James Hawes' Protagonist hat das Zeug zur Identifikationsfigur dieses ausgehenden Jahrtausends: nach erfolglosem Universitätsstudium und drittklassigen Gelegenheitsjobs auf die Dreißig zugehend, so furchtlos-zynisch auf ein No-Future-Dasein ausblickend, dass ihn nur noch eine beginnende Glatze oder ein drohender Buchhalterjob erschüttern können.
Nichts gemacht, nichts geschafft, nichts geplant - gibt es ein Leben danach?
Vielleicht, zumindest besteht Hoffnung in Form der Schubladen einer Privatbank. Nein, das soll nicht der übliche 0815-Banküberfall werden, sondern ein ungewöhnlicher, maßgeschneiderter, mit einer Bande von Loosern, die schräger nicht sein könnten: mit Suzy, die durch ihre Figur, ihren radikalen Fahrstil und einer verpulverten (Drogen-)Vergangenheit besticht, mit Brady, dem ewig fluchenden Reservoir-Dogs-Fan und Chicho, einem etwas schlichtem, aus der Form geratenen Spanier, der von einer Kneipe in Saragossa träumt.
Dieses Buch ist
a.originell
b.ziemlich abgedreht
c.zum Schreien komisch
und damit zum Kauf empfohlen !