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Eindrücke einer Unbeteiligten: Die Amerikaner und ich
 
 
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Eindrücke einer Unbeteiligten: Die Amerikaner und ich [Taschenbuch]

Sina Burger
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 92 Seiten
  • Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833006978
  • ISBN-13: 978-3833006975
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 12 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.481.474 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Amerika-Buch für Daheimgebliebene!

"Eindrücke einer Unbeteiligten", Untertitel: "Die Amerikaner und ich" von Sina Burger ist Erzählung und persönlicher Erfahrungsbericht in einem. Die Geschichte handelt von Deutschen und Amerikanern, deren kompliziertem Verhältnis zueinander, von Stippvisiten in New York, San Francisco und der amerikanischen Provinz, vom Leben im amerikanisch geprägten Deutschland bis in die heutige Zeit.

Eine individuelle Sicht der Weltlage, unkompliziert unterhaltsam und vielschichtig erzählt - zum Mitdenken.

Klappentext

Geboren im amerikanisch geprägten westlichen Deutschland und von nichts wirklich berührt, sieht Ich-Erzählerin Sina ihre Identität nur in anhaltend kompromissloser Nicht-Beteiligung gewahrt. Doch der lange Arm der Weltereignisse erreicht, wie es scheint, irgendwann auch den letzten Verschlag. Entschlossen, doch noch zu ergründen, was die Welt im Innersten zusammenhält, macht Sina sich auf, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Amerika zu entdecken und seine Kultur zu ergründen.

Und hätten die Amis den Irak nicht bombardiert - es hätte tatsächlich eine Befreiung zum Leben und der Beginn einer echten Liebesgeschichte mit Amerika werden können, aber weil Kompromisslosigkeit verpflichtet, bleibt wieder einmal alles beim Alten, vorläufig zumindest...


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Leben, auf einen Traum gebaut, der sich nie erfüllt, 19. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Eindrücke einer Unbeteiligten: Die Amerikaner und ich (Taschenbuch)
Ein Buch, das anregen kann, über das Selbstverständnis und die Rolle der Amis in der Welt nicht einfach hinweg zu blicken und über unsere Rolle - die europäische - und unseren Beitrag zum Erhalt einer entfremdeten Machtstruktur selbstkritisches, kritisches und nachdenkliches ausbreiten kann. Sina Burger will keine Antworten geben, sie will beschreiben, das Erlebte in Worte fassen, das sie während einer Reise durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten erfährt. Was ist das Faszinierende an der Lebensweise eines Volkes, das sich de facto über die gnadenlose Ausbeutung aller zur Verfügung stehenden natürlichen und menschlichen Ressourcen ernährt, das unbeirrt und scheinbar frei von Selbstkritik und Zweiflern ihren längst ausgetretenen Pfad, entgegen aller Widerstände der Welt, sichert und verteidigt? „Es muß ein pathologischer Befreiungszwang sein ... Sie können nichts dagegen tun, sie müssen sich einfach befreien". Zu einem anderen Ergebnis kommt sie später, nach einem erneuten Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Ist es ein isoliertes, fettleibiges Volk, das hier beschrieben wird, das die Macht besitzt durch seine Krankheit sich und andere in den Abgrund zu reißen? „Haudraufundschluß". Sina Burger braucht letztendlich nur drei Wochen, um das Wesen dieses Volkes in allen Nouancen zu enttarnen. Dabei ist sie nicht feindselig gestimmt. „Wer bin ich, sie zu richten?" schreibt sie. „Ich werde sie eben nie verstehen, die Amis" - was nur ein Irrtum sein kann, denn ihre Debutaufführung „Eindrücke einer Unbeteiligten. Die Amerikaner und Ich" trägt, wenn auch kopfschüttelnd, dazu bei, dieses Land zu begreifen. Bürgerkriege und Revolutionen entstehen vorwiegend in den Köpfen, wobei amerikanische nicht zwangsläufig davon ausgenommen werden müssen. Deshalb ist es gut, diesem Buch keinen Aufforderungscharakter zu geben, denn sonst würde ich es sich nicht als Lesebuch, das keiner Schulbibliothek oder Diskussionsgrundlage fehlen sollte, weiterreichen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eindrücke einer Unbeteiligten, 11. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Eindrücke einer Unbeteiligten: Die Amerikaner und ich (Taschenbuch)
Sina Burger
„Eindrücke einer Unbeteiligten - Die Amerikaner und ich"

