Über diesen Film gibt es nichts zu diskutieren: er ist schlichtweg brilliant, was natürlich in erster Linie den beiden Hauptdarstellern, dem "seltsamen Paar" Matthau und Lemmon zu verdanken ist, die sich nach all den Jahren immer noch als taufrische Vollblutkomiker erwiesen.
Das Gezanke der beiden grumpy old men, die sich schon seit Jahrzenten in den Haaren liegen, ist einfach ein Genuss, selbst dann, wenn der Film durchaus schon mal seine ernsten und nachdenklichen Momente hat. Da wetteifert man um die bösesten Beleidigungen, die schmerzhaftesten Krankheiten und die grössten gefangenen Fische, allerdings nur, um sich später mit eben diesen bewerfen zu können. Die Anfeindungen werden eine Stufe höher geschaltet, als der Wirbelwind Ariel alias Ann-Margret die Bühne betritt und sich für die zwei zu interessieren beginnt. Jetzt werden die vormals harmlosen Streiche, die man sich spielte, schon deutlich ernster, denn keiner will bei der Chance, noch ein Mal eine Frau zu bekommen, zurückstecken. Neben dem brillianten Duo zeigen sich aber auch die Nebendarsteller von ihrer besten Seite, allen voran Burgess Meredith als lüsterner Alter.
Habe ich die pointenreichen Dialoge eigentlich schon erwähnt? Sowohl im englischen als auch in der deutschen Synchronisation sind sie ein Genuß, was nun wirklich selten ist. Eine solche Komödie ist nicht altmodisch, er ist rundweg zeitlos. In Zeiten, in denen Schwulenwitze als hochgeistiger Humor angesehen wird, muss einem so ein wundervoller Film wie eine Offenbarung daherkommen.