Normalerweise würde ich mich mit einer Rezension stärker auseinandersetzen. Da ich dieses Buch aber aus schulischen Zwecke kaufen MUSSTE, werde ich etwas anders verfahren:
Es kann wohl wirklich nur der literarischen Weiterbildung dienen, dieses Buch zu lesen. Wird es einem nämlich aus anderen Gründen, wie zum Beispiel dem Spaß am lesen, empfohlen, so kann man es getrost in der Ecke liegen lassen und die Person, die es emfohlen hat, einweisen.
Denn ich finde es sehr ermüdend, über das fiktive Leben eines Naturfetischisten zu lesen, der wohl in eine Frau derart verliebt ist, dass er es kaum in Worte fassen kann. Nur leider wird dem Leser dies durch die Briefform, in der das Buch gestaltet wurde, sehr unschmakhaft dargeboten. Was mich betrifft, könnte es auch daran liegen, dass ich überwiegend mit Büchern in Kontakt komme, die von einem personalen Erzähler erzählt werden (und interessant sind ;)).
Als Schlusswort möchte ich aber sagen, dass "Die Leiden des jungen Werthers" sich durchaus gut für die Schule eignen, da diese ja langweilig sein soll. Außerdem kann man auch die Perversion einer Auseinandersetzung(in Form einer Analyse) mit diesem Buch hervorragend schreiben.
Aber mal ehrlich. Jugendliche, die noch nie in Kontakt mit Büchern getreten sind und dann von der Schule solche zähen Schinken vorgesetzt bekommen, werden duch diese nur schwerlich zum Lesen animiert. Insofern ist eigentlich der Hort der Bildung dafür verantwortlich, dass so wenig Jugendliche lesen