Sina Burgers Erzählart hat mich ab der ersten Seite in den Bann des Weiterlesens, Weiter-wissen-Wollens gezogen. Der literarische Anfangsplot formt bildhaft einen Brückenkopf zum Untertitel ihres Buches: Die überdimensionierten Helme amerikanischer Soldaten rücken als Großaufnahme ins Blickfeld des Lesers. Die Kopfbedeckungen vermitteln der Erzählerin Sicherheit. Sina ist in den 80er Jahren 16 Jahre alt, kennt die USA aus dem Fernsehen auf Grund diverser Sendungen wie Lassie, Bonanza oder Denver Clan. Durch Schilderungen ihrer Oma erfasst sie gedanklich-emotional die Amerikaner als die Befreier von den Nazis. Kurz: Die Deutschen sind schlecht, Amerikaner sind gut.
Aktuelle, politische und wirtschaftliche Veränderungen erlebt die Erzählerin tatsächlich unbeteiligt. Heißt als passive Beobachterin. Weder von der ausklingenden Hippie-Kultur noch der Frauenemanzipation oder Juppie-Bewegung wird sie aktiv-handelnd rsp. am Wohlstand teilhabend geprägt. Und selbst als Kohl an die Macht kommt und während seiner Regierungszeit die Mauer fällt, die amerikanischen Besatzer Deutschland verlassen, stellt sich für die Erzählerin keine Besserung ein. Im Gegenteil: sie ist mehrere Jahre lang depressiv, auf der Suche nach ihrer (deutschen?) Identität und träumt weiter vom Besuch Amerikas. Von der Visite eines großen, freien und glorreichen Landes, das sie als inneren Fast-Food-, Hollywood- und Armeefilm kennt.

Dann fliegt sie tatsächlich nach San Francisco und erlebt bei der Ankunft den ersten Schreck durch den umfassenden Fragenkatalog des Beamten am Flughafen. Weitere Schockwellen folgen durch den Anblick fettleibiger US-Kinder, verschmutzter Touristenorte und vieler schwarzer Obdachloser, die der Erzählerin Angst machen.
Weitere touristische Abstecher folgen, aber sie bleibt bei ihrer Wahrnehmung, dass Amerika nichts zu bieten hat außer heißer Luft und „Riesenportionen an ungesundem Essen".

Zurück in Deutschland verstärkt sich in der Nachbetrachtung die Enttäuschung für die Reisende und der daraus resultierende Entschluss, dieses US-„Entwicklungsland" nicht mehr zu besuchen.
Doch die großen, grünen Soldaten-Helme rücken wieder in den Mittelpunkt - und zwar im Fernsehen: Durch die Vorbereitung des US-Militärs auf den Irakkrieg, nur wenige Monate nach dem Attentat auf das World Trade Center.
Wieder einmal sind die Amerikaner die Guten, die Weltpolizei. Die Erzählerin reist trotz ihrer Ersterfahrung ein zweites Mal in die Staaten. Dieses Mal an die Ostküste. New York, Connecticut, Boston. Die Protagonistin sinniert über die Supermacht nach den Anschlägen, über das Kräfteverhältnis in der Welt und darüber, dass die Amerikaner, bei allem Machtgehabe, die Deutschen in destruktivem Handeln nicht übertreffen würden.
In New York nimmt sie ein anderes Bild von Amerika wahr als an der Westküste. In der Metropole wird mehr Unterhaltung geboten, hier scheinen Amerikaner bewusster - im Sinne von reflektierter - zu leben. Selbst Ground Zero wirkt so, als sei, gut ein Jahr nach dem Attentat, für die New Yorker alles verdaut worden. Diese US-Leidensfähigkeit birgt für Sina eine Chance, den „gemeinen Amerikaner" zu verstehen. Zeitweise fühlt sie sich sogar in New York zu Hause und „kann mitreden".
Doch: durch den Angriff auf den Irak und seine unüberschaubaren Folgen scheint der innere Frieden der ‚Unbeteiligten' mit den USA erneut dahin, als Sina wieder in Deutschland ist.

An Sina Burgers „Eindrücken einer Unbeteiligten" gefällt mir außer dem flüssigen und zuweilen leicht ironischen Erzählstil der aktuelle politisch-persönliche Bezug, der bei der Erzählerin als Kind beginnt, als Jugendliche fortgeführt wird und bis ins Erwachsenenalter hineinreicht - in die Jetztzeit. Das Buch regt sehr zum Nachdenken über das deutsch-amerikanische Verhältnis an und gibt Impulse, seinen eigenen Standpunkt (neu) zu definieren.

Christian Bedor, Frankfurt, 8.5.2004

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