England im Jahr 1945: "Ach du meine Güte!" Mit diesen Worten wird Inspektor Trubshawe lauthals von Evadne Mount, der berühmten Kriminalautorin, begrüßt. Zehn Jahre sind seit den Ereignissen auf ffolkes Manor vergangen, als sich die beiden zufällig in London über den Weg laufen. Kurzentschlossen schleift ihn die Autorin mit zu einer Theateraufführung, in der Cora Rutherford - ebenfalls eine alte Bekannte - die Hauptrolle spielt. Die alternde Diva hat gerade eine Rolle in einem Film ergattert und lädt die beiden zu den Dreharbeiten ein. Doch was als vergnügliche Abwechslung beginnt, endet mit einem tragischen Todesfall...
Schade, dass auf dem Einband schon so viel von der Geschichte vorweggenommen wird, das nimmt dem Buch sehr viel Spannung. Der Mord passiert nämlich erst auf Seite 130, ein paar knappe Andeutungen ohne das Opfer zu verraten, wären mir lieber gewesen. Wer sich die Spannung erhalten will, sollte auf gar keinen Fall die Kurzbeschreibung auf der Rückseite lesen!
Waren es im Vorgängerband
Mord auf ffolkes Manor: Eine Art Kriminalroman noch die Anspielungen auf bekannte Kriminalautoren, widmet sich die vorliegende Geschichte eher dem Film. Besonders viele Anspielungen gibt es auf Alfred Hitchcock. Elstree steht beispielsweise nicht nur für die bekannten britischen Filmstudios, "Elstree Calling" war ein Revuefilm, bei dem unter anderen auch Hitchcock Regie führte.
Mit "Mord auf ffolkes Manor" hat der Autor die Messlatte selbst sehr hoch gelegt, so ist es natürlich schwer, ein vergleichbar gutes Buch zu schreiben. Meine Erwartungshaltung war entsprechend hoch und wurde leider enttäuscht. Die Geschichte ist zwar unterhaltsam, aber nicht so verblüffend wie der Vorgängerroman. Wäre dieser blöde Klappentext nicht gewesen, hätte es auch vier Sterne gegeben, da hierdurch aber leider ein Großteil der Geschichte verraten wird, leider nur drei Sternchen für das Buch insgesamt.