine ganz eigene Überlebensstrategie entwickelt - ist auf der Suche nach seinem Platz im Leben - dies gilt ebenso für die Kinder Max und Anna, wie auch für deren Eltern. Annas Mutter führt ein Leben, welches durch die erlebten Entbehrungen der letzten "Jahrzehnte" sehr anfällig ist - äußerst sensibel reagiert sie auf äußere "Störfaktoren" und so kommt es, dass bei ihr auch irgendwann alle bisher erprobten Strategien zu versagen drohen - sie unternimmt einen Selbstmordversuch, versucht dem Leben zu entfliehen und kommt gleichzeitig durch diese Verzweiflungstat dem Hauch ersehnter Normalität näher wie je zuvor....

Anna kommt zu Besuch, kehrt zu den überwiegend verschütteten Wurzeln "Deutscher Kindheit" zurück - gesammelte Eindrücke und plastisch dargestellte Alpträume lassen den Leser teilhaben an ihrer Sicht der Dinge....

Ebenfalls beeindruckendes, wenn auch gegenüber seinen "Vorgängern" etwas zu "trocken" geratenes Werk - somit nur 4 von 5 möglichen Sternen.

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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ganz okay 15. April 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Buch ist sehr gut geschrieben, doch ich fand die beiden Bände davor `Als Hitler das rosa Kaninchen stahl' und 'Warten bis der Frieden kommt'besser. dass das Buch auch nur über eine Woche hinausgeht, fand ich auch nicht so sehr toll.
Doch es ist gut zu sehen, wie es nach dem Krieg für die Juden weitergeht, wo sie jetzt leben und wie sie leben. Die Altersangabe ab 12 oder 13 ist finde ich genau richtig.
Wer die beiden Bände davor gelesen hat, ob jung oder alt, dem würde ich auch dieses Buch empfehlen.
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