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Ein weites Feld [Gebundene Ausgabe]

Günter Grass
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 784 Seiten
  • Verlag: Steidl; Auflage: 2. Auflage. (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3882433663
  • ISBN-13: 978-3882433661
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 13,4 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 470.987 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Günter Grass
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Deutschland zwischen Mauerfall und Vereinigung, zwischen Jubel und anhaltendem Katzenjammer: In diesem Roman beschreibt Günter Grass diese Spanne aus überraschender Sicht, indem er die Vorgänge und Ereignisse, deren Zeugen wir waren, mit ihren Vorläufern und Vorgeschichten verknüpft: Episoden von verheißungsvollen Aufbrüchen und elendem Scheitern, von unverdientem Glück und verpaßten Gelegenheiten, von Kriegen und Verbrechen, Kleinmut und Verrat. Es entsteht ein Panorama deutscher Geschichte zwischen der Märzrevolution von 1848 und unseren Tagen.Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel". 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck.

Autorenportrait

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte dann Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman "Die Blechtrommel". 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck.

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur für Spezialisten! 13. März 2007
Format:Taschenbuch
Die Literatur-Szene hatte sehnsüchtig darauf gewartet, wie der Großschriftsteller Grass auf die Wende reagieren würde - und war entsetzt. Reich-Ranicki verriss das Buch gnadenlos, auch die übrigen Pressestimmen waren überwiegend negativ. Warum wohl?

An Grass Skepsis der Wiedervereiingung gegenüber, die in diesem Buch fast auf jeder Seite thematisiert wird, kann es nicht gelegen haben: die war aus seinen Wortmeldungen, Aufsätzen und Reden hinlänglich bekannt. Vielleicht lag es doch eher an der fast hermetisch anmutenden Herangehensweise an das Thema, das die lesende Öffentlichkeit verstört hat.

Hauptperson des Romans ist der Ost-Berliner Bürobote Theo Wuttke, ob seiner Fontane-Obsession Fonty genannt. Sein Leben spiegelt in allen Facetten das Leben von Theodor Fontane wieder, von den Namen und Charakteristika der Kinder an bis zu den sonstigen Beziehungen. Fonty wird meist begleitet von Hoftaller, seinem "Tagundnachtschatten", dem ewigen Spitzel, seinerseits wiederum eine Leihgabe aus Hans Joachim Schädlichs Roman "Tallhover". Diese beiden Zentralfiguren erleben nun im "Weiten Feld" den Mauerfall, die Wiedervereinigung und die "Abwicklung" des DDR-Vermögens durch die Treuhand. Dabei spiegelt Grass die Geschehnisse von 89 und der folgenden Jahre immer wieder an der Biografie Fontanes, stellt Bezüge zur Geschichte Preussens her und lässt ein Panoptikum an Figuren auftreten, die alle in Bezug zu Fontanes Leben und Werk stehen.

Und hier fangen für mich als Leser die Probleme an. Denn ohne eine gründliche Kenntnis von Fontanes Leben und seiner Bücher ist "Ein weites Feld" kaum verständlich und löst über weite Strecken Verwirrung und auch Langeweile aus. Grass geht hier den umgekehrten Weg mancher früheren oder auch späteren Werke. Brachte einem "Der Butt" z.B. die Geschichte der Kaschuben näher oder beleuchtete "Im Krebsgang" den Untergang der "Gustloff", verbanden also das literarische mit dem historischen Erzählen, so setzt hier Grass bei seinen Lesern eine Kenntnis Fontanes voraus, die die wenigsten mitbringen werden. (Auch ich bin nur mit den biograpfischen Eckdaten und "Effi Briest" vertraut, die ich als sehr sperrige Lektüre in Erinnerung habe).

Was die Lektüre auch für den Fontane-Laien geniessbar macht, sind die immer wieder auftauchenden Zeugnisse von Grass erzählerischer Brillianz, als Beispiel seien hier die beiden Hochzeitskapitel ungefähr in der Mitte des Buches genannt. In diesen Stellen ist wieder all das spürbar, was ihn zum wohl größten deutschsprachigen Erzähler des 20. Jahrhunderts macht.

Ansonsten leider: unfassbar toll recherchierte, aber am Leser oft vorbeigehende Brillianz um der Brillianz willen.

Fazit: Der Wende-Roman von Günter Grass entpuppt sich als mühsame Lektüre, die wohl nur von Fontane-Spezialisten genossen werden kann.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Idee ist gut, gefällt grass-und fontane-freunden, die zeitsprünge machen spass - aber nur die ersten 300 seiten, dann reitet grass die idee zu tode. alles wird künstlich, die sprache, die situationen und die handelnden personen bleiben fremd. wie gut, wie faszinierend hat er diese idee der zeitverschiebung im "treffen von telgte" umgesetzt. das ist der fluch der besten schriftsteller in unserem lande: dass sie sich immer wieder mit ihren eigenen, besseren und viel besseren werken vergleichen lassen müssen.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein weites Feld 2. August 2005
Von Fonty
Format:Taschenbuch
1989 wird die Berliner Mauer durchlässig. Es ist Wendezeit und diese erlebt auch der Bürobote Theo Wuttke. Ständig wird er begleitet von seinem „Tagundnachtschatten", dem Stasiagenten Hoftaller. Theo Wuttke, genannt Fonty, ist jedoch nicht nur als eigenständige Persönlichkeit zu sehen, sondern vor allem als ein zweiter Theodor Fontane, denn dessen Leben lebt er nach.

Um Günter Grass' „Ein weites Feld" zu verstehen, muß man zuerst sehr viel Zeit in die Vorbereitungen investieren. Wer dieses Buch einfach mal eben so beginnt, wird bereits nach kürzester Zeit verwirrt. Man muß sich also sehr ausgiebig mit der Biographie von Theodor Fontane befassen, denn nur wer diese kennt, wird den Menschen Fonty verstehen und begreifen, was es mit seinen Erinnerungen an sein Leben auf sich hat.

Neben Fontanes Biographie sollte man auch seine Hauptwerke kennen. „Die Wanderungen durch die Mark Brandenburg", „Effi Briest" und „Irrungen, Wirrungen" sollte man gelesen haben, da Grass auch immer wieder Elemente aus diesen Bücher in „Ein weites Feld" einarbeitet. Auch Grass' Ansichten zur Wiedervereinigung sollte man kennen. Hierzu empfehle ich „Ein Schnäppchen Namens DDR".

Die Figur Hoftaller ist aus dem Buch „Tallhover" von Hans Joachim Schädlich entliehen. Auch Schädlichs Werk sollte man gelesen haben, bevor man sich an „Ein weites Feld" wagt. Wer sich die Mühe macht sich auf Grass' Roman vorzubereiten wird schließlich nicht enttäuscht werden. Schnell merkt man, wie gut Grass recherchiert hat und wie detailverliebt er bei „Ein weites Feld" vorgeht. Es wird in diesem Roman nicht nur die Wendezeit, sondern die Deutsche Geschichte von 1848 bis 1991 abgehandelt. Ein sehr interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt.

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