Besonders der klare und bildhafte Sprachstil des Buches ist
hilfreich beim Lesen. Zuerst hatte ich Sorge, ob denn das Ganze
nicht zu übertrieben-blumig wäre. Mitnichten. Nie wird die ge-
fährliche Grenze zum Kitschigen berührt, die man bei populären Schriftstellern des 19.Jhdts ja sonst oft hat. Vielleicht hätte die Textgliederung bei dem Umfang noch etwas großzügiger sein können.
Berühmt geworden in den strengen akademisch-ägyptologischen Wissenschaften ist Georg Ebers durch das persönliche Aufspüren und schlußendlich
erfolgreiche Erwerben der größten und wohl ältesten Papyrusbuchrolle zur Heilkunde Alt-Ägyptens. Dieser sogenannte
"Papyrus Ebers" ist über 18 Meter lang! Unglaublich!Für nur wenige Wochen wird
er gerade komplett in der Uni-Bibliothek Leipzig gezeigt (März 2002). Nur ein kleiner
Teil anschließend dann als Dauerausstellung im Ägyptologischen
Museum Leipzig.
Das Buch "Eine ägyptische Königstochter" wird noch spannender,
kennt man den Autor Georg Ebers auch von dieser Seite.