Ich mußte das Buch für eine Seminararbeit auf der Uni lesen und es wurde promt zu einem meiner Lieblingsbücher. Schnitzler gibt in diesem Buch einen wunderbaren Einblick in eine Zeit, in der Standesdünkel und ein völlig überzogener Ehrbegriff dominieren. Die Gedankengänge Gustls sind teilweise völlig absurd und drehen sich nur um sein Satisfaktionsrecht, Frauen, seine Freizeit, sein Bedauern, nie in einer Schlacht gekämpft zu haben und die Frage, wie er sich am Besten das Leben nehmen könnte. Das völlig überraschende Ende lässt ihn dann in seinen alten Trott zurückfallen.
Vielleicht sei noch anzuführen, dass Schnitzler mit der Veröffentlichung des Buches einen Skandal auslöste, sein Leutnantsrang in der K.u.K.-Armee wurde ihm aberkannt, er zum Sanitätsgefreiten degradiert, weil er "...die Ehre der Armee aufs tiefste verletzt..." hatte. Daß er eigentlich nur Tatsachen aufzeigte, naja.
Habs also nicht wirklich bereut, das Buch in die Hand zu nehmen! Vorschlag: Kaufen und lesen!