Was für ein Gespann, Leon, Lisa, Tim und Limbo.Und ausgerechnet Leons Vater ist Polizist. Bei dem gibts immer was zu sehen und zu hören. Als die Kinder zu Ferienanfang das Büro von Herrn Stein aufsuchen, werden sie gleich glücklich gemacht, sie freunden sich mit Limbo an, ein Polizeihund, der in die Jahre gekommen ist. Ein Glück, dass gerade im Museum gestohlen worden ist. Die Kinder beschließen, dem auf den Grund zu gehen. Mit Akribie und mit Sachverstand, natürlich auch ein bisschen Glück machen sie sich zur Ruine auf die Pirsch. Sie hatten gehört, dass es da manchmal merkwürdig zugeht. Und in der Tat.Nach vielen aufregenden Ereignissen bringen sie den Dieb zur Strecke. Ihre Utensilien, die sie bei sich führten, halfen dabei. Und da sind wir beim Autor. Er hat den Kindern Spürsinn eingehaucht, ihnen Werkzeug an die Hand gegeben und sie dennoch kindlich belassen. Er läßt die Erwachsenen im Hintergrund, damit sich die Kinder voll auf ihre besondere Arbeit konzentrieren können, was sie tun. Ihre Sprache ist nicht nur Kindern gemäß, sie ist modern. Jeder von uns kennt die Ausdrücke, die Kinder wählen, Mega, cool, und man fühlt mit ihnen, wenn ihre Ängste hochkommen.Ja, das Buch ist gelungen. Gleichzeitig lässt es das Verhältnis von Kind und Eltern aufblühen, gibt zarte Ratschläge, manchmal Ermahnungen, aber immer von der Liebe getragen. Das Buch hat eine Bestnote verdient. Was allerdings auffällt und ein bisschen den Eindruck belastet sind die schwarz-weißen Zeichnungen und der nicht immer klar geführte Zeichenstift. Wären die Bilder farblich, würde das Buch noch mehr gewinnen, denn die Zeichnerin versteht sich auf kindgerechten Ausdruck. Unbedingt sehr empfehlenswert.