Der mehrfache Weltumsegler Wilfried Erdmann läßt sich gegen Honorar auf das Abenteuer ein, die Gewinner des Stern-Jubiläumspreisrätsels mit jeweils einer Begleitperson, alles mehr oder weniger Segellaien, über den Atlantik zu segeln - eine Gruppe von acht Personen von Ost nach West, die zweite Gruppe in gleicher Größe von West nach Ost.
Über seine Erfahrungen auf diesem Törn hat er das Buch geschrieben, angereichert mit Tagebuchaufzeichnungen einiger Teilnehmer. Auf den Routen über den Nordatlantik treffen die Segler sehr häufig auf schlechte Wetterbedingungen - Sturm, hoher Seegang und Nebel. 36 Tage dauert die eine Reise, die andere 29. In diesem Zeitraum sind die Segler auf dem engen Raum einer Segelyacht zusammen, es gibt keinen Platz für Privates, keinen Raum, sich einmal zurückzuziehen. Klar, daß sich hier interessante gruppendynamische Prozesse abspielen.
Erdmann beschreibt ruhig und vorsichtig in der Wortwahl, deutet das eine oder andere an, zieht sich aber meist auf einen diplomatischen Standpunkt zurück und beschränkt sich dann auf das, was ihn selbst angeht, wie er selbst diese Reise erlebt hat.
Die Hauptlast dieser Reise hat eindeutig Wilfried Erdmann zu tragen gehabt, großartig, wie er damit umgegangen und fertig geworden ist, deshalb 5 Sterne für ihn, aber nur 3 Sterne für das Buch, weil es die zweifellos aufgetretenen zwischenmenschlichen Ausnahmesituationen zu wenig intensiv und ausführlich schildert.