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Ein sturer Hund: Kriminalroman (Markus-Cheng-Reihe, Band 2) Taschenbuch – Oktober 2007

20 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492238327
  • ISBN-13: 978-3492238328
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 2,3 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.050 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Heinrich Steinfest wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Er erhielt 2010 den Stuttgarter Krimipreis und den HeimitovonDodererLiteraturpreis.

Heinrich Steinfest lebte und arbeitete in Wien, bis er vor zwölf Jahren nach Stuttgart zog. Er sieht sich als Interpret des Projekts »Stuttgart 21« sowie der Bürgerbewegung. Ganz besonders faszinieren ihn die soziologischen Dimensionen des Vorhabens.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Heinrich Steinfest ist mit ›Ein sturer Hund‹ sein bisheriges Meisterstück gelungen.«, Die Zeit

»Einer der besten deutschsprachigen Kriminalromane des Jahres.«, Hamburger Abendblatt

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Heinrich Steinfest wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, welcher den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet, erhielt 2009 den Stuttgarter Krimipreis und den Heimito-von-Doderer-Preis. Bereits zweimal wurde Heinrich Steinfest für den Deutschen Buchpreis nominiert: 2006 mit »Ein dickes Fell«; 2014 war er mit »Der Allesforscher« unter den sechs Finalisten der Shortlist.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Esther TOP 1000 REZENSENT am 4. Oktober 2009
Format: Taschenbuch
Stuttgart in dichtem Schneetreiben. Moritz Mortensen findet seinen üblichen Platz in der Bücherei besetzt, zu seinem Erstaunen blättert der dort Sitzende in drei Büchern, die der Feder Mortensens entsprungen waren und Zeit ihres Lebens ohne Erfolg blieben. Aus reiner Neugier folgt Mortensen seinem Leser - dem "Dunkelblauen", begleitet ihn in "Tilanders Bar", beobachtet ihn während er mit der "Sandfarbenen" Bekanntschaft schließt und verfolgt im gegenüber liebenden Haus schließlich die Köpfung des "Dunkelblauen". Unschlüssig, wie er einen unschuldig Inhaftierten zur Freiheit verhelfen kann, nimmt Mortensen Kontakt mit dem einarmigen Privatdetektiv Markus Cheng auf. ... Und dieser begibt sich auf die Suche nach dem Mörder.

Anders spannend als Krimis im gewöhnlichen Chargon beginnt diese Mörderjagd mit dem Leben und Erleben des einzigen Zeugen, eines durchaus interessanten Charakters - erfolgloser Schriftstelle und Witwer. Etwa nach einem Drittel kommt der Detektiv ins Spiel, der für meinen Geschmack in Charakter und Extravaganz Mortensen deutlich hinterher hinkt und etwas mehr Farbe vertragen könnte.

Der Mörder ist nach zwei Dritteln gefunden - hmpfffffffffff. Bei der Findung des Motivs hat die Kreativität des Autors womöglich Urlaub gemacht - Fakt ist, dieses könnte durchaus raffinierter sein - Ist es leider nicht! Die anschließende Mörderjagd schwingt sich schließlich zu Girlanden langweiligen Herumsitzens und Porschefahrens auf, langweilt, langweilt und langweilt.

Obwohl der Start überaus interessant ist und er es auch nicht an Sprachwitz mangeln lässt, bringt Cheng die Geschichte ins Trockene. Ein wenig spannender, zu früh enträtselter Kriminalroman, der im Trockenen schwimmt - das jedoch sprachlich sehr gut und deutlich kreativer inszeniert.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von marielan VINE-PRODUKTTESTER am 18. Oktober 2006
Format: Taschenbuch
Der erfolglose Schriftsteller Mortenson verfolgt einen Mann, der seine Bücher aus der Bibliothek geliehen hat, denn er will wissen, wer sein möglicherweise erster und einziger Leser ist. Dabei beobachtet er einen Mord. Durch die Presse erfährt er, dass die Polizei den falschen verhaftet hat und wendet sich an Detektiv Cheng, um weitere Nachforschungen zu betreiben.

Das Buch lebt von zweierlei: Erstens von Steinfurts Sprache, die trotz mitunter ausufernder Breite vor allem durch ihre Wortwahl, Wortschöpfungen und -verknüpfungen vergnüglich zu lesen ist. Zweitens die originellen Ideen, wie den Schriftsteller, der seinen anscheinend einzigen Leser verfolgt, oder den "Agentenaustausch" zwischen Deutschland und Großbritannien.

Aber das allein reicht nicht, um ein gutes Buch des Genres Krimi zu sein. Nichts gegen gelegentliche Zufälle, und einem guten Plot wird man auch einmal einen Handlungssprung verzeihen; in diesem Buch gibt es allerdings zuviel davon.

Bezüglich der Sprache sollte man auch nicht vergessen: Was in Beschreibungen der Umgebung, des Gemütszustandes und der Gedanken der Figuren witzig wirkt, erzielt bei Dialogen meist den gegenteiligen Effekt; sie klingen unecht, geschraubt und künstlich.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 5. September 2004
Format: Taschenbuch
Das Buch bezeichnet sich als "Kriminalroman", aber das ist Understatement. Zwar geht es um eine spannende Kriminalgeschichte, aber das schöne an diesem Roman sind die Charaktere und die Gedankengänge der Beteiligten, an denen man teilhaben kann. Lustig, manchmal verschroben, immer eine Freude zu lesen. Die Kriminalgeschichte darin ist etwas übertrieben, auf diese Action-Anteile hätte man gut verzichten können. Trotzdem: Super Buch!
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT am 21. September 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Steinfest stammt aus Österreich und lebt in Stuttgart, ebenso geht es seinem Protagonisten, dem einarmigen Detektiv Markus Cheng, der im vorliegenden Buch in einer seltsamen Ritualmordserie ermittelt. Doch eins nach dem anderen.
Moritz Mortensen, Frührentner und Erbe, hat drei Romane geschrieben, die kein Mensch lesen will. Nachmittagelang sitzt er in der öffentlichen Bibliothek und beobachtet die Rücken der eigenen Bücher - bei denen er höchstselbst dafür gesorgt hat, daß sie dort verfügbar sind. Und dann geschieht es: Ein junger Mann borgt sie aus, alle drei. Der Autor folgt dem Leser, heftet sich an dessen Fersen, zunächst in eine Bar, dann bis zu seinem Haus. Dort, im Dunkeln verborgen, beobachtet der Schriftsteller einen Mord, die Köpfung seines einzigen Lesers. Da die Umstände etwas merkwürdig sind, geht Mortensen nicht zur Polizei, sondern zu Cheng. Die Suche nach dem Mörder wird zum Rennen gegen die Zeit - der Täter hat seine Opfer zuvor portraitiert, und als Cheng sein eigenes Portrait findet, wird die Sache eng.
Zugegeben, der Plot des Krimis - und auch seine Auflösung - ist nicht sonderlich originell, aber das gleicht Steinfest durch seine sehr eigene Sprache, die wunderbare, detailreiche Beobachtung, die feine Zeichnung seiner Figuren und viele überraschende Einfälle wieder aus. Vor allem sprachlich ist "Ein sturer Hund" sehr unkonventionell - und atmosphärisch enorm dicht; anfangs glaubt man, sich in einer anderen Zeit zu befinden, den Diktion und Stil wirken nostalgisch, aber keineswegs angestaubt. Ohne Übertreibung: Thomas Mann goes Wolf Haas. Jedenfalls ein großes Lesevergnügen, nicht nur für Krimifans.
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