Dieser Briefwechsel ist ein außergewöhnliches Zeugnis. Er läßt sehr tief in die Geschichte der ZEIT blicken, die von den beiden Briefschreibern wesentlich geprägt wurde. Zwei Themenbereiche treten dabei immer wieder hervor: Spaß an der Arbeit - die tragende Säule in der ZEIT-Redaktion. Und eine Streitkultur zwischen Marin Dönhoff und Gerd Bucerius, die seinesgleichen sucht. Die Briefe geben ein authentisches Zeugnis, wie man rund 40 Jahre intensiv zusammenarbeiten kann, indem man sich man sich - auch in schriftlicher Form - über Themen und Vorgangsweisen auseinandersetzt, ohne aber den Grundkonsens aus den Augen zu verlieren. Viele andere "Beziehungen" hätten das nicht ausgehalten. Man kann den beiden vieles vorwerfen, aber nicht mangelnde Ehrlichkeit